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	<title>actualité | Reporter ohne Grenzen</title>
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		<title>Serienweise Veröffentlichungsverbote gegen Heidi.news: Unterzeichnen Sie die Petition!</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/serienweise-veroeffentlichungsverbote-gegen-heidi-news-unterzeichnen-sie-die-petition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 09:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Online-Medium aus der Romandie Heidi.news ist von einer beunruhigenden Reihe sogenannter superprovisorischer Massnahmen betroffen, einem einschneidenden Instrument der Zivilprozessordnung, das die sofortige Entfernung von Informationen und Artikeln ermöglicht. Reporter ohne Grenzen Schweiz kritisiert dessen missbräuchliche Anwendung seit Jahren. (Illustration: Pitch Comment) Heidi.news gibt an, für einen einzigen Artikel 39 superprovisorische Verfügungen von vier Richterinnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Online-Medium aus der Romandie <a href="https://www.heidi.news/" target="_blank" rel="noopener">Heidi.news</a> ist von einer beunruhigenden Reihe sogenannter superprovisorischer Massnahmen betroffen, einem einschneidenden Instrument der Zivilprozessordnung, das die sofortige Entfernung von Informationen und Artikeln ermöglicht. Reporter ohne Grenzen Schweiz kritisiert dessen missbräuchliche Anwendung seit Jahren. (Illustration: Pitch Comment)</strong></p>
<p><a href="https://www.heidi.news/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Heidi.news</span></a><span style="font-weight: 400;"> gibt an, für einen einzigen Artikel 39 superprovisorische Verfügungen von vier Richterinnen und Richtern erhalten zu haben, beantragt von sieben Anwälten, die 15 Unternehmen und Persönlichkeiten vertreten. Daraus ergeben sich insgesamt neun getrennte Anhörungen vor Gericht, die für Mai und Juni 2026 vorgesehen sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der zugrundeliegende Artikel thematisierte Kredite an die M3-Gruppe des Geschäftsmanns Abdallah Chatila in Genf. Diese Kreditbeträge waren für den Kauf der Schweizer Tochtergesellschaft der russischen Sberbank bestimmt, die seit der Invasion der Ukraine unter Sanktionen steht. Laut <a href="https://www.heidi.news/" target="_blank" rel="noopener"><span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Heidi.news</span></span></a> stand ein wesentlicher Teil dieser Mittel in Verbindung mit russischen Interessen, was Abdallah Chatila in Gesprächen mit den Journalistinnen und Journalisten der Westschweizer Redaktion stets bestritten hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Thema ist eindeutig von öffentlichem Interesse. Und diese zivilrechtlichen Verfahren gegen das Medium aus Genf bestätigen erneut die Missbräuche, die im Zusammenhang mit superprovisorischen Massnahmen stattfinden und die Pressefreiheit missachten. Dieses rechtliche Instrument, das 2022 zusätzlich verschärft wurde, ist in der Schweiz das wichtigste Mittel für sogenannte Einschüchterungsklagen, (sogenannte SLAPP, Strategic Lawsuits Against Public Participation), gegen die die Europäische Union erste Massnahmen ergriffen hat. In der Schweiz wird die Gefahr, die von solchen Klagen ausgeht, jedoch weiterhin stark unterschätzt oder sogar geleugnet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das darf nicht so weitergehen. Anlässlich der Veröffentlichung unserer </span><a href="https://rsf-ch.ch/de/die-rangliste-der-pressefreiheit-ist-auf-dem-tiefsten-stand-seit-ihrer-einfuehrung-vor-25-jahren/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Rangliste der Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> am 30. April diesen Jahres hat RSF Schweiz erneut die Notwendigkeit betont, das </span><a href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/RSF_Communique-Suisse_Website_DE_2026.pdf" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Gesetz zu ändern</span></a><span style="font-weight: 400;">, damit solche Missbräuche nicht mehr vorkommen können. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Helfen Sie uns, die Botschaft in der Öffentlichkeit und bei den gewählten Vertreterinnen und Vertretern zu verbreiten, indem Sie die von </span><a href="https://www.heidi.news/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Heidi.news</span></a><span style="font-weight: 400;"> gestartete Petition unterzeichnen.</span></p>
<p><a href="https://secure.avaaz.org/community_petitions/fr/les_membres_du_parlement_suisse_protegeons_la_liberte_de_la_presse_en_suisse/?tkXJMkb" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Zum Unterschreiben klicken Sie auf diesen Link.</span></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kolumbien: RSF verurteilt die Ermordung von Mateo Pérez Rueda und warnt vor dem von bewaffneten Gruppen in Antioquia auferlegten Schweigen der Presse</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/kolumbien-rsf-verurteilt-die-ermordung-von-mateo-perez-rueda-und-warnt-vor-dem-von-bewaffneten-gruppen-in-antioquia-auferlegten-schweigen-der-presse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 08:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporters Sans Frontières verurteilt die Ermordung von Mateo Pérez Rueda, Direktor des digitalen Mediums El Confidente mit Sitz in Yarumal im Norden von Antioquia. Der Journalist wurde zuletzt am 5. Mai 2026 gesehen, als er sich in ein ländliches Gebiet von Briceño begab, um dort eine Reportage in einem von bewaffneten Auseinandersetzungen geprägten Gebiet zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Reporters Sans Frontières verurteilt die Ermordung von Mateo Pérez Rueda, Direktor des digitalen Mediums El Confidente mit Sitz in Yarumal im Norden von Antioquia. Der Journalist wurde zuletzt am 5. Mai 2026 gesehen, als er sich in ein ländliches Gebiet von Briceño begab, um dort eine Reportage in einem von bewaffneten Auseinandersetzungen geprägten Gebiet zu realisieren. Am 8. Mai barg eine gemeinsame humanitäre Mission des Internationales Komitee vom Roten Kreuz und der Ombudsstelle Kolumbiens den Leichnam des Journalisten in einer ländlichen Region Antioquias, wie Präsident Gustavo Petro auf seinem X-Konto bestätigte.</b></p>
<p><b>Mateo Pérez Rueda</b><span style="font-weight: 400;">, 24 Jahre alt, leitete El Confidente, ein lokales Medium aus Yarumal, das er 2021 gegründet hatte und das auf Facebook 4.400 Abonnent:innen zählt. Seine Kolleg:innen erinnern sich an ihn als einen jungen Mann, der eng mit dem kulturellen Leben seiner Gemeinde verbunden war, aktiv in der Literaturwerkstatt El sueño del pino, präsent bei Poesiefestivals und engagiert in der Berichterstattung aus Regionen, aus denen kaum jemand sonst berichtete.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach Informationen von Reporters Sans Frontières war </span><b>Mateo Pérez Rueda </b><span style="font-weight: 400;">nach Briceño gereist, um über die jüngsten Zusammenstösse zwischen der kolumbianischen Armee und der Front 36 zu berichten, einer bewaffneten Gruppe aus Dissidenten der ehemaligen Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Sein Verschwinden wurde am 6. Mai öffentlich bekannt gemacht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen Tag später bestätigte die institutionelle Warnmeldung zu seinem Fall, dass er sich in das ländliche Gebiet der Gemeinde begeben hatte, um über die Zusammenstösse zu berichten, und betonte die Notwendigkeit humanitärer Garantien, um den Journalisten zu finden und seiner Familie Antworten zu geben. Die Bergung seines Leichnams war erst nach einer humanitären Mission möglich, was die äusserst schwierigen Zugangsbedingungen zu diesem Gebiet verdeutlicht. Diese gemeinsame Operation des Internationales Komitee vom Roten Kreuz und der Ombudsstelle Kolumbiens ermöglichte es, den Leichnam des Journalisten in einer ländlichen Region Antioquias zu finden, wie Präsident Gustavo Petro auf seinem X-Konto bestätigte.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">« RSF verurteilt die Ermordung von Mateo Pérez Rueda und spricht seiner Familie, seinen Kolleg:innen sowie der Gemeinschaft von Yarumal seine Solidarität aus. Dieses Verbrechen darf nicht als bloß weitere Gewalttat behandelt werden. Ein Journalist befand sich vor Ort, um Informationen zu sammeln, Fakten zu überprüfen und die Öffentlichkeit zu informieren – dann verschwand er, bevor er ermordet wurde. Einen Reporter zu töten, weil er seinen Beruf ausübt, bedeutet, einer ganzen Region Schweigen aufzuzwingen und einer Gemeinschaft ihr Recht auf Information zu nehmen. Journalist:innen sind Zivilpersonen, und ihre Arbeit muss von allen Konfliktparteien respektiert und geschützt werden. Informationen bereitzustellen darf niemals ein Grund für Verschwindenlassen oder Tod sein. RSF fordert die kolumbianischen Behörden auf, die Ermordung des Journalisten rasch aufzuklären, alle Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen und seiner Familie Gerechtigkeit zu garantieren. Was sich in Briceño ereignet hat, bestätigt, dass überall dort, wo bewaffnete Kontrolle herrscht, der Lokaljournalismus weiterhin gefährdet bleibt und die Gemeinschaften zunehmend von den Informationen abgeschnitten werden, die sie benötigen, um zu verstehen, was auf ihrem eigenen Territorium geschieht. »<br />
</span><b>Artur Romeu<br />
</b><b>Direktor des Lateinamerika-Büros von Reporters Sans Frontières</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Briceño durchlebt derzeit eine schwere humanitäre und sicherheitspolitische Krise. In dieser Region haben die Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen zu Tötungen, Drohungen, Ausgangssperren, Zwangsvertreibungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung geführt. In diesem Kontext zeigen das Verschwinden und die anschliessende Ermordung von</span><b> Mateo Pérez Rueda</b><span style="font-weight: 400;">, wie stark bewaffnete Kontrolle den Raum für Journalismus einschränkt, diejenigen gefährdet, die versuchen zu informieren, und ganze Gemeinschaften zum Schweigen bringt, während zugleich ihr Recht geschwächt wird, zu erfahren, was um sie herum geschieht.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Iran: Narges Mohammadi zwischen Leben und Tod, dringender Handlungsbedarf</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/iran-narges-mohammadi-zwischen-leben-und-tod-dringender-handlungsbedarf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 09:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit ihrer letzten Festnahme im Iran am 12. Dezember 2025 wird der Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert. Reporters sans frontières (RSF) schlägt gemeinsam mit ihrer Anwältin Chirinne Ardakani und der Coalition Free Narges Alarm angesichts ihres seit Anfang Mai kritischen Gesundheitszustands und richtet ein Schreiben an den Hochkommissar der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Seit ihrer letzten Festnahme im Iran am 12. Dezember 2025 wird der Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert. Reporters sans frontières (RSF) schlägt gemeinsam mit ihrer Anwältin Chirinne Ardakani und der Coalition Free Narges Alarm angesichts ihres seit Anfang Mai kritischen Gesundheitszustands und richtet ein Schreiben an den Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Sie muss unverzüglich geschützt werden.</b></p>
<p><b>Narges Mohammadi </b><span style="font-weight: 400;">schwebt zwischen Leben und Tod. Anfang Mai wurde die in der Haftanstalt von Zanjan im Nordwesten der iranischen Hauptstadt Teheran inhaftierte Journalistin nach einer raschen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands in ein örtliches Krankenhaus verlegt. Sie erlitt einen Herzinfarkt sowie mehrere Bewusstlosigkeiten. Nach Angaben ihrer Anwälte und Familienangehörigen ist das Krankenhaus, in dem sie weiterhin unter strenger Überwachung des Regimes steht, nicht ausreichend ausgestattet, um ihre lebenswichtigen medizinischen Bedürfnisse zu erfüllen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein dringender Aufruf zur Freilassung von Narges Mohammadi wurde am Dienstag, den 5. Mai, während einer Pressekonferenz lanciert, die von Chirinne Ardakani, der Anwältin der Familie von Narges Mohammadi, gemeinsam mit Mona Armande, Direktorin für Advocacy der Narges Mohammadi Stiftung, sowie Mitgliedern der Coalition Free Narges organisiert wurde. Vertreten wurde die Koalition unter anderem durch Jonathan Dagher, Leiter des Nahost-Büros von RSF. </span><span style="font-weight: 400;">« </span><span style="font-weight: 400;">Wir hatten noch nie so grosse Angst um das Leben von Narges, sie könnte uns jederzeit genommen werden </span><span style="font-weight: 400;">»</span><span style="font-weight: 400;">, betonte Chirinne Ardakani.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">« </span><span style="font-weight: 400;">Narges Mohammadi wird langsam zu Tode gebracht. Das iranische Regime weigert sich, sie freizulassen, verweigert ihr die notwendige medizinische Versorgung und trägt seit ihrer gewaltsamen Festnahme am 12. Dezember direkte Verantwortung für die Verschlechterung ihres Gesundheitszustands. Es ist noch nicht zu spät zu handeln, um das Leben von Narges Mohammadi zu retten. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, alle diplomatischen, rechtlichen und politischen Mittel zu nutzen, um Druck auf das iranische Regime auszuüben und die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin zu erreichen. RSF hat gemeinsam mit der Koalition und der Anwältin von Narges Mohammadi zudem an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, geschrieben, um ihn über die Situation zu informieren und dringende Massnahmen zum Schutz von Narges Mohammadi sowie ihre Freilassung zu fordern. Narges Mohammadi verdient es, frei und gesund zu sein, ebenso wie die 19 Journalistinnen und Journalisten, die derzeit im Iran inhaftiert sind. </span><span style="font-weight: 400;">»<br />
</span><b>Jonathan Dagher<br />
</b><b>Leiter des Nahost-Büros von RSF</b></p></blockquote>
<h5><b>Offenen Brief an den Hochkommissar für Menschenrechte lesen</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Journalistin, Aktivistin für die Rechte iranischer Frauen und für Menschenrechte im Iran sowie Autorin des Buches </span><i><span style="font-weight: 400;">Frauen, Leben, Freiheit </span></i><span style="font-weight: 400;">(</span><span style="font-weight: 400;">« </span><i><span style="font-weight: 400;">White torture</span></i><span style="font-weight: 400;"> » auf englisch)</span><span style="font-weight: 400;"> wurde am 12. Dezember 2025 nach einem kurzen medizinischen Hafturlaub festgenommen, nachdem sie bei der Beerdigung eines iranischen Menschenrechtsaktivisten gesprochen hatte. Nach Informationen von RSF haben die Schläge, die sie an diesem Tag erlitt, direkt zur Verschlechterung ihres Gesundheitszustands beigetragen, während die iranischen Behörden <a href="https://rsf.org/fr/iran-rsf-d%C3%A9nonce-l-acharnement-du-r%C3%A9gime-contre-narges-mohammadi" target="_blank" rel="noopener">trotz unserer Appelle</a> eine angemessene medizinische Versorgung verweigerten.</span></p>
