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Neue ROG-Kampagne: #SPOILERSFORFREEDOM
April 26th, 2017

Zum Welttag der Pressefreiheit hat Reporter ohne Grenzen International eine Kampagne gestartet: Medienschaffende, die aus ihrem Land flüchten mussten, warnen die Demokratien vor dem Verlust der Informationsfreiheit.

 

"Ziel dieser Kampagne ist es, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass die Gewalt gegen Medien zunimmt und auch in Demokratien alltäglich wird", sagt Christophe Deloire, Generalsekretär von ROG International: "Es ist eine Reaktion auf die Beleidigungen, Verunglimpfungen und den Druck verschiedener Art, auch mittels wirtschaftlicher Massnahmen: Wir wollen darauf hinweisen, dass kein Angriff auf die Informationsfreiheit toleriert werden darf. Und wer kann besser vor solchen Entwicklungen warnen als Medienschaffende, die aus ihren Ländern flüchten mussten? Wer kann besser beschreiben als sie, was das Ende der Medienfreiheit bedeutet und welch schlimme Geschehnisse Grund für die alljährlich dunkler werdenden Farben auf der Karte der Pressefreiheit sind?"

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 "Warnhinweis: Wenn Sie auf den Link klicken, werden Sie das Ende der Geschichte erfahren"

Die Kampagne basiert auf dem Konzept des Spoiler-Alarms: Er warnt bei einem Text davor, weiterzulesen, wenn sich dort Informationen zum Beispiel über Szenen oder das Ende eines Films oder eines Romans finden, die der Konsument/die Konsumentin lieber selber entdecken würde - und  die ihm/ihr die Überraschung "verderben" ("spoil") würden.

Bei dieser Kampagne beschreiben Exil-Journalistinnen und - Journalisten, was geschehen ist, als die Informationsfreiheit in ihren Ländern beendet wurde. Ihre "Spoiler" warnen davor, zuzulassen, dass sich dieselben Geschichten wiederholen.

“Spoiler” aus aller Welt

Auf der Plattform #SPOILERFORFREEDOM (siehe rsf-org) finden sich Aussagen von Journalistinnen und Journalisten aus der Demokratischen Republik Kongo, Usbekistan, Burundi, Aserbaidschan und der Türkei. Im Verlauf des Jahres werden Statements von vertriebenen Medienschaffenden aus aller Welt dazukommen.


ROG dankt France24, AFP und Canal+ für ihre Unterstützung bei dieser Kampagne, GangLife Production für die Realisierung der Filme und dem Maison des Journalistes, das den Dreh der Filme in seinen Räumlichkeiten erlaubt hat.

 

Das  Maison des Journalistes ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation in Paris. Seit 2002 begleitet es Journalisten, die als Flüchtlinge oder Exilanten in Frankreich ankommen und unterstützt sie, die ihr Land ihrer Arbeit wegen verlassen mussten und oftmals ihr Leben und ihre Freiheit riskiert haben. Auf dem Online-Magazin L’oeil de l’exile kommen sie zu Wort. 

 

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