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Schweiz - Asyl für Hülya Emeç gefordert - Petition
February 13th, 2018

Die kurdische Journalistin Hülya Emeç wollte in der Schweiz ein Asylgesuch stellen, weil ihr in der Türkei ihrer Arbeit wegen eine Gefängnisstrafe droht. Es brauchte eine Intervention des Bundesverwaltungsgerichts, damit sie dieses Gesuch stellen kann. Eine Petition fordert Asyl für sie.

Die kurdische Journalistin Hülya Emeç war bereits zwei Jahre lang in der Türkei in Untersuchungshaft, nun drohte ihr ihrer Arbeit wegen eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten. Vorgeworfen wurde ihr Unterstützung und Propaganda für eine terroristische Organisation. Dieser Vorwurf wird aktuell gegen viele kritische Journalistinnen und Journalisten erhoben. So wird ihre Arbeit verunmöglicht, und sie werden mundtot gemacht.

 

Deshalb verliess Emeç vor etwas mehr als einem Monat die Türkei mit dem Ziel Schweiz, wo sie Freunde hat. Doch ohne ein Visum ist die direkte Einreise aus der Türkei nicht möglich. Also reiste sie über Brasilien und stellte am 14. Januar am Zürcher Flughafen ihr Asylgesuch. Das Staatssekretariat für Migration trat jedoch auf das Gesuch erst gar nicht ein. Begründung: Es wird nicht auf Gesuche eingetreten, wenn die Asylsuchenden aus einem sicheren Drittstaat eingereist sind, in den sie zurückkehren können. Es sei Emeç zumutbar, nach Brasilien zurückgeschafft zu werden.

 

Doch nun hat das Bundesverwaltungsgericht diesen Entscheid annulliert. Denn es sei nicht sicher, dass Brasilien Emeç nicht an die Türkei ausliefern würde. Das Staatsekretariat für Migration müsse den Einzelfall und deshalb auch das Asylgesuch von Emeç prüfen. Emeç, die während eines Monats in der Transitzone des Flughafens festsass, darf diese nun verlassen. Und sie kann ein Asylgesuch einreichen, das geprüft werden muss.

 

Eine Petition, die sie dabei unterstützt, findet sich hier.

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