<h5><b>Iran unter Medien-Blackout</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Iran belegt im von<a href="https://rsf.org/classement-2026-la-libert%C3%A9-de-la-presse-au-plus-bas-depuis-25-ans?year=2026&amp;data_type=general" target="_blank" rel="noopener"> RSF am 30. April</a> veröffentlichten <a href="https://rsf.org/classement?year=2026" target="_blank" rel="noopener">Weltpressfreiheitsindex 2026</a> den viertletzten Platz (176 von 180). Seit März 2026, mit Beginn der amerikanisch-israelischen Offensive im Iran, sind <a href="https://rsf.org/fr/rsf-s-associe-%C3%A0-34-organisations-pour-demander-la-protection-urgente-des-journalistes-d%C3%A9tenus-en" target="_blank" rel="noopener">Journalistinnen und Journalisten, die über den Krieg berichten</a>, zunehmenden Einschränkungen ausgesetzt. Während sie unter <a href="https://rsf.org/fr/guerre-en-iran-acc%C3%A8s-restreint-%C3%A0-l-information-reporters-sous-les-bombes-le-journalisme-face-%C3%A0-la" target="_blank" rel="noopener">Bombardierungen aus ihren Städten fliehen, werden sie weiterhin vom Regime bedroht</a>, das die Kommunikationsmittel der unabhängigen Presse gekappt hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Regime geht zudem weiterhin gegen im Exil lebende Journalistinnen, Journalisten und unabhängige Medien vor, während 20 Medienschaffende weiterhin in den Gefängnissen der Islamischen Republik inhaftiert sind. Um die Zensur zu umgehen, hat <a href="https://rsf.org/fr/black-out-m%C3%A9diatique-en-iran-rsf-lance-une-fr%C3%A9quence-radio-en-persan-avec-rfpi-pour-diffuser-une" target="_blank" rel="noopener">RSF gemeinsam mit dem iranischen Exilmedium Iran Wire einen Kurzwellenradiosender gestartet</a>.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der französische Abgeordnete Charles Alloncle will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in ein Staatsmedium umwandeln</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/der-franzoesische-abgeordnete-charles-alloncle-will-den-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-in-ein-staatsmedium-umwandeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 12:29:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Neunundsechzig Vorschläge zeichnen die Konturen eines politischen Projekts, das nicht offen benannt wird: die Schwächung und letztlich die Unterwerfung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter die politische Macht. Unterstellung unter die Exekutive, drastische Haushaltskürzungen, Einschränkung des Aufgabenbereichs … Die Empfehlungen des Berichterstatters der Untersuchungskommission zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk zeugen von einem klaren Willen, dem öffentlichen Informationsdienst in Frankreich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neunundsechzig Vorschläge zeichnen die Konturen eines politischen Projekts, das nicht offen benannt wird: die Schwächung und letztlich die Unterwerfung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter die politische Macht. Unterstellung unter die Exekutive, drastische Haushaltskürzungen, Einschränkung des Aufgabenbereichs … Die Empfehlungen des Berichterstatters der Untersuchungskommission zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk zeugen von einem klaren Willen, dem öffentlichen Informationsdienst in Frankreich zu schaden. Reporter ohne Grenzen (RSF) ruft die Parlamentarier dazu auf, sich diesen Ausrichtungen und jeder legislativen Umsetzung entschieden zu widersetzen, und erinnert an seine Empfehlungen für einen starken, unabhängigen und ausreichend finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Resultat einer sechsmonatigen Arbeit mit Anhörungen und redaktioneller Ausarbeitung unter der Leitung seines Berichterstatters, des Abgeordneten Charles Alloncle (Union des droites pour la République, eine 2024 gegründete rechtskonservative Partei, die aus einer Abspaltung der Les Républicains hervorgegangen ist), sowie seines Vorsitzenden, Jérémie Patrier-Leitus (Horizons, eine Partei, die dem parlamentarischen Lager von Präsident Emmanuel Macron angehört), legt der Bericht der Untersuchungskommission zur Neutralität, Funktionsweise und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an diesem Dienstag, dem 5. Mai, seine Empfehlungen vor.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es ist völlig legitim, dass die Volksvertretung vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk Rechenschaft einfordert. Diese parlamentarischen Arbeiten wurden jedoch vom Berichterstatter instrumentalisiert, ganz im Sinne einer </span><a href="https://rsf.org/fr/pour-la-sauvegarde-des-m%C3%A9dias-publics-en-europe-rsf-lance-son-rapport-pressions-sur-les-m%C3%A9dias" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">derzeit in Europa verbreiteten Ideologie</span></a><span style="font-weight: 400;">: der politischen Kontrolle über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch Strategien der finanziellen Unterversorgung, fragwürdige Reorganisationen ihrer Governance sowie durch verleumderische Angriffe auf ihre Beschäftigten und Führungskräfte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Schweiz wurden ähnlich gelagerte Kritikpunkte auch von den Befürwortern der Halbierungsinitiative aufgegriffen. Das Abstimmungsergebnis zeigte jedoch, dass sie nicht überzeugten – </span><a href="https://rsf-ch.ch/linitiative-200-francs-ca-suffit-clairement-rejetee-marque-de-confiance-dans-le-journalisme-et-le-service-public/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">die Initiative wurde von fast 62 % der Stimmbevölkerung sowie von allen Kantonen abgelehnt</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Obwohl das </span><a href="https://www.assemblee-nationale.fr/dyn/17/organes/autres-commissions/commissions-enquete/ce-audiovisuel-public" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">erklärte Ziel </span></a><span style="font-weight: 400;">der Untersuchungskommission darin bestand, « das Fehlen jeglicher politischen Agenda » im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sicherzustellen, dessen « Objektivität zu überprüfen » oder « das Vorhandensein potenzieller Verflechtungen mit externen Faktoren sowie Interessenkonflikten zu untersuchen », schlägt der Berichterstatter unter anderem vor, dass dessen Leitungspersonal direkt vom Präsidenten der Republik ernannt wird. Eine Absurdität, die an die längst vergangenen Zeiten des ORTF (Französischer staatlicher Rundfunk- und Fernsehanstalt) erinnert, eines staatlichen Mediums, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk weder unabhängig noch neutral in der Berichterstattung war.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">« Bei der Lektüre der Schlussfolgerungen der Kommission wird die Grundhaltung des Berichterstatters deutlich: Ein guter öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist ein geschwächter und unterworfener öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Das ist völlig widersprüchlich. Wie kann man die Unabhängigkeit und Neutralität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordern und gleichzeitig wollen, dass seine Führung von der Exekutive ernannt wird? Eine solche Kommission hätte eine Gelegenheit sein sollen, Lösungen vorzuschlagen, um die öffentlich-rechtlichen Medien zu stärken, die in Europa von allen Seiten unter Druck stehen, und zwar durch solide Garantien ihrer Unabhängigkeit. Die Schlussfolgerungen des Berichterstatters stehen in völligem Widerspruch zu den tatsächlichen Herausforderungen und entsprechen der Qualität der Anhörungen. RSF ruft die Parlamentarier dazu auf, diese Sichtweise abzulehnen und einen Schutzrahmen zu schaffen, der mit der europäischen Verordnung zur Pressefreiheit (EMFA) im Einklang steht. »</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b>Thibaut Bruttin</b><b><br />
</b><b>Generaldirektor von Reporters sans frontières (RSF)</b></p></blockquote>
<h5><b>Die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks absichern und stärken</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Ernennung der Leitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch den Präsidenten der Republik sowie seiner wichtigsten Direktoren durch den zuständigen Minister (Empfehlungen Nr. 19 und Nr. 20), Zuordnung der Aufsicht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an den Premierminister (Empfehlung Nr. 15), Streichung von Programmen, die als « unvereinbar » mit den Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gelten, weil sie als « aktivistisch » eingestuft werden (Empfehlung Nr. 2) … Der Berichterstatter schlägt Empfehlungen vor, die der redaktionellen Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks widersprechen, wie sie im Gesetz von 1986 verankert ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Gegenteil erinnert RSF an die Notwendigkeit, starke Garantien für die Unabhängigkeit bei der Ernennung der Leitung öffentlich-rechtlicher Medien einzuführen. Insbesondere eine Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Governance der Medien könnte den politischen Einfluss auf deren Steuerung verringern. Auch der Vorsitzende der Untersuchungskommission empfiehlt dies (Vorschläge Nr. 17 und 18).</span></p>
<h5><b>Anstelle einer strikten Neutralität sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk einer überprüfbaren Pflicht zur Unparteilichkeit entsprechen</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Während die meisten Empfehlungen des Berichterstatters darauf abzielen, den Status der Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an das Regime einer strikten Neutralität anzugleichen, wie es für Staatsbeamte gilt, ohne Rücksicht weder auf die redaktionelle Freiheit noch auf bestehende berufsethische Verpflichtungen (Empfehlungen Nr. 1, 3, 6, 8), erinnert RSF an die Unmöglichkeit journalistischer Neutralität und an die unverzichtbare Pflicht zur Unparteilichkeit</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unparteilichkeit wird hier als ein an die Natur der journalistischen Arbeit angepasstes Neutralitätsprinzip verstanden, also als Verpflichtung, Themen auf ehrliche, ausgewogene Weise und in voller Unabhängigkeit zu behandeln. Sowohl das europäische als auch das nationale Recht verlangen von öffentlich-rechtlichen Medien nicht eine unmögliche Neutralität, sondern eine überprüfbare Unparteilichkeit (Pluralismus der Perspektiven, faire Berichterstattung, Abwesenheit eines offensichtlichen und wiederholten Parteiparischlags). Wie vom Vorsitzenden der Kommission vorgeschlagen, sollte Unparteilichkeit daher als « Leitprinzip » für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verstanden werden, und ihre Definition könnte im Gesetz präzisiert werden (Vorschlag Nr. 1).</span></p>
<h5><b>Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stabilisieren und schützen</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn der Bericht zwar die Verabschiedung eines mehrjährigen Programmgesetzes zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks empfiehlt, das vom Parlament beschlossen wird – wie auch von RSF gefordert –, sieht er zugleich eine Verschärfung der externen und internen Finanzkontrollmechanismen vor (Empfehlungen Nr. 16 und 17) sowie die Abschaffung oder Zusammenlegung von Sendern bzw. Diensten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Empfehlungen Nr. 2, 38, 44, 45, 46, 52). Diese unverhältnismässigen Kürzungen stehen im Widerspruch zur zentralen Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, nämlich der Produktion verlässlicher, unabhängiger und pluralistischer Information sowie deren Verbreitung im gesamten Staatsgebiet. RSF erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass öffentlich-rechtliche Medien eine stabile und ausreichende Finanzierung benötigen, die unabhängig und frei von politischer Einflussnahme sowie fair und transparent ist – wie auch der Vorsitzende der Kommission zutreffend hervorhebt (Vorschläge Nr. 27 und 28).</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">RSF hat in den vergangenen Jahren immer wieder vor den Bedrohungen gewarnt, denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Europäischen Union ausgesetzt ist, insbesondere durch den Bericht</span><a href="https://rsf.org/fr/pour-la-sauvegarde-des-m%C3%A9dias-publics-en-europe-rsf-lance-son-rapport-pressions-sur-les-m%C3%A9dias" target="_blank" rel="noopener"> <i><span style="font-weight: 400;">« Pressions sur les médias publics : un test décisif pour les démocraties européennes</span></i></a><span style="font-weight: 400;"> », der im Vorfeld des Inkrafttretens von Artikel 5 der europäischen Verordnung zur Pressefreiheit (EMFA) am 8. August 2025 veröffentlicht wurde. Diese Maßnahme ist ebenso als Festschreibung wie als Schutzinstrument zu verstehen, und RSF fordert ihre vollständige und konsequente Anwendung – in Frankreich ebenso wie in allen Mitgliedstaaten.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Rangliste der Pressefreiheit ist auf dem tiefsten Stand seit ihrer Einführung vor 25 Jahren</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/die-rangliste-der-pressefreiheit-ist-auf-dem-tiefsten-stand-seit-ihrer-einfuehrung-vor-25-jahren/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 04:00:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) die neue Rangliste der Pressefreiheit 2026. Daraus geht hervor, dass der Durchschnittswert für die Pressefreiheit aller Länder zusammen einen neuerlichen historischen Tiefstand erreicht hat. Zum ersten Mal seit der Einführung unserer Rangliste vor 25 Jahren befinden sich mehr als die Hälfte der bewerteten Länder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) die neue Rangliste der Pressefreiheit 2026. Daraus geht hervor, dass der Durchschnittswert für die Pressefreiheit aller Länder zusammen einen neuerlichen historischen Tiefstand erreicht hat. Zum ersten Mal seit der Einführung unserer Rangliste vor 25 Jahren befinden sich mehr als die Hälfte der bewerteten Länder in den Kategorien «schwierig» und «sehr schwierig». Der rechtliche Druck, der oft in Form sogenannter </strong><em><b>Lawfare</b></em><strong> («Rechtskrieg»; Kriegsführung mit juristischen Mitteln) auftritt, nimmt weltweit zu. Dies gilt in gewissem Masse auch für die Schweiz, die trotz nahezu unveränderter Situation in der Rangliste einen Platz gut macht. Das ist auch auf den Rückgang anderer Länder zu erklären.</strong></p>
