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Irak: Zum Tod von Véronique Robert: «Zu viele Grabsteine auf dem Friedhof der grossen Reporter»
June 24th, 2017

Die Schweizer Journalistin Véronique Robert, die über den Kampf um Mossul berichtete, ist am 24. Juni den Verletzungen erlegen, die sie bei der Explosion einer Mine erlitten hatte.

 Reporter ohne Grenzen trauert um die schweizerisch-französische Journalistin Véronique Robert. Sie war am 22. Juni durch die Explosion einer Mine im irakischen Mossul schwer verletzt worden und erlag diesen Verletzungen am 24. Juni in einem Pariser Spital. Bei der gleichen Explosion kamen Roberts Kollege Stéphan Villeneuve und der «Fixer» der beiden, der irakische Kurde Bakhtiyar Haddad, ums Leben. Sie alle waren unterwegs, um für die Sendung Envoyé Spécial von France 2 eine Reportage über den Vorstoss der irakischen Armee in der Altstadt von Mossul zu realisieren. Das Team wurde von einem freien Journalisten, Samuel Forey, begleitet, der bei der Explosion leicht verletzt wurde.

«Es gibt zu viele Grabsteine auf dem Friedhof, auf dem die grossen Reporterinnen und Reporter liegen, die bei der Ausübung ihres Berufs getötet wurden», sagt Christophe Deloire, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen International: «Patrick Bourrat in Kuweit, Jean Hélène in der Elfenbeinküste, Lucas Dolega in Libyen, Gilles Jacquier, Rémi Ochlik und Olivier Voisin in Syrien, Ghislaine Dupont und Claude Verlon in Mali, Camille Lepage in der Zentralafrikanischen Republik, Bakhtiyar Haddad, Stéphan Villeneuve und Véronique Robert im Irak, um nur die letzten Todesfälle zu nennen. Reporter ohne Grenzen teilt die Trauer ihrer Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen.»


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