<p>Der in den letzten Jahren zu beobachtende Trend hinsichtlich der weltweiten Lage der Pressefreiheit setzt sich auch im Jahr 2026 fort. Immer mehr Länder befinden sich in den beiden untersten Kategorien der Rangliste, «schwierig» und «sehr schwierig». Während bei der ersten Ausgabe im Jahr 2002 noch mehr als 20 % der Weltbevölkerung in Ländern lebte, in denen die Lage der Pressefreiheit als «gut» eingestuft werden konnte, beträgt dieser Anteil in der 25. Ausgabe dieses Jahr nur noch 1 %. Gleichzeitig leben heute mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Ländern, in denen die Lage als «schwierig» oder «sehr schwierig» einzustufen ist. Im Jahr 2002 betrug dieser Anteil noch lediglich 13 %.</p>
<blockquote><p><em>«Von den fünf Indikatoren, mit denen sich der Zustand der Pressefreiheit weltweit messen lässt, geht der rechtliche Indikator in diesem Jahr am stärksten zurück – ein Zeichen für eine zunehmende Kriminalisierung des Journalismus. Im Namen der nationalen Sicherheit oder der Terrorismusbekämpfung verfolgen immer mehr Länder Medienschaffende strafrechtlich oder verbieten die Berichterstattung über Themen von allgemeinem Interesse – ein Trend, der nicht nur autoritäre Regime betrifft. »</em><i><br />
</i><strong>Isabelle Cornaz, Präsidentin von RSF Schweiz</strong></p></blockquote>
<p>Nur in sieben Ländern – Norwegen, Niederlande, Estland, Dänemark, Schweden, Finnland und Irland – kann die Lage der Pressefreiheit insgesamt als «gut» bezeichnet werden. Wie in den Vorjahren gehört die <strong>Schweiz</strong> (Platz 8) nicht zu dieser Spitzengruppe. Die Gründe liegen unter anderem in rechtlichen Problemen, insbesondere in der Anwendung des Art. 47 im Bankengesetz, das das Bankgeheimnis betrifft, auf Medienschaffende sowie in zivilrechtlichen Massnahmen, die journalistische Inhalte unterdrücken oder einschränken.</p>
<p>Und auch die wirtschafltichen Probleme bleiben bestehen. Die Ablehnung der Halbierungsinitiative am 8. März 2026 hat zwar das Schlimmste verhindert, doch viele Medien stehen weiterhin unter anhaltendem wirtschaftlichem Druck.</p>
<h5><strong>Unsere detaillierten Analysen und Informationen</strong></h5>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/RSF_Communique-global_Website_DE_2026.pdf" target="_blank" rel="noopener">Globale Analyse der Pressefreiheit 2026</a></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/RSF_Communique-Suisse_Website_DE_2026.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Situation in der Schweiz</a></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/Karte-RSF-2026-DE.pdf" target="_blank" rel="noopener"><strong>Karte</strong></a></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/Tabelle_Rangliste-RSF-2026-DE.png" target="_blank" rel="noopener">Rangliste in Tabellenform</a></strong></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>China: Der Journalistin Zhang Zhan bleibt ein Anwalt verwehrt und sie wird unerbittlich unterdrückt</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/china-der-journalistin-zhang-zhan-bleibt-ein-anwalt-verwehrt-und-sie-wird-unerbittlich-unterdrueckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 12:18:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die jüngsten Massnahmen, die der Journalistin Zhang Zhan den Zugang zu einem Anwalt und zur Aussenwelt verwehren. Nach ihrer zweiten Verurteilung im September 2025 aufgrund erfundener Anschuldigungen wird ihr nun das Recht verweigert, sich von einem Anwalt ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das wiederum beeinträchtigt ihre Möglichkeiten, gegen das ungerechte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die jüngsten Massnahmen, die der Journalistin Zhang Zhan den Zugang zu einem Anwalt und zur Aussenwelt verwehren. Nach ihrer zweiten Verurteilung im September 2025 aufgrund erfundener Anschuldigungen wird ihr nun das Recht verweigert, sich von einem Anwalt ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das wiederum beeinträchtigt ihre Möglichkeiten, gegen das ungerechte Urteil Berufung einzulegen.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach Informationen von RSF wurde Zhang Zhan letzte Woche der Zugang zu einem Anwalt verweigert. Damit wird sie daran gehindert, mit Hilfe eines unabhängigen Rechtsbeistands gegen das ungerechte Urteil Berufung einzulegen. Bereits am 19. September 2025 wurde sie nach einem Prozess hinter verschlossenen Türen wegen der fingierten Anklage der «Anstiftung zu Streitigkeiten und Unruhen» zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde durch von RSF geprüfte Dokumente bestätigt. Zhang Zhan befindet sich in einem teilweisen Hungerstreik und benötigt dringend angemessene medizinische Versorgung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diplomaten aus mindestens sieben Ländern sowie fünf Aktivisten, die den Prozess verfolgen wollten, wurde darüber hinaus</span><a href="https://rsf.org/fr/nouvelle-peine-de-prison-pour-zhang-zhan-symbole-de-la-r%C3%A9pression-continue-de-la-libert%C3%A9-de-la" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">der Zutritt</span></a><span style="font-weight: 400;"> zum Gerichtssaal verwehrt; einige von ihnen wurden sogar kurzzeitig festgehalten. Anträge von Anwälten, die sie treffen wollten, wurden seit ihrer zweiten Verurteilung systematisch abgelehnt, und ihre Rechtsvertreter sind ständigen Schikanen seitens der Behörden ausgesetzt.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">«Wir sind empört über die Art und Weise, wie die chinesischen Behörden versuchen, Zhang Zhan, eine Symbolfigur der Pressefreiheit in China, einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Als wäre ihre willkürliche Verurteilung nicht schon genug, verweigern sie ihr nun auch das Recht, einen eigenen Anwalt zu wählen. Das schränkt ihre Möglichkeiten, Berufung einzulegen, weiter ein. Zhang Zhan sollte als mutige Journalistin anerkannt werden, die die Welt 2020 zu Beginn der COVID-19-Pandemia auf eine tödliche Gesundheitskrise aufmerksam gemacht hat. Sie sollte nicht inhaftiert sein, während ihr Leben in Gefahr ist. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf Peking zu verstärken, um die Verfolgung von Zhang Zhan zu beenden, ihre Sicherheit und ihren Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung zu gewährleisten und ihre sofortige Freilassung sicherzustellen.»</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b>Aleksandra Bielakowska</b><b><br />
</b><b>Leiterin der Abteilung für Advocacy, RSF Asien-Pazifik</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Zhang Zhan, die Preisträgerin des RSF-Preises für Pressefreiheit 2021, ist seit über einem Jahr</span><a href="https://rsf.org/fr/one-year-after-her-second-arrest-chinese-journalist-zhang-zhan-still-detained-without-trial" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">von der Aussenwelt abgeschnitten</span></a><span style="font-weight: 400;">, wobei ihr Haftort und ihre Lebensbedingungen geheim gehalten werden. Am Tag ihrer Verhandlung vor dem Volksgericht des Stadtteils Pudong in Shanghai wurde Diplomaten aus mindestens</span><a href="https://hongkongfp.com/2025/09/19/chinese-citizen-journalist-zhang-zhan-reportedly-on-trial-again/" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">sieben Ländern</span></a><span style="font-weight: 400;"> die Teilnahme daran verwehrt. Am 21. September verurteilten sowohl das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte der</span><a href="https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/09/china-second-sentencing-zhang-zhan-deeply-disturbing" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Vereinten Nationen</span></a><span style="font-weight: 400;"> als auch die</span><a href="https://x.com/ExtSpoxEU/status/1969752994372878357" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Europäische Kommission</span></a><span style="font-weight: 400;"> die Verurteilung von Zhang Zhan und forderten ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zhang wurde am 28. August 2024</span><a href="https://rsf.org/fr/freezhangzhan-rsf-est-constern%C3%A9-par-l-acharnement-du-r%C3%A9gime-contre-la-journaliste-ind%C3%A9pendante-de" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">in Untersuchungshaft genommen</span></a><span style="font-weight: 400;"> und in die Haftanstalt Pudong gebracht. Es handelt sich dabei bereits um ihre zweite Haftstrafe: Sie war schon im Mai 2020 festgenommen worden, weil sie während der COVID-19-Pandemie aus Wuhan berichtet und mehr als 100 Videos online veröffentlicht hatte.</span><a href="https://rsf.org/fr/une-journaliste-chinoise-condamn%C3%A9e-%C3%A0-quatre-ans-de-prison-pour-avoir-couvert-l%C3%A9pid%C3%A9mie-de-covid-19" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Im Dezember desselben Jahres zu vier Jahren Haft verurteilt</span></a><span style="font-weight: 400;">, wäre sie bei einem Hungerstreik, den sie aus Protest gegen die erlittenen Misshandlungen durchführte, beinahe gestorben. Im Mai 2024 wurde sie vorläufig frei gelassen. Während ihrer gesamten ersten Haftzeit</span><a href="https://rsf.org/fr/chine-rsf-appelle-%C3%A0-la-lib%C3%A9ration-imm%C3%A9diate-d-une-journaliste-emprisonn%C3%A9e-de-nouveau-hospitalis%C3%A9e" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">führte RSF eine Kampagne für ihre Freilassung</span></a><span style="font-weight: 400;"> und prangerte die Misshandlungen an, denen sie im Gefängnis ausgesetzt war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">China, das mit mindestens 120 derzeit inhaftierten Medienschaffende das weltweit grösste Gefängnis für Medienschaffende und Verfechter der Pressefreiheit darstellt, belegte 2025 in der </span><a href="https://rsf.org/fr/classement-mondial-de-la-libert%C3%A9-de-la-presse-2024-le-journalisme-sous-pressions-politiques" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Rangliste der Pressefreiheit von RSF</span></a><span style="font-weight: 400;"> Platz 178 von 180 Ländern und Gebieten.</span></p>
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		<title>Ein Krieg (fast) ohne Zeugen</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/ein-krieg-fast-ohne-zeugen-2/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 15:00:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit dem Angriff Israels und der USA Ende Februar herrscht im Iran ein offener Krieg, der die gesamte Region erfasst hat. Als Folge haben die Machthaber in zahlreichen Ländern die Restriktionen für die Presse akut verschärft. Aus dem Iran zu berichten, ist für iranische Medienschaffende mit grossem Risiko verbunden. Und für ausländische Journalistinnen und Journalisten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Seit dem Angriff Israels und der USA Ende Februar herrscht im Iran ein offener Krieg, der die gesamte Region erfasst hat. Als Folge haben die Machthaber in zahlreichen Ländern die Restriktionen für die Presse akut verschärft. Aus dem Iran zu berichten, ist für iranische Medienschaffende mit grossem Risiko verbunden. Und für ausländische Journalistinnen und Journalisten ist das – mit wenigen Ausnahmen – faktisch unmöglich geworden. Wird der Krieg im Iran somit zu einem Krieg ohne Zeugen?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Seit über 30 Tagen, seit Kriegsbeginn am 28. Februar, ist im Iran das Internet (erneut) flächendeckend und fast vollständig ausgeschaltet. Das Regime hat ein Internet-Blackout verordnet und kontrolliert damit den Informationsfluss und kann mehrheitlich darüber entscheiden, welche Informationen über das Geschehen aus dem Land dringen und welche nicht. Nur wer die Verlautbarungen des Regimes wiedergibt und damit seine Propaganda-Maschinerie weiter füttert, kann den Blackout zumindest teilweise umgehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das macht die Berichterstattung aus dem Iran herausfordernd und schwierig – vor allem angesichts der seit einem Monat andauernden Kriegshandlungen. Ein Journalist, der Anfang März anonym gegenüber RSF Auskunft gab, <a href="https://rsf-ch.ch/de/krieg-im-iran-eingeschraenkter-zugang-zu-informationen-medienschaffende-unter-bombenbeschuss/" target="_blank" rel="noopener">sagte</a>: «Journalistinnen und Journalisten arbeiten unter Bomben, und erhalten gleichzeitig Drohungen von den Behörden. Der politische Druck hat mit dem Kriegsbeginn nicht abgenommen. Im Gegenteil, er wurde seit der Verkündung von Ali Chameneis Tod nur noch grösser.»</p>
<h5><strong>Pressefreiheit im Iran seit Jahren stark unterdrückt</strong></h5>
<p style="font-weight: 400;">Dabei war die Situation der Pressefreiheit im Iran bereits vor dem aktuellen Krieg prekär; seit Jahren rangiert das Land auf den <a href="https://rsf.org/en/country/iran" target="_blank" rel="noopener">hintersten Plätzen in der von RSF herausgegebenen Rangliste der Pressefreiheit</a>. 2025 belegte der Iran Rang 176 von 180. Die Medienlandschaft wurde und wird mehrheitlich von den Ajatollahs kontrolliert, unabhängige Journalistinnen und Journalisten werden seit Jahren überwacht, verfolgt oder inhaftiert. Mindestens 18 Medienschaffende befinden sich aktuell in iranischen Gefängnissen; allein elf wurden in den vergangenen zehn Monaten inhaftiert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Kommt hinzu, dass es auch für ausländische Medienschaffende in vielen Fällen so gut wie unmöglich geworden ist, in den Iran einzureisen, geschweige denn von vor Ort zu berichten. Schon im Kontext der grossen Proteste im Januar, die das Regime blutig und rücksichtslos niederschlug, gelang es entsprechend nur wenigen westlichen Medienschaffenden, ins Land einzureisen. Eine davon war die Korrespondentin des deutschen TV-Senders ZDF, Phoebe Gaa, die seit Jahren von Istanbul aus über den Nahen Osten berichtet. Gaa gelang es im Januar, in den Iran einzureisen, weil das ZDF eine Dauergenehmigung des Regimes gehabt habe, um aus dem Land berichten und arbeiten zu können, wie sie später sagte.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mit dem offenen Krieg, der seit einem Monat die gesamte Region erfasst, wurde die Arbeit für (ausländische) Journalistinnen und Journalisten im Iran noch einmal schwieriger. In einem <a href="https://www.zdfheute.de/video/heute-journal/iran-motschtaba-oelhandel-100.html" target="_blank" rel="noopener">TV-Beitrag</a> Mitte Monat sagte Phoebe Gaa nicht umsonst: «Viele Gespräche im Iran finden nur noch im Verborgenen statt.»</p>
<h5><strong>Kaum ausländische Medienschaffende im Land </strong></h5>
<p style="font-weight: 400;">So ist es umso erstaunlicher, dass etwa Frederik Pleitgen, der «Senior International Correspondent» von CNN, Anfang März in den Iran einreisen und von dort eine Woche lang berichten konnte. Damit war in dieser Zeitperiode wohl der einzige westliche Journalist, der aus dem Land für ein globales Publikum auf Sendung gehen konnte. Dank jahrelanger Kontakte und der Ressourcen von CNN sei dies möglich gewesen, sagte Pleitgen nach seiner Reise in den Iran. Doch zu welchem Preis?</p>
<p style="font-weight: 400;">Gemäss eigenen Angaben wurde Pleitgen zwar nicht vom Regime überwacht oder begleitet, allerdings wurde sein Visum vom Kulturministerium in Teheran ausgestellt, und er habe der Regierung jeweils vorab mitteilen müssen, wohin er und seine Kamerafrau Claudia Otto sich begeben würden, <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/mar/14/cnn-frederik-pleitgen-journalist-iran" target="_blank" rel="noopener">um über die Situation zu berichten</a>. Das rief Kritiker auf den Plan, die Pleitgen und damit stellvertretend CNN pro-iranische Propaganda vorwarfen. Er selbst sagte dazu gegenüber dem Guardian: «Selbst wenn es Einschränkungen gibt, ist es besser, vor Ort zu sein als nicht vor Ort zu sein.»</p>
<p style="font-weight: 400;">Entsprechend hat CNN seine Abhängigkeit von der Gunst des Regimes auch stets transparent gemacht – und international namhafte Medien (etwa die <a href="https://www.bbc.com/audio/play/w3ct7ytj" target="_blank" rel="noopener">BBC</a>, <a href="https://www.lemonde.fr/economie/article/2026/03/29/comment-les-medias-couvrent-la-guerre-au-moyen-orient-malgre-les-pressions-sur-les-journalistes-et-l-essor-des-images-generees-par-ia_6675251_3234.html" target="_blank" rel="noopener">Le Monde</a>, oder <a href="https://www.npr.org/2026/03/13/nx-s1-5745892/cnn-correspondent-shares-his-takeaways-from-his-recent-visit-to-iran" target="_blank" rel="noopener">NPR</a>) bezogen sich auf Pleitgens Berichterstattung, da sie selbst nur wenige Möglichkeiten hatten, von vor Ort zu berichten oder oder konkrete Eindrücke von vor Ort einzufangen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Angesichts des Rückschritts der Pressefreiheit in der Region sowie der verschärften Restriktionen im Iran und den weiteren Ländern im Nahen Osten seit Kriegsbeginn sind Bemühungen wie diejenigen von Phoebe Gaa im Januar und von Frederik Pleitgen im März – selbst, wenn sie imperfekt sind – wichtig für die Informationsvermittlung aus dem Nahen Osten in unsere Wohnzimmer. Denn je weniger Berichte wir aus dem Iran haben, desto mehr wird der Krieg vor Ort zu einem ganz ohne Zeugen.</p>
<h6><strong>Valentin Rubin, Policy &amp; Advocacy Manger RSF Schweiz</strong></h6>
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		<title>Der neue «Propaganda Monitor» von RSF untersucht Chinas Strategie zur Neugestaltung der globalen Medienordnung</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/der-neue-propaganda-monitor-von-rsf-untersucht-chinas-strategie-zur-neugestaltung-der-globalen-medienordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 09:01:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Die zweite Ausgabe des «Propaganda Monitors» von RSF widmet sich Chinas Bemühungen, die globale Informationsordnung neu zu gestalten. Anhand von Recherchen und Analysen zielt dieses investigative Multimedia-Projekt darauf ab, die Mechanismen der chinesischen Propaganda zu entschlüsseln. Damit soll der Öffentlichkeit geholfen werden, die globale Informationslandschaft besser zu verstehen und einzuschätzen. Die erste Ausgabe des «Propaganda [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die zweite Ausgabe des «Propaganda Monitors» von RSF widmet sich Chinas Bemühungen, die globale Informationsordnung neu zu gestalten. Anhand von Recherchen und Analysen zielt dieses investigative Multimedia-Projekt darauf ab, die Mechanismen der chinesischen Propaganda zu entschlüsseln. Damit soll der Öffentlichkeit geholfen werden, die globale Informationslandschaft besser zu verstehen und einzuschätzen. Die erste Ausgabe des «Propaganda Monitors» von 2024 widmete sich der russischen Propaganda.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">China ist seit Jahren das Land, in dem weltweit die meisten Journalistinnen und Journalisten inhaftiert sind. In der </span><a href="https://rsf.org/en/index" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">RSF-Rangliste der Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> belegt das Land aktuell Platz 178 von 180. Seit Xi Jinpings Machtantritt im Jahr 2012 hat das Regime in Peking seinen Einfluss weit über die Landesgrenzen hinaus ausgeweitet, ein «ideologisch korrektes» Vokabular durchgesetzt, Kritiker abgeschreckt und schwere Menschenrechtsverletzungen verschleiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anhand von Untersuchungen, die auf der </span><a href="https://rsf.org/en/propagandamonitor" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Website des «Propaganda Monitor»</span></a><span style="font-weight: 400;"> veröffentlicht werden, sowie durch bisher unveröffentlichte Beiträge internationaler Expertinnen und Experten von Thinktanks und Medien der Diaspora und im Exil deckt das Projekt die Strategien des chinesischen Regimes auf, mit denen es sein Modell der Informationskontrolle exportiert. Dabei handelt es sich um ein System, in dem der Journalismus der staatlichen Propaganda untergeordnet ist. Die Untersuchungen von RSF beleuchten dabei verschiedene Mechanismen und Hebel der Einflussnahme: Pekings massive Investitionen in die Modernisierung seiner internationalen Sendernetze, seine Beteiligungen an ausländischen Medien sowie seine spezifischen «Ausbildungsprogramme». Letztere zielen darauf ab, Medienschaffende aus Entwicklungsländern in China aufzunehmen, um sie dazu zu bewegen, offizielle Narrative des Regimes zu verbreiten.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">«Der Start der zweiten Ausgabe des Propaganda-Monitors ist Teil der Arbeit von RSF, die darauf abzielt, den Aufstieg einer neuen Informationsordnung zu dokumentieren und zu bekämpfen, die China unter Xi Jinping implementieren will. Unser Ziel ist es einerseits, die Methoden aufzudecken, mit denen das chinesische Regime seine Propaganda verbreitet. Andererseits wollen wir der Öffentlichkeit Zugang zu verlässlichen Informationen aus unabhängigen und vielfältigen Quellen ermöglichen. Durch unsere Recherchen, Interviews und Analysen beleuchtet der «Propaganda Monitor» die Kampagne Pekings, den unabhängigen Journalismus zu schwächen und ein autoritäres Modell durchzusetzen, das eine echte Bedrohung für Demokratien auf der ganzen Welt darstellt.»<br />
</span><b>Thibaut Bruttin<br />
</b><b>Generaldirektor von RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Anlässlich der Veröffentlichung dieser neuen Ausgabe des «Propaganda Monitor» veröffentlicht RSF mehrere neue Untersuchungen und Berichte. Etwa, wie die Medien in Grenada, Jamaika und Guyana in einem von chinesischer Propaganda übersättigten Umfeld zurechtkommen; oder eine Untersuchung über die Expansion des staatlichen chinesischen Mediennetzwerks CGTN; oder ein dritter Bericht über die Ausnutzung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Presse in Kleinstaaten wie den Salomonen im Pazifik durch Peking, um dort seine Narrative durchzusetzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits im Jahr 2019 veröffentlichte RSF den Bericht</span><a href="https://rsf.org/en/rsf-report-chinas-pursuit-new-world-media-order" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;"> «Chinas neue Weltordnung der Medien</span></a><span style="font-weight: 400;">». Dieser deckte die Taktiken auf, mit denen Peking seine repressive Vision des Journalismus exportiert. Zwei Jahre später beschrieb der Bericht</span><a href="https://rsf.org/en/unprecedented-rsf-investigation-great-leap-backwards-journalism-china" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;"> «Der grosse Rückschritt des Journalismus</span></a><span style="font-weight: 400;">» das Ausmass der Bemühungen des Regimes, Informationen und Medien sowohl in China als auch im Ausland zu kontrollieren.</span></p>
<p>Sämtliche Informationen sowie laufend neue Untersuchungen zu den propagandistischen Aktivitäten Chinas finden Sie auf der <a href="https://rsf.org/en/propaganda-monitor" target="_blank" rel="noopener">Website vom internationalen Sekretariat von RSF</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Angriffe auf die Presse in den USA: neuer Raum in der Uncensored Library auf Minecraft</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/angriffe-auf-die-presse-in-den-usa-neuer-raum-in-der-uncensored-library-auf-minecraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 06:55:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März eröffnet Reporter ohne Grenzen (RSF) einen neuen Raum in der Uncensored Library, der den wachsenden Druck auf die Presse- und Informationsfreiheit in den Vereinigten Staaten in den Blick nimmt. Die Uncensored Library ist eine virtuelle Bibliothek innerhalb von Minecraft, dem meistverkauften Videospiel aller Zeiten. Die Bibliothek, die über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März eröffnet Reporter ohne Grenzen (RSF) einen neuen Raum in der <a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYSEMY/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener">Uncensored Library</a>, der den wachsenden Druck auf die Presse- und Informationsfreiheit in den Vereinigten Staaten in den Blick nimmt. Die Uncensored Library ist eine virtuelle Bibliothek innerhalb von Minecraft, dem meistverkauften Videospiel aller Zeiten. Die Bibliothek, die über Minecraft zugänglich ist, dient als Schlupfloch, um zensierte Artikel von Journalist*innen in deren Heimatländern zu verbreiten.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der neue USA-Raum rückt die subtileren, weniger direkten Methoden in den Fokus, mit denen pressefeindliche Regierungen auch in etablierten Demokratien die Presse- und Informationsfreiheit angreifen: Zwar gibt es in den USA keine systematische staatliche Zensur, doch geht die Regierung unter Donald Trump </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXLA/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">seit ihrem Amtsantritt im Januar 2025 gezielt gegen unabhängige Medien und kritische Berichterstattung vor</span></a><span style="font-weight: 400;">. Journalist*innen wurden </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXLI/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">festgenommen</span></a><span style="font-weight: 400;"> und ihre Wohnungen </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXLQ/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">durchsucht</span></a><span style="font-weight: 400;">. Der erschwerte Zugang zu öffentlichen Informationen, das Löschen von Regierungswebseiten, der selektive </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXLY/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/"><span style="font-weight: 400;">Ausschluss von Medien</span></a><span style="font-weight: 400;"> von Pressekonferenzen sowie ein zunehmend feindseliges Klima gegenüber Journalist*innen untergraben Transparenz und begünstigen Selbstzensur.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> „Das Ziel der Uncensored Library war schon immer, journalistische Recherchen und Artikel zugänglich zu machen, die von repressiven Staaten unterdrückt werden,“ sagt Clayton Weimers, Direktor des RSF-Büros in Washington. „Oftmals erfolgt die Unterdrückung jedoch in einer weniger offensichtlichen Form als direkte Zensur. Mit dem neuen USA-Raum möchten wir die Menschen daran erinnern, dass nicht nur autoritäre Regime die Pressefreiheit verletzen. Auch Demokratien müssen sich gegen solche Angriffe wehren.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der USA-Raum dokumentiert unter anderem von US-Behörden entfernte Regierungsseiten, bietet journalistische Einordnungen zur Lage der Pressefreiheit und beleuchtet strukturelle Entwicklungen, etwa rund um die Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC), die Medienunternehmen zunehmend unter Druck setzt, sowie gerichtliche Schritte von Präsident Donald Trump gegen Medienhäuser. Die Spieler*innen können in dem Raum außerdem einen politischen Cartoon der Pulitzer-Preisträgerin Ann Telnaes sehen, </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXMA/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">den die </span><i><span style="font-weight: 400;">Washington Post </span></i><span style="font-weight: 400;">nicht abdrucken wollte</span></a><span style="font-weight: 400;"> – ein Vorgang, der eine Debatte über die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitung auslöste. Der Cartoon zeigt unter anderem Washington-Post-Eigentümer Jeff Bezos, der vor Donald Trump niederkniet.</span></p>
<h4><b>Neue Artikel in den Räumen zu Ägypten, Belarus, Russland und Iran</b></h4>
<p><span style="font-weight: 400;">Bislang umfasste die Uncensored Library Artikel aus Ägypten, Belarus, Brasilien, Eritrea, Iran, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam. Während unabhängige Nachrichtenportale und Onlinezeitungen in vielen autokratischen Staaten gesperrt sind, ist Minecraft fast überall frei zugänglich. Um die zensierten Artikel lesen zu können, benötigen Nutzer*innen lediglich einen Internetzugang zu dem Computerspiel. Die Texte gibt es auf Englisch und in den Muttersprachen der Autor*innen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben dem USA-Raum gibt es ab jetzt noch weitere neue Inhalte in der Uncensored Library, nämlich in den Räumen zu Ägypten, Belarus, Russland und Iran. Letzterer wurde um einen Text der Journalistin </span><b>Elahe Mohammadi</b><span style="font-weight: 400;"> ergänzt, die eine der bekanntesten Stimmen im iranischen Journalismus ist. Sie war die Einzige, die über die Beerdigung von Jina Mahsa Amini berichtete, der jungen Kurdin, die im September 2022 in den Händen der iranischen Sittenpolizei ums Leben kam. Für ihre Berichterstattung wurde Mohammadi </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGCBJFA/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">vom Regime inhaftiert</span></a><span style="font-weight: 400;">. Die Besucher*innen der Uncensored Library können einen Text von ihr lesen, in dem sie die Bedingungen ihrer Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis beschreibt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Ägypten-Raum finden die Besucher*innen zwei neue Texte von </span><i><span style="font-weight: 400;">MadaMasr</span></i><span style="font-weight: 400;">. Seit 2013 berichtet das Nachrichtenportal über Korruption und Sicherheitsfragen – ohne sich von der Repression der Sisi-Diktatur einschüchtern zu lassen. Seit Mai 2017 ist die Website von </span><i><span style="font-weight: 400;">MadaMasr </span></i><span style="font-weight: 400;">im Land gesperrt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Russland-Raum wurde um mehr als 20 Artikel verschiedener Exilmedien erweitert. Diese Vielfalt zeigt: Trotz umfassender Internet- und Informationszensur durch die russischen Behörden existiert unabhängiger russischer Journalismus weiter – jedoch im Exil. Die Texte wurden mit der Unterstützung des Russian Independent Media Archive ausgewählt, das </span><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYXXMQ/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Veröffentlichungen von rund 150 unabhängigen russischen Medien aus mehr als 25 Jahren bündelt</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Belarus-Raum wurden sechs neue Artikel exilierter Journalist*innen hinzugefügt, darunter mehrere Investigativrecherchen über Korruption und zur Umgehung von EU-Sanktionen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf massiver politischer Repression im Land: Nutzer*innen können ein ausführliches Interview von </span><b>Maryna Solatawa</b><span style="font-weight: 400;"> mit Maryja Kalesnikawa lesen, eine der führenden politischen Figuren der Opposition während der Massenproteste im Jahr 2020. Das Lesen oder Verbreiten dieser Artikel kann in Belarus strafrechtlich verfolgt werden und zu langjährigen Haftstrafen führen.</span><b> </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Drei Monate hat ein Team aus 24 Expert*innen der auf Minecraft spezialisierten Firma Blockworks an der virtuellen Bibliothek gebaut. In der Eingangshalle können sich die Besucher*innen über die Situation der Pressefreiheit in 180 Ländern informieren. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2020 wurde die Bibliothek über eine Million Mal besucht und ihre Bücher zehn Millionen Mal gelesen.</span></p>
<p><b>Mehr zur Uncensored Library erfahren Sie hier: </b><a href="https://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c2/AGYSEMY/61415-8599799/26e303d8cca1-91720665a88b-dd835881e7b4-cb432430582d-878070ed6864-4e5f5f1ef65d-1d4197684800-4e825f82d4a6-dc17adc99157-bd66dee86eab-0f1aa432/" target="_blank" rel="noopener"><b>https://uncensoredlibrary.com/de</b></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
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		<title>Frankreich: RSF und Gewerkschaften wenden sich wegen Medienkonzentration an den Staatsrat</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/frankreich-rsf-und-gewerkschaften-wenden-sich-wegen-medienkonzentration-an-den-staatsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 08:23:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Kauf des Wirtschafts- und Finanzmagazins Challenges durch den Luxuskonzern LVMH, der bereits mehrere Pressetitel besitzt, ist das jüngste Beispiel für die Medienkonzentration in Frankreich. Da diese Tendenz anhält und sich sogar noch verstärkt, wenden sich Reporter ohne Grenzen (RSF), die Gewerkschaften Syndicat national des journalistes (SNJ) und SNJ-CGT an den französischen Staatsrat.  Dieser soll [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Der Kauf des Wirtschafts- und Finanzmagazins </b><b><i>Challenges</i></b><b> durch den Luxuskonzern LVMH, der bereits mehrere Pressetitel besitzt, ist das jüngste Beispiel für die Medienkonzentration in Frankreich. Da diese Tendenz anhält und sich sogar noch verstärkt, wenden sich Reporter ohne Grenzen (RSF), die Gewerkschaften Syndicat national des journalistes (SNJ) und SNJ-CGT an den französischen Staatsrat.  Dieser soll nun über  Sofortmassnahmen entscheiden, um irreparable Schäden für den Informationspluralismus und die redaktionelle Unabhängigkeit in Frankreich im Sinne der europäischen Gesetzgebung zu verhindern. Im Vorfeld einer wichtigen Anhörung vor dem Verwaltungsgericht am 12. März fordert RSF die Regierung zudem auf, in dieser Angelegenheit dringend ihre Verantwortung wahrzunehmen.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frankreich wird</span><a href="https://cmpf.eui.eu/mpm-interactive-results/" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">innerhalb der Europäischen Union</span></a><span style="font-weight: 400;"> regelmässig wegen der Konzentration seiner Medien und dem Mangel an ausreichenden Garantien für die Unabhängigkeit der Redaktionen und den Informationspluralismus. </span><span style="font-weight: 400;">Während in der Romandie täglich französische Medien gelesen und gehört werden, bereitet RSF Schweiz die Medienkonzentration in unserem Nachbarland grosse Sorge.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt jedoch zahlreiche parlamentarische oder akademische Initiativen zur Reform des geltenden Rahmens. Dieser Rahmen wurde durch das Gesetz Léotard von 1986 definiert,  seine Kriterien sind mittlerweile aber überholt. Das jüngste Beispiel: Der</span><a href="https://rsf.org/fr/concentration-des-m%C3%A9dias-en-france-la-proposition-de-loi-taill%C3%A9-polian-pose-des-garanties" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Gesetzesentwurf</span></a><span style="font-weight: 400;"> der grünen Abgeordneten Sophie Taillé-Polian, dessen erster Artikel am 12. Februar eine Mehrheit in der Assemblée Nationale</span><span style="font-weight: 400;"> (dem Äquivalent zum Nationalrat)</span><span style="font-weight: 400;"> fand und der darauf abzielt, den Informationspluralismus zu bewahren, indem die Konzentration der Medien in den Händen einiger weniger Eigentümer begrenzt wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nun bietet der <strong>European Media Freedom Act</strong> (EMFA), der  in Frankreich seit dem 8. August 2025 vollständig in Kraft ist, in Artikel 22 einen Teil der Lösung: Konzentrationsvorgänge – Medienübernahmen, Beteiligungserwerbe oder Fusionen – sollen einer strengen und unabhängigen Bewertung unterzogen werden, um die Risiken für den Medienpluralismus und die redaktionelle Unabhängigkeit der Redaktionen zu begrenzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der französische Staat hat jedoch nicht die Massnahmen ergriffen, zu denen er nach europäischem Recht verpflichtet ist: die Benennung der Behörde, die diese Kontrollen durchführen soll, und die Festlegung ihrer Verfahrensmodalitäten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>RSF</strong>, <strong>SNJ</strong> und <strong>SNJ-CGT</strong></span><a href="https://rsf.org/fr/rachat-de-challenges-par-lvmh-double-offensive-de-rsf-et-des-syndicats-pour-faire-respecter-le" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">haben daher</span></a><span style="font-weight: 400;"> die Verwaltungsgerichtsbarkeit angerufen, um die Untätigkeit des Staates anzuprangern, ihn zu zwingen, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen und irreparable Schäden aufgrund dieser Unterlassung zu verhindern. Dies wird am 12. März vor dem Staatsrat verhandelt. Der Kauf des Wirtschafts- und Finanzmagazins </span><i><span style="font-weight: 400;">Challenges </span></i><span style="font-weight: 400;">durch den Luxuskonzern LVMH wurde nicht geprüft, obwohl er im Dezember 2025, also mehrere Monate nach Inkrafttreten des EMFA, stattfand. Die Folgen dieser fehlenden Kontrolle für den externen Pluralismus und die Unabhängigkeit der Redaktion</span><a href="https://www.linkedin.com/posts/la-soci%C3%A9t%C3%A9-des-journalistes-sdj-de-challenges-7537b9395_suite-%C3%A0-une-assembl%C3%A9e-g%C3%A9n%C3%A9rale-qui-sest-share-7427022862558887937-xzKd?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAAC7hMxsBm46RaeiOro1q-8MXSn7ySb2u92w" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">sind  bereits spürbar</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Was RSF fordert, ist nicht mehr und nicht weniger als die Schaffung der Voraussetzungen für die Anwendung der europäischen Verordnung, die bereits in Kraft ist. Wir stellen einerseits fest, dass die Einführung eines wirksamen Mechanismus angesichts der Umgestaltung der Medienlandschaft dringend ist. Die Übernahme von </span></i><span style="font-weight: 400;">Challenges</span><i><span style="font-weight: 400;"> ist deren jüngster Ausdruck. Gleichzeitig werden die Versprechen eines Gesetzes, das aus den «États généraux de l&#8217;information» (</span></i><i><span style="font-weight: 400;">Generalstände der Information)</span></i><i><span style="font-weight: 400;"> hervorgegangen ist, nicht eingehalten. Und dies, obwohl der von Sophie Taillé-Polian im letzten Monat eingebrachte Gesetzentwurf gezeigt hat, dass sich eine Mehrheit für einen solchen Text finden  liesse. Das Versagen des Staates darf uns nicht entmutigen: Der Staatsrat hat die Macht, irreparable Schäden zu verhindern, die durch die Nichtanwendung von Artikel 22 des EMFA entstehen. RSF fordert das höchste Verwaltungsgericht Frankreichs auf, das Grundrecht der Bürger auf pluralistische Informationen sowie die Unabhängigkeit der Redaktionen und die Rechtssicherheit für die Eigentümer von Medien, die an diesen Konzentrationsvorgängen beteiligt sind, zu gewährleisten.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Thibaut Bruttin</b><b><br />
</b><b>Generaldirektor von RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Gleichzeitig haben die Gewerkschaften <strong>SNJ</strong>, <strong>SNJ-CGT</strong> und <strong>SNME-CFDT</strong></span><a href="https://rsf.org/fr/rachat-de-challenges-par-lvmh-double-offensive-de-rsf-et-des-syndicats-pour-faire-respecter-le" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">die Wettbewerbsbehörde</span></a><span style="font-weight: 400;"> eingeschaltet, da sie der Ansicht sind, dass LVMH mit der Übernahme von </span><i><span style="font-weight: 400;">Challenges</span></i><span style="font-weight: 400;"> seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.</span></p>
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		<title>Getötete Medienschaffende in der Ukraine: RSF reicht beim ICC eine Klage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/getoetete-medienschaffende-in-der-ukraine-rsf-reicht-beim-icc-eine-klage-wegen-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 16:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
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		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Getötete Medienschaffende, deportierte und in Russland inhaftierte ukrainische Reporter, bombardierte Infrastrukturen: Seit dem 24. Februar 2022 wurden mehr als 175 Medienschaffende Opfer von Übergriffen, die russischen Streitkräften zugeschrieben werden. Angesichts dieser wiederholten Angriffe reicht Reporter ohne Grenzen (RSF) seine elfte Beschwerde gegen den Kreml beim ukrainischen Generalstaatsanwalt und beim Internationalen Strafgerichtshof ICC ein. Zum ersten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Getötete Medienschaffende, deportierte und in Russland inhaftierte ukrainische Reporter, bombardierte Infrastrukturen: Seit dem 24. Februar 2022 wurden mehr als 175 Medienschaffende Opfer von Übergriffen, die russischen Streitkräften zugeschrieben werden. Angesichts dieser wiederholten Angriffe reicht Reporter ohne Grenzen (RSF) seine elfte Beschwerde gegen den Kreml beim ukrainischen Generalstaatsanwalt und beim Internationalen Strafgerichtshof ICC ein. Zum ersten Mal stützt sich RSF dabei auf die Einstufung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere in Form von Verfolgung von Medienschaffenden in der Ukraine, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit ins Visier genommen wurden.</b></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/faire-taire-les-journalistes-en-bombardant-leurs-h%C3%B4tels-une-strat%C3%A9gie-russe-d%C3%A9lib%C3%A9r%C3%A9e-r%C3%A9v%C3%A9l%C3%A9e-par" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Wiederholte Bombardierung von Hotels, in denen Journalistinnen und Journalisten</span></a><span style="font-weight: 400;"> untergebracht waren, Reporter, </span><a href="https://rsf.org/fr/maks-levin-les-preuves-d-une-ex%C3%A9cution-l-enqu%C3%AAte-de-rsf-sur-le-meurtre-d-un-journaliste-ukrainien" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">die getötet wurden</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://rsf.org/fr/antoni-lallican-photojournaliste-fran%C3%A7ais-tu%C3%A9-en-ukraine-les-premi%C3%A8res-circonstances-de-l-attaque" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Drohnenangriffe</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://rsf.org/fr/ukraine-portraits-des-professionnels-des-m%C3%A9dias-arbitrairement-d%C3%A9tenus" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Verhaftungen, Deportationen und Inhaftierungen</span></a><span style="font-weight: 400;">: Seit dem Krieg im Donbass und der Annexion der Krim im Jahr 2014 und noch viel mehr seit dem 24. Februar 2022 und der gross angelegten russischen Invasion greift der Kreml gezielt Medienschaffende in der Ukraine an. Die von RSF dokumentierte Bilanz ist schwerwiegend: </span><a href="https://rsf.org/fr/175-journalistes-victimes-d-exactions-en-ukraine" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Mehr als 175 Reporterinnen und Reporter</span></a><span style="font-weight: 400;"> aus der Ukraine sowie aus anderen Ländern wurden seit Beginn der gross angelegten Invasion Opfer von An- und Übergriffen, die Russland zugeschrieben werden.</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«</span></i><i><span style="font-weight: 400;">Der Kreml nimmt Medienschaffende und Medieninfrastrukturen ins Visier, die über seinen Angriffskrieg berichten. Die Attacken sind weder vereinzelt noch zufällig. Ihr allgemeiner und systematischer Charakter offenbart eine staatliche Politik und stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, nämlich die Verfolgung von Medienschaffenden aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit. Die elfte Beschwerde von RSF beim ICC zeigt dies nun zum ersten Mal. Wir fordern den Internationalen Strafgerichtshof und den Generalstaatsanwalt der Ukraine auf, wie schon bei den vorherigen Beschwerden entschlossen zu reagieren – insbesondere angesichts der extremen Schwere der mutmasslichen Verbrechen.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Antoine Bernard</b><b><br />
</b><b>Direktor für Advocacy und Assistance bei RSF</b></p></blockquote>
<p><b>Journalist:innen im Visier des Kremls: durchschnittlich alle elf Tage ein Angriff</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit dem 24. Februar 2022 findet laut den von RSF gesammelten Daten durchschnittlich alle elf Tage ein russischer Angriff auf einen oder mehrere Medienschaffende statt. Dazu gehören insbesondere:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><a href="https://rsf.org/fr/175-journalistes-victimes-d-exactions-en-ukraine" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">16 ukrainische und internationale Medienschaffende</span></a><span style="font-weight: 400;">, diebei der Ausübung ihrer Tätigkeit getötet wurden oder Opfer von Schüssen oder </span><a href="https://rsf.org/fr/antoni-lallican-photojournaliste-fran%C3%A7ais-tu%C3%A9-en-ukraine-les-premi%C3%A8res-circonstances-de-l-attaque" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">gezielten Angriffen russischer Drohnen</span></a><span style="font-weight: 400;"> wurden;</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">53 Reporterinnen und Reporter wurden bei ihrer Berichterstattung verletzt;</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">mindestens 83 Journalistinnen und Journalisten, die unter russischen Beschuss gerieten, dabei aber körperlich unverletzt blieben;</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><a href="https://rsf.org/fr/ukraine-portraits-des-professionnels-des-m%C3%A9dias-arbitrairement-d%C3%A9tenus" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">26 ukrainische Journalistinnen und Journalisten</span></a><span style="font-weight: 400;">, die aktuell inhaftiert sind. </span><a href="https://rsf.org/fr/trois-ans-d-invasion-%C3%A0-grande-%C3%A9chelle-rsf-d%C3%A9pose-plainte-%C3%A0-la-cpi-contre-la-russie-pour-la" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Alle wurden aus ihrer Heimatregion</span></a><span style="font-weight: 400;"> nach Russland oder in andere besetzte Gebiete der Ukraine deportiert. Sie sind </span><a href="https://rsf.org/fr/la-machine-judiciaire-du-kremlin-tourne-%C3%A0-plein-r%C3%A9gime-contre-les-reporters-ukrainiens" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Misshandlungen und ungerechtfertigten Verurteilungen</span></a><span style="font-weight: 400;"> ausgesetzt. Die ukrainische Reporterin </span><b>Victoria Roshchyna</b> <a href="https://rsf.org/fr/d%C3%A9clar%C3%A9e-morte-par-la-russie-rsf-r%C3%A9v%C3%A8le-les-derniers-mois-de-captivit%C3%A9-de-victoria-roshchyna" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">starb gar nach Folter in russischer Haft</span></a><span style="font-weight: 400;">, Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt. Ihre Leiche wurde verstümmelt zurückgegeben, ohne dass der Kreml eine Erklärung abgab.</span></li>
</ul>
<h5><b>Systematische Angriffe auf die Medieninfrastruktur</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit 2022 hat RSF zudem mindestens 25 russische Angriffe auf Fernseh- und Funktürme registriert, davon acht in den ersten zehn Tagen nach der Invasion am 24. Februar 2022. Sie forderten Opfer: Der ukrainische Kameramann </span><b>Yevhenii Sakun</b><span style="font-weight: 400;"> war der erste Reporter, der nach dem 24. Februar 2022 bei der Bombardierung des Fernsehturms in Kiew getötet wurde. Die Angriffe auf diese Infrastrukturen zielen darauf ab, der Bevölkerung Informationen vorzuenthalten und die Desorientierung im Chaos des Krieges zu verstärken.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die russischen Streitkräfte nehmen auch Hotels ins Visier, in denen Journalistinnen und Journalisten im Norden, Osten und Süden der Ukraine untergebracht sind. Laut dem Bericht von RSF und der ukrainischen Organisation Truth Hounds «</span><a href="https://rsf.org/sites/default/files/medias/file/2025/05/Last%20Check-In%20The%20Russian%20Strikes%20on%20Ukrainian%20Hotels%20Silencing%20the%20Press%20TH%20RSF_.pdf" target="_blank" rel="noopener"><i><span style="font-weight: 400;">Last Check-In: The Russian strikes on Ukrainian hotels silencing the press</span></i></a><span style="font-weight: 400;">», wurden 24 Hotels, die bekanntermassen von Medienschaffenden genutzt werden, bei russischen Angriffen ins Visier genommen, meist nachts und in der Nähe der Front. 25 Medienschaffende waren diesen Bombardements ausgesetzt, wobei mindestens sieben verletzt und </span><a href="https://rsf.org/fr/deux-journalistes-de-reuters-bless%C3%A9s-et-un-collaborateur-tu%C3%A9-en-ukraine-rsf-d%C3%A9nonce-l-attaque-russe" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">einer getötet wurde.</span></a></p>
<h5><b>Von RSF eingeleitete Gerichtsverfahren</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit dem 24. Februar 2022 hat RSF bereits </span><a href="https://rsf.org/fr/trois-ans-d-invasion-%C3%A0-grande-%C3%A9chelle-rsf-d%C3%A9pose-plainte-%C3%A0-la-cpi-contre-la-russie-pour-la" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">zehn Klagen wegen Kriegsverbrechen</span></a><span style="font-weight: 400;"> Russlands beim ICC, neun vor ukrainischen Gerichten sowie zwei Klagen in Frankreich eingereicht. Damit haben wir dazu beigetragen, dass der Generalstaatsanwalt der Ukraine schrittweise Strafverfolgungen als Reaktion auf Kriegsverbrechen gegen Journalistinnen und Journalisten eingeführt hat, wobei seit dem 24. Februar 2022 127 Voruntersuchungen eingeleitet wurden.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Daten von RSF werden in Echtzeit dokumentiert und können aktualisiert werden. Wenn Sie RSF Informationen über Übergriffe auf Medienschaffende oder Medien im Zusammenhang mit der gross angelegten russischen Invasion übermitteln möchten, können Sie uns sicher unter </span></i><i><span style="font-weight: 400;">ua-investigation@rsfsecure.org</span></i><i><span style="font-weight: 400;"> schreiben.</span></i></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medienschaffende in Gaza: stark erschöpft und noch immer ständig in Gefahr</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/medienschaffende-in-gaza-stark-erschoepft-und-noch-immer-staendig-in-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 07:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz der bedingten Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten am 1. Februar leben Medienschaffende in der Enklave weiterhin unter der Bedrohung der Blockade, ohne Ressourcen, ohne Bewegungsfreiheit und ohne angemessene Infrastruktur. Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert die israelische Regierung auf, die Blockade unverzüglich aufzuheben. «Fast vier Monate nach dem Waffenstillstand sind die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Trotz der bedingten Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten am 1. Februar leben Medienschaffende in der Enklave weiterhin unter der Bedrohung der Blockade, ohne Ressourcen, ohne Bewegungsfreiheit und ohne angemessene Infrastruktur. Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert die israelische Regierung auf, die Blockade unverzüglich aufzuheben.</b></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Fast vier Monate nach dem Waffenstillstand sind die Medienschaffenden in Gaza am Ende ihrer Kräfte. Obwohl eine bedingte und begrenzte Öffnung angekündigt wurde, sind sie weiterhin von der Welt abgeschnitten, werden weiterhin bedroht, sind erschöpft und werden vergessen. Trotz ihrer begrenzten Mittel, trotz der zerstörten Infrastruktur, trotz allem berichten sie weiter über das Geschehen. Dabei brauchen sie Schutz und Unterstützung. Die israelischen Behörden müssen endgültig aufhören, Reporterinnen und Reporter ins Visier zu nehmen und sie daran zu hindern, das Gebiet zu verlassen und wichtige Hilfsgüter zu erhalten. Zudem müssen Sie der internationalen Presse Zugang gewähren, damit diese erschöpften Medienschaffenden, die zwei Jahre Krieg und extreme Not unter ständiger Bedrohung erlebt haben, Hilfe erhalten können.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Jonathan Dagher</b><b><br />
</b><b>Leiter des Nahost-Büros von RSF</b></p></blockquote>
<h5><b>Das Leben von Medienschaffenden in Gaza bedeutet, täglich mit folgenden Problemen konfrontiert zu sein:</b></h5>
<p><b>1- Erschöpfung</b><span style="font-weight: 400;">: Nach mehr als zwei Jahren Berichterstattung unter extremen Bedingungen sitzen die Journalistinnen und Journalisten westlich der sogenannten «gelben Linie» fest – einer Linie, die das Gebiet begrenzt, aus dem sich die israelische Armee seit dem Waffenstillstand zurückgezogen hat und die den Gazastreifen von Norden nach Süden in zwei Teile teilt. Ihre Kolleginnen und Kollegen aus der ausländischen Presse können aufgrund des</span><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A0-l-audience-devant-la-cour-supr%C3%AAme-isra%C3%A9lienne-rsf-d%C3%A9nonce-l-interdiction-persistante-d-acc%C3%A8s-des" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">erneut verhängten Verbots</span></a><span style="font-weight: 400;"> der israelischen Regierung nach wie vor nicht zu ihnen kommen und ihnen Unterstützung in der Berichterstattung anbieten.</span></p>
<p><b>2- Bedrohung</b><span style="font-weight: 400;">: Im Januar 2026 wurden erneut drei Journalisten von einer israelischen Drohne ins Visier genommen und getötet. Trotz eines offiziellen Waffenstillstands greift die israelische Armee weiterhin die Bevölkerung in der Nähe der «gelben Linie» an und führt gezielte Tétungen in Gebieten durch, die für Zivilisten und Journalistinnen bestimmt sind.</span></p>
<p><b>3- Die Zerstörung</b><span style="font-weight: 400;">: Da ihre Häuser zerstört wurden, leben Medienschaffende in Zelten oder in stark beschädigten Wohnungen. Es mangelt ihnen an Kameras, Stativen, Akkus, Telefonen, Ladegeräten und angemessener Sicherheitsausrüstung. Auch die Kommunikationsinfrastruktur ist stark beschädigt, und der Zugang zu Strom und Internet ist selten, langsam und teuer.</span></p>
<p><b>4- Prekäre Lage</b><span style="font-weight: 400;">: Viele freie Reporterinnen und Reporter arbeiten ohne festen Vertrag und mit immer weniger Aufträgen aus Gaza. Hinzu kommt eine galoppierende Inflation: Ein Liter Kraftstoff kostete 2023 sieben Schekel (fast zwei </span><span style="font-weight: 400;">Franken</span><span style="font-weight: 400;">), heute kostet er fast 75 Schekel (fast 20 </span><span style="font-weight: 400;">Franken</span><span style="font-weight: 400;">).</span></p>
<h5><b>«Von der Welt vergessen»</b></h5>
<p><a href="https://rsf.org/fr/annonce-du-cessez-le-feu-%C3%A0-gaza-les-autorit%C3%A9s-isra%C3%A9liennes-doivent-mettre-fin-au-blocus-m%C3%A9diatique" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Vor dem Waffenstillstand in Gaza</span></a><span style="font-weight: 400;"> berichtete </span><b>Nour Swirki</b><span style="font-weight: 400;"> sechs- bis siebenmal täglich live für den ägyptischen Fernsehsender </span><i><span style="font-weight: 400;">Al Sharq TV</span></i><span style="font-weight: 400;">. Fast vier Monate nach der offiziellen Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und der Hamas werden ihre Berichte nur noch ein- bis zweimal täglich ausgestrahlt. Die Journalistin, die</span><a href="https://rsf.org/fr/s%C3%A9lection-2025-du-prix-rsf-d%C3%A9cern%C3%A9-%C3%A0-l-occasion-du-festival-rsf-le-15-novembre-%C3%A0-paris" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">für den RSF-Courage-Preis 2025</span></a><span style="font-weight: 400;"> nominiert wurde, musste im April 2024 die unmögliche Entscheidung treffen, ihre beiden Kinder aus Gaza zu evakuieren und selbst vor Ort zu bleiben, um weiterhin über die Lage in dem Gebiet zu berichten. «2026 sind wir nicht mehr das Hauptthema», bedauert sie. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der nachlassende Druck, über die aktuellen Ereignisse zu berichten, gibt ihr zwar Zeit, sich zu erholen, doch die Leere ist schwer zu ertragen. «Wir haben endlich Zeit, zu trauern. Wir werden uns bewusst, was wir verloren haben. All unsere Kolleginnen und Kollegen, die ermordet wurden. Und gleichzeitig haben wir das Gefühl, dass die Welt uns vergessen hat.» Ihr Kollege </span><b>Anas Baba</b><span style="font-weight: 400;">, seit 2019 offizieller Korrespondent des amerikanischen Radiosenders </span><i><span style="font-weight: 400;">National Public Radio (NPR)</span></i><span style="font-weight: 400;">, bestätigt: «Die internationalen und regionalen Medien haben ihr Interesse an der Berichterstattung aus Gaza weitgehend verloren. Die unabhängigen Journalistinnen und Journalisten, die weiterhin über [die palästinensische Enklave] berichten, arbeiten ohne Verträge, ohne Stabilität und ohne Schutz.»</span></p>
<h5><b>Trotz Waffenstillstand bestehen die Gefahren weiter</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Und doch bestehen die Gefahren weiter. Am 21. Januar wurden drei Kollegen von Nour Swirki bei </span><i><span style="font-weight: 400;">Al Sharq TV</span></i><span style="font-weight: 400;">, </span><b>Mohammad Salah Qashta</b><span style="font-weight: 400;">, </span><b>Anas Ghneim</b><span style="font-weight: 400;"> und </span><b>Abdul Raouf Shaath</b><span style="font-weight: 400;"> – ebenfalls freiberufliche Mitarbeiter der </span><i><span style="font-weight: 400;">Agence France-Presse (AFP)</span></i><span style="font-weight: 400;"> – von einer israelischen Drohne angegriffen </span><span style="font-weight: 400;">und getötet</span><span style="font-weight: 400;">. Ihre Namen reihen sich ein in die blutige Bilanz von</span><a href="https://rsf.org/fr/plus-de-200-journalistes-tu%C3%A9s-%C3%A0-gaza-rsf-rejoint-l-appel-%C3%A0-suspendre-le-partenariat-commercial-ue" target="_blank" rel="noopener"> <i><span style="font-weight: 400;">mehr als 220 Journalistinnen und Journalisten</span></i></a><span style="font-weight: 400;">, die gemäss Angaben von RSF von der </span><span style="font-weight: 400;">israelischen </span><span style="font-weight: 400;">Armee in Gaza getötet wurden. Mindestens 68 von ihnen wurden dabei im Rahmen ihrer Arbeit angegriffen </span><span style="font-weight: 400;">und</span><span style="font-weight: 400;"> getötet. «Ihr Tod hat uns fassungslos gemacht», sagt Nour Swirki. «Wir sind alle Ziele, jederzeit gefährdet. Und kein Ort ist sicher.» Tatsächlich ist der Bewegungsradius der Zivilbevölkerung von Gaza, einschliesslich der Journalistinnen und Journalisten, seit dem Waffenstillstand auf den westlichen Teil der von der israelischen Armee festgelegten und rund um die Uhr überwachten «gelben Linie» beschränkt. Fast die Hälfte des Gebiets jenseits dieser Linie ist selbst für die lokale Presse völlig unzugänglich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Selbst Medienschaffende auf der «richtigen Seite» der Linie können laut Reportern ohne Vorwarnung ermordet werden, wenn sie von der Armee als verdächtig eingestuft werden. «Die Armee verfolgt und tötet weiterhin Journalisten in Gaza», sagt </span><b>Thaer al-Moustafa</b><span style="font-weight: 400;">, freier Journalist. «Wir brauchen Schutz.»</span></p>
<h5><b>Anhaltende Blockade, zerstörte Infrastruktur </b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Da Evakuierungen aus Gaza selten sind und die Hilfe begrenzt ist, bleiben die vor Ort anwesenden Reporterinnen und Reporter von der Welt abgeschnitten und verfügen weder über funktionsfähige Ausrüstung, noch über Schutzmaterial oder einen angemessenen Zugang zu Strom, Treibstoff und Internet. «Der Internetzugang ist nicht überall verfügbar und sehr teuer – manchmal zehnmal so teuer wie sonst. Genauso wie das Aufladen des Telefons, die Suche nach einem Auto oder der Kauf von Treibstoff», erklärt Nour Swirki. Die Journalistinnen und Journalisten aus Gaza haben bei den Bombardierungen auch ihre Häuser und Büros verloren. Einige konnten vorübergehend Wohnungen mieten, andere leben und arbeiten weiterhin in Zelten oder in der Nähe von Krankenhäusern. Angesichts dieser Notlage «ist die Berichterstattung eher zu einer Frage des Überlebens als zu einer einfachen journalistischen Aufgabe geworden», fasst Anas Baba zusammen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der anderen Seite der Grenze halten die israelischen Behörden trotz internationalen Drucks und einer kürzlichen Anhörung vor dem israelischen Obersten Gerichtshof,</span><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A0-l-audience-devant-la-cour-supr%C3%AAme-isra%C3%A9lienne-rsf-d%C3%A9nonce-l-interdiction-persistante-d-acc%C3%A8s-des" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">an der auch RSF teilgenommen hat</span></a><span style="font-weight: 400;">, an ihrem Einreiseverbot für ausländische Medienvertreter nach Gaza fest. «Wir brauchen die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen», erklärt Nour Swirki. «Nicht, weil wir der Aufgabe nicht gewachsen sind, sondern weil wir erschöpft sind und uns bestimmte Fähigkeiten, Werkzeuge und Fachkenntnisse im Bereich der Recherche fehlen, die sie uns vermitteln können.»</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>20 Jahre Gefängnis: Die Verurteilung von Jimmy Lai offenbart den Zusammenbruch der Pressefreiheit in Hongkong</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/20-jahre-gefaengnis-die-verurteilung-von-jimmy-lai-offenbart-den-zusammenbruch-der-pressefreiheit-in-hongkong/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 09:50:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die 20-jährige Haftstrafe aufs Schärfste, die gegen den Gründer der Tageszeitung Apple Daily, Jimmy Lai, verhängt wurde. Das Urteil wurde aufgrund falscher Anschuldigungen verhängt und kommt einem Todesurteil gleich. Jimmy Lai, eine weltweite Ikone im Kampf für die Pressefreiheit, ist bereits seit fünf Jahren unter prekären Bedingungen inhaftiert, sein Gesundheitszustand [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die 20-jährige Haftstrafe aufs Schärfste, die gegen den Gründer der Tageszeitung <i>Apple Daily</i>, Jimmy Lai, verhängt wurde. Das Urteil wurde aufgrund falscher Anschuldigungen verhängt und kommt einem Todesurteil gleich. Jimmy Lai, eine weltweite Ikone im Kampf für die Pressefreiheit, ist bereits seit fünf Jahren unter prekären Bedingungen inhaftiert, sein Gesundheitszustand hat sich in dieser Zeit rapide verschlechtert. RSF ruft nun das Vereinigte Königreich sowie die Regierungen weltweit dazu auf, sich für die sofortige und bedingungslose Freilassung von Jimmy Lai einzusetzen, damit er endlich nach Hause zu seiner Familie zurückkehren kann.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jimmy Lai wurde zusammen mit sechs ehemaligen Führungskräften von </span><i><span style="font-weight: 400;">Apple Daily</span></i><span style="font-weight: 400;"> vor Gericht gestellt. Der Geschäftsführer </span><b>Cheung Kim-hung</b><span style="font-weight: 400;"> wurde zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, der Chefredaktor </span><b>Ryan Law Wai-kwong</b><span style="font-weight: 400;"> zu zehn Jahren, der leitende Redaktor </span><b>Lam Man-chung</b><span style="font-weight: 400;"> zu zehn Jahren, der Mitherausgeber </span><b>Chan Pui-man</b><span style="font-weight: 400;"> zu sieben Jahren, der Redaktionsleiter der englischen Ausgabe </span><b>Fung Wai-kong</b><span style="font-weight: 400;"> zu zehn Jahren und der Redaktor für Leitartikel </span><b>Yeung Ching-kee </b><span style="font-weight: 400;">zu sieben Jahren und drei Monaten. Zwei weitere Mitangeklagte, der prodemokratische Aktivist </span><b>Chan Tsz-wah</b><span style="font-weight: 400;"> und der Aktivist </span><b>Andy Li</b><span style="font-weight: 400;">, wurden zu sechs Jahren und drei Monaten bzw. sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Andy Li soll dabei in einer Hochsicherheitspsychiatrie in Hongkong festgehalten werden.</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Heute wird der Pressefreiheit in Hongkong der Todesstoss versetzt. Wir sind empört über die harten Strafen gegen Jimmy Lai und die Führungskräfte von Apple Daily. Dieses Gerichtsurteil unterstreicht den völligen Zusammenbruch der Pressefreiheit in Hongkong und die tiefe Verachtung der Behörden für den unabhängigen Journalismus. Von der Verhaftung von Jimmy Lai über seinen Prozess bis hin zu seiner Verurteilung war dieses Gerichtsverfahren nichts als eine Farce. Demokratien wie das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten müssen aufhören, der Normalisierung der Beziehungen zu China Vorrang einzuräumen. Stattdessen müssen sie Druck auf das chinesische Regime und die Behörden in Hongkong ausüben, um die Freilassung von Jimmy Lai und allen anderen inhaftierten Medienschaffenden zu erreichen. Wir haben bereits erlebt, wie der Verfechter der Pressefreiheit Liu Xiaobo aufgrund unzureichenden internationalen Drucks im Gefängnis starb. Wir dürfen nicht zulassen, dass Jimmy Lai nun das gleiche Schicksal ereilt. Seine Verurteilung darf nicht zu einem Todesurteil werden.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Thibaut Bruttin</b><b><br />
</b><b>Generaldirektor von RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Jimmy Lai, Preisträger des</span><a href="https://rsf.org/fr/prix-rsf-2020-trois-laur%C3%A9ats-r%C3%A9compens%C3%A9s-et-un-prix-sp%C3%A9cial-remis-au-fondateur-du-journal-apple" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">RSF-Preises für Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> im Jahr 2020, befindet sich seit Dezember 2020 in Haft. Er unterliegt einer strengen Isolationshaft und darf täglich nur 50 Minuten in einem Metallkäfig «Sport treiben». Dies hat zu einer</span><a href="https://rsf.org/fr/hong-kong-rsf-alerte-sur-l-%C3%A9tat-de-sant%C3%A9-de-jimmy-lai-et-appelle-%C3%A0-une-mobilisation-internationale" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">starken Verschlechterung</span></a><span style="font-weight: 400;"> seines Gesundheitszustands geführt. Seine Familie berichtete zudem, dass seine Fingernägel abgefallen seien, seine Zähne verfault seien und er stark an Gewicht verloren habe.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">RSF führt seit dem Tag seiner Verhaftung eine unermüdliche Kampagne für die Freilassung von Jimmy Lai. Im Jahr 2023 reiste das RSF-Team nach Hongkong, um der Eröffnung des Prozesses gegen den Medienunternehmer beizuwohnen. Im Jahr 2024 wurde gar eine Vertreterin von RSF</span><a href="https://rsf.org/fr/hong-kong-une-repr%C3%A9sentante-de-rsf-d%C3%A9tenue-et-expuls%C3%A9e-pour-%C3%AAtre-venue-assister-au-proc%C3%A8s-pour" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">in Gewahrsam genommen</span></a><span style="font-weight: 400;"> und aus Hongkong ausgewiesen, als sie zu einer Anhörung im Rahmen seines Prozesses reiste. Im Januar 2026 schrieb RSF an den britischen Premierminister Keir Starmer und bat ihn, bei seinem Besuch in China auf die Freilassung von Jimmy Lai zu drängen. Und bereits im August 2025 schlugen</span><a href="https://rsf.org/fr/proc%C3%A8s-du-patron-de-presse-britanno-hongkongais-jimmy-lai-rsf-et-72-organisations-interpellent-le" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">RSF und eine Koalition von 72 NGOs</span></a><span style="font-weight: 400;"> Alarm wegen der Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Im Juni 2025 veröffentlichten RSF und eine Gruppe ehemaliger Medienschaffender der Zeitung </span><i><span style="font-weight: 400;">Apple Daily</span></i><span style="font-weight: 400;">, die heute alle im Exil leben,</span><a href="https://rsf.org/fr/quatre-ans-apr%C3%A8s-sa-fermeture-l-esprit-d-apple-daily-demeure-rsf-et-des-journalistes-hongkongais-en" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">eine Sonderausgabe</span></a><span style="font-weight: 400;"> dieser Zeitung, um diesem renommierten Medium Tribut zu zollen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit 2020 hat die Regierung von Hongkong mindestens 28 Medienschaffende strafrechtlich verfolgt, von denen acht derzeit inhaftiert sind. Hongkong belegt aktuell Platz 140 der</span><a href="https://rsf.org/classement" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Rangliste der Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> von RSF, nachdem es innerhalb von nur zwei Jahrzehnten vom 18. Platz abgestürzt ist. China belegt Platz 178 von 180 untersuchten Ländern und Gebieten.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ein Jahr Trump: Der US-Präsident ist auf bestem Weg, bald zu den schlimmsten Feinden der Pressefreiheit zu zählen</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/ein-jahr-trump-der-us-praesident-ist-auf-bestem-weg-bald-zu-den-schlimmsten-feinden-der-pressefreiheit-zu-zaehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 14:05:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach seiner Wiederwahl im Jahr 2024 hatte Donald Trump versprochen, «vom ersten Tag an» ein Diktator zu sein. In Bezug auf die Pressefreiheit hat er sein Versprechen gehalten und den Krieg gegen die Medien, den er bereits während seines ersten Präsidentschaftswahlkampfs begonnen hatte, fortgesetzt und verschärft, indem er den Zugang zu verlässlichen Informationen weltweit massiv [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Nach seiner Wiederwahl im Jahr 2024 hatte Donald Trump versprochen, «vom ersten Tag an» ein Diktator zu sein. In Bezug auf die Pressefreiheit hat er sein Versprechen gehalten und den Krieg gegen die Medien, den er bereits während seines ersten Präsidentschaftswahlkampfs begonnen hatte, fortgesetzt und verschärft, indem er den Zugang zu verlässlichen Informationen weltweit massiv beeinträchtigte. Reporter ohne Grenzen (RSF) erfasst weltweit die «Feinde der Pressefreiheit» und hat eine Chronologie der Angriffe von Trumps Regierung auf die Medien im vergangenen Jahr erstellt. Wir warnen vor der Gefahr, dass Donald Trump auf das Niveau autoritärer Regime absinkt.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die </span><a href="https://apnews.com/article/trump-hannity-dictator-authoritarian-presidential-election-f27e7e9d7c13fabbe3ae7dd7f1235c72" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Feindseligkeit</span></a><span style="font-weight: 400;"> von Präsident Trump gegenüber den Medien reicht weit vor seine Rückkehr ins Weisse Haus im Jahr 2025 zurück. Seit zehn Jahren bezeichnet er Journalistinnen und Journalisten sowie Medien, mit denen er nicht einverstanden ist, als «Feinde des Volkes» und «Fake News». Seine Angriffe sind Teil eines grösseren Kontextes der Verschlechterung des Images der Medien in der Öffentlichkeit: Laut dem Gallup-Institut geben nur</span><a href="https://news.gallup.com/poll/695762/trust-media-new-low.aspx" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">28 % der Amerikaner</span></a><span style="font-weight: 400;"> an, «grosses» oder «ausreichendes» Vertrauen in die Medien zu haben. In diesem ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump jedoch seine bisherige gewalttätige Rhetorik mit einer Reihe konkreter Massnahmen verbunden, die die Pressefreiheit in den USA, aber auch weltweit, schwer beeinträchtigt haben. In den letzten zwölf Monaten hat er Regierungsdaten zensiert, die amerikanischen öffentlichen Medien zerschlagen und unabhängige Bundesbehörden instrumentalisiert, um Medien zu bestrafen, die seine Handlungen kritisieren. Dazu hat viele weitere Massnahmen ergriffen: Er hat internationale Finanzhilfen für die Pressefreiheit eingestellt, Medien, die er als unliebsam erachtet, verklagt, oder massiven Druck ausgeübt, um seine Vertrauten an die Spitze anderer Redaktionen zu bringen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Massnahmen erinnern an die medienfeindlichen Massnahmen, die von skrupellosen Diktatoren ergriffen werden, welche in der letztjährigen Liste der</span> <a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9dition-2025-des-pr%C3%A9dateurs-de-la-libert%C3%A9-de-la-presse" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Feinde der Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> von RSF  in der Kategorie «Politik» aufgeführt sind: Etwa Präsident Daniel Ortega in Nicaragua oder der russische Präsident Wladimir Putin. RSF ist besorgt, dass die zunehmend autoritären Methoden von Donald Trump langfristig ein ebenso alarmierendes Ausmass erreichen könnten. Die Liste der Feinde der Pressefreiheit beleuchtet systematische Versuche, die freie Presse zum Schweigen zu bringen, indem sie Akteure, die einen unverhältnismässigen und schädlichen Einfluss auf die Pressefreiheit ausüben, in fünf Kategorien einteilt: Politik, Sicherheit, Recht, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC), Brendan Carr, steht bereits auf der Liste 2025 in der Kategorie «Recht», während der Tech-Magnat Elon Musk, ein Verbündeter von Donald Trump, in der Kategorie «Wirtschaft» aufgeführt ist.</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Donald Trumps einzelne Angriffe auf unsere Pressefreiheit können leicht im ununterbrochenen Nachrichtenfluss untergehen. Aber wenn man sie zusammenfasst, drängt sich eine Schlussfolgerung auf: Der Präsident der Vereinigten Staaten führt einen totalen Krieg gegen die Pressefreiheit und den Journalismus. Donald</span></i> <i><span style="font-weight: 400;">Trump ist ein Feind der Pressefreiheit. Jeder Artikel, jeder Journalist, jede Journalistin und jedes Medium, das ihm missfällt, wird zum Ziel – und das nicht nur durch leere Drohungen. Er und seine Regierung haben sich bemüht, unabhängige Medien zu bestrafen, zu untersuchen, zu schädigen, ihnen die Finanzierung zu entziehen und sie zu verunglimpfen. Donald</span></i> <i><span style="font-weight: 400;">Trumps Krieg gegen die Pressefreiheit hat dramatische Folgen für die amerikanische Demokratie und den Zugang zu verlässlichen Informationen weltweit. Er muss gestoppt werden.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Clayton Weimers</b><b><br />
</b><strong>Geschäftsführer des Nordamerika-Büros von RSF</strong></p></blockquote>
<h5><b>Die Chronologie von Donald Trumps Feldzug gegen die Pressefreiheit in den letzten 12 Monaten</b></h5>
<h6><b>Januar: Explosiver Start in Donald Trumps zweite Amtszeit</b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/fr/mark-zuckerberg-engage-meta-dans-une-fuite-en-avant-anti-journalistique" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">7. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Als frühes Beispiel für ein Unternehmen, das Donald Trumps Drohungen vorzeitig nachgibt, stellt Meta sein</span><i><span style="font-weight: 400;"> Fact-Checking-Programm</span></i><span style="font-weight: 400;"> ein. Der CEO Mark Zuckerberg und mehrere andere Führungskräfte von Big Tech nehmen kurz darauf an der Amtseinführung von Donald Trump teil.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-la-vision-de-donald-trump-sur-la-libert%C3%A9-dexpression-se-fait-au-d%C3%A9triment-de-la" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">20. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump unterzeichnet eine Verordnung zur «</span><i><span style="font-weight: 400;">Beendigung der Zensur durch die Bundesregierung»</span></i><span style="font-weight: 400;"> und hebt damit faktisch die staatliche Überwachung von Falschinformationen und Desinformation auf.</span></p>
<p><a href="https://www.theguardian.com/us-news/2025/jan/22/fcc-reinstates-complaints-abc-cbs-nbc" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">22. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Der Vorsitzende der FCC, Brendan Carr, nimmt zuvor abgelehnte Lizenzbeschwerden gegen drei grosse US-Sender – </span><i><span style="font-weight: 400;">ABC</span></i><span style="font-weight: 400;">, </span><i><span style="font-weight: 400;">CBS</span></i><span style="font-weight: 400;"> und </span><i><span style="font-weight: 400;">NBC</span></i><span style="font-weight: 400;"> – wegen ihrer Berichterstattung über die Wahl 2024 wieder auf, lehnt jedoch die Wiederaufnahme einer ähnlichen Beschwerde gegen den Donald Trump-freundlichen Sender </span><i><span style="font-weight: 400;">Fox News</span></i><span style="font-weight: 400;"> ab.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-le-gel-de-l-aide-internationale-am%C3%A9ricaine-par-donald-trump-plonge-le-journalisme" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">24. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump friert fast die gesamte Auslandshilfe ein, löst die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) auf und streicht mehr als 268 Millionen Dollar, die vom Kongress zur Unterstützung der Pressefreiheit weltweit bereitgestellt wurden. Unabhängige Medien auf der ganzen Welt geraten in Chaos.</span></p>
<p><a href="https://www.nytimes.com/2025/01/30/business/media/npr-pbs-fcc-investigation.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">29. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Brendan Carr leitet eine umfassende Untersuchung der öffentlich-rechtlichen Mediennetzwerke </span><i><span style="font-weight: 400;">PBS</span></i><span style="font-weight: 400;"> und </span><i><span style="font-weight: 400;">NPR</span></i><span style="font-weight: 400;"> ein und ergänzt damit die politischen Bemühungen, deren Bundesmittel zu kürzen.</span></p>
<h6><b>Februar: Sanktionen und Zensur</b></h6>
<p><a href="https://www.nytimes.com/2025/02/02/upshot/trump-government-websites-missing-pages.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">3. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung löscht Tausende von Seiten der US-Regierung, die Informationen zu Themen wie Impfstoffen und Klimawandel enthalten.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/un-mois-de-pr%C3%A9sidence-trump-la-libert%C3%A9-de-la-presse-en-%C3%A9tat-de-si%C3%A8ge" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">6. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump verhängt Sanktionen gegen Beamte des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) als Vergeltungsmassnahme für deren Ermittlungen zu Kriegsverbrechen der israelischen Streitkräfte in Gaza, darunter Angriffe auf Hunderte von Journalistinnen und Journalisten.</span></p>
<p><a href="https://www.latimes.com/entertainment-arts/business/story/2025-02-08/trump-amends-cbs-60-minutes-lawsuit-demands-20-billion" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">8. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump fordert von </span><i><span style="font-weight: 400;">CBS</span></i><span style="font-weight: 400;"> eine aussergerichtliche Einigung in Höhe von 20 Milliarden Dollar wegen der Bearbeitung eines Interviews mit seiner Kontrahentin im Wahlkampf 2025, der ehemaligen Vizepräsidentin Kamala Harris.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-demande-%C3%A0-la-maison-blanche-de-r%C3%A9tablir-lacc%C3%A8s-de-l-agence-de-presse-ap-et-de" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">11. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Weisse Haus verbietet Journalistinnen und Journalisten der </span><i><span style="font-weight: 400;">Associated Press</span></i><span style="font-weight: 400;"> (</span><i><span style="font-weight: 400;">AP</span></i><span style="font-weight: 400;">) die Berichterstattung über Ereignisse im Zusammenhang mit dem Präsidenten – dies als Vergeltungsmassnahme dafür, dass sie sich weigern, Donald Trumps bevorzugten Namen für den Golf von Mexiko zu übernehmen.</span></p>
<p><a href="https://www.poynter.org/reporting-editing/2025/public-records-requests-trump-administration-federal-government-foia/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">21. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung entlässt Mitarbeitende, die für die Bearbeitung von Anträgen auf Zugang zu Informationen (FOIA) zuständig sind, und erschwert damit Journalistinnen und Journalisten den Zugang zu wichtigen Daten.</span></p>
<p><a href="https://www.c-span.org/clip/white-house-event/the-white-house-press-pool-will-be-determined-by-the-white-house-press-team/5154835" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">25. Februar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Weisse Haus kündigt wesentliche Änderungen im Pressepool an und erklärt, dass es künftig selbst entscheiden wird, wer an Pressekonferenzen teilnehmen darf.</span></p>
<h6><b>März: Zerschlagung der öffentlichen Medien in den USA</b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-poursuit-ladministration-trump-pour-d%C3%A9fendre-voice-america" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">14. März</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump unterzeichnet ein Dekret zur Zerschlagung der US Agency for Global Media (USAGM), die die Vergabe von Finanzmitteln an mehrere öffentliche Medien in den USA überwacht: </span><i><span style="font-weight: 400;">Voice of America (VOA), Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL), Middle East Broadcast Networks (MBN), Radio and Television Marti und Radio Free Asia (RFA)</span></i><span style="font-weight: 400;">. RSF leitet umgehend rechtliche Schritte ein, um </span><i><span style="font-weight: 400;">VOA</span></i><span style="font-weight: 400;"> zu retten.</span></p>
<p><a href="https://www.cnn.com/2025/03/14/media/trump-media-speech/index.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">14. März</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump beschuldigt die Medien grundlos des «</span><i><span style="font-weight: 400;">illegalen Verhaltens»</span></i><span style="font-weight: 400;"> in einer Rede, die weithin als Aufforderung an das Justizministerium verstanden wird, gegen vermeintliche Feinde Donald Trumps in der Presse vorzugehen.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/la-d%C3%A9cision-de-l-administration-trump-de-placer-tout-le-personnel-de-voa-en-cong%C3%A9-administratif" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">15. März</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung versetzt alle Mitarbeiter von </span><i><span style="font-weight: 400;">Voice of America (VOA) </span></i><span style="font-weight: 400;">in den sogenannten Verwaltungsurlaub und stoppt damit fast die gesamte Informationsproduktion der betroffenen Sender.</span></p>
<h6><b>April: Weitere Kürzungen bei den öffentlichen Medien</b></h6>
<p><a href="https://www.npr.org/2025/04/13/g-s1-59497/trump-law-firms-pro-bono" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">13. April</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump beginnt, Anwaltskanzleien zu sanktionieren, die Pro-Bono-Aufträge übernehmen, die ihm missfallen. Darunter fällt auch die Verteidigung von Journalistinnen und Journalisten.</span></p>
<p><a href="https://www.npr.org/2025/04/15/nx-s1-5352827/npr-pbs-public-media-trump-rescission-funding" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">15. April</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung kündigt an, dass sie plant, die Finanzierung von </span><i><span style="font-weight: 400;">NPR</span></i><span style="font-weight: 400;"> und PBS zu kürzen.</span></p>
<p><a href="https://www.washingtonpost.com/national-security/2025/04/25/justice-leak-investigations-reporters-email-phone-records-bondi/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">25. April</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Justizministerium hebt eine Richtlinie auf, die die Einsichtnahme in die Telefonaufzeichnungen von Medienschaffenden untersagte.</span></p>
<h6><b>Mai: Eingeschränkter Zugang zum Pentagon</b></h6>
<p><a href="https://apnews.com/article/white-house-wire-reporters-trump-administration-press-cc81e76d7d8b7a54848cc9f1117cb02a">13. <span style="font-weight: 400;">Mai</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Allen Medienschaffenden von Nachrichtenagenturen wird während Donald Trumps Reise in den Nahen Osten der Zugang zur Air Force One untersagt.</span></p>
<p>15. <a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-condamne-les-licenciements-massifs-%C3%A0-voice-america-qui-menacent-les-journalistes-d"><span style="font-weight: 400;">Mai</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Mehr als 500 Mitarbeitende von </span><i><span style="font-weight: 400;">VOA</span></i><span style="font-weight: 400;"> erhalten Kündigungen, trotz einer einstweiligen Verfügung, die RSF und die Mitkläger, darunter Journalistinnen und Journalisten von </span><i><span style="font-weight: 400;">VOA</span></i><span style="font-weight: 400;"> und ihre Gewerkschaften, erwirkt hatten.</span></p>
<p>24. <a href="https://www.npr.org/2025/05/24/nx-s1-5410513/defense-sec-hegseth-press-access-pentagon"><span style="font-weight: 400;">Mai</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Verteidigungsminister Pete Hegseth schränkt den Zugang akkreditierter Journalistinnen und Journalisten zum Pentagon ein und behindert damit wichtige Berichterstattungen über den Sitz des Verteidigungsministeriums.</span></p>
<h6><b>Juni: Polizeigewalt gegen Journalisten</b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-d%C3%A9nonce-les-licenciements-ill%C3%A9gaux-de-l-usagm-par-l-administration-trump" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">3. Juni</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die leitende Beraterin der USAGM, Kari Lake, legt einen Plan vor, der den Abbau von mehr als 900 Stellen innerhalb der Behörde vorsieht.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-condamne-la-vague-de-violences-contre-les-journalistes-couvrant-les-manifestations-%C3%A0" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">8. Juni</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump entsendet die Nationalgarde nach Los Angeles, nachdem es zu Protesten gegen Razzien im Zusammenhang mit Einwanderung gekommen war.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-100-jours-de-d%C3%A9tention-pour-le-journaliste-mario-guevara" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">14. Juni</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Der Journalist Mario Guevara wird festgenommen, als er über Einwanderungsrazzien in Atlanta, Georgia, berichtet. Obwohl die Anklage gegen ihn fallen gelassen und seine Freilassung angeordnet wird, überstellt ihn die örtliche Polizei an die Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE), die trotz seines legalen Arbeitsstatus ein Ausweisungsverfahren gegen ihn einleitet.</span></p>
<h6><b>Juli: Kritiker von Donald Trump aus dem Fernsehen verbannt</b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-d%C3%A9nonce-la-reprise-des-violences-polici%C3%A8res-contre-les-journalistes-%C3%A0-los-angeles"><span style="font-weight: 400;">11. Juli</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Ein Richter erlässt eine einstweilige Verfügung gegen die Polizei von Los Angeles (LAPD) wegen übermässiger Gewaltanwendung. Seit dem 6. Juni wurden mindestens 70 Angriffe auf Medienschaffende gemeldet.</span></p>
<p><a href="https://www.pbs.org/newshour/nation/stephen-colberts-late-show-canceled-by-cbs-ends-may-2026"><span style="font-weight: 400;">18. Juli</span></a><span style="font-weight: 400;"> – «The Late Show with Stephen Colbert» wird nicht verlängert, nachdem der Moderator die Vereinbarung zwischen der Muttergesellschaft von </span><i><span style="font-weight: 400;">CBS</span></i><span style="font-weight: 400;">, Paramount, und Präsident Trump kritisiert hatte, was einen Schatten auf die politische Unabhängigkeit des Senders wirft.</span></p>
<p><a href="https://www.reuters.com/world/us/trump-sues-wall-street-journal-over-epstein-report-seeks-10-billion-2025-07-19/"><span style="font-weight: 400;">19. Juli</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump verklagt das </span><i><span style="font-weight: 400;">Wall Street Journal</span></i><span style="font-weight: 400;"> wegen eines Artikels über seine Verbindungen zum gefallenen Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.</span></p>
<h6><b>August: Einschränkungen für ausländische Journalisten</b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-les-restrictions-propos%C3%A9es-pour-les-visas-de-journalistes-pourraient-avoir-des" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">8. August</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Ministerium für Innere Sicherheit schlägt strenge Visabeschränkungen für ausländische Journalistinnen und Journalisten in den Vereinigten Staaten vor.</span></p>
<p><a href="https://www.theguardian.com/world/2025/aug/26/syria-tom-barrack-lebanon-beirut-journalists" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">26. August</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Der von Donald Trump ernannte Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, fordert libanesische Journalistinnen und Journalisten auf, sich «zivilisiert zu verhalten» und wirft ihnen vor, bei ihren Fragen «brutal» zu sein.</span></p>
<h6><b>September: Repressionen aufgrund des Todes von Charlie Kirk</b></h6>
<p><a href="https://www.notus.org/media/abc-disney-jimmy-kimmel-fcc-chair-brendan-carr-nexstar" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">17. September</span></a><span style="font-weight: 400;"> – In einem neuen gefährlichen Präzedenzfall in Sachen Zensur nimmt </span><i><span style="font-weight: 400;">ABC</span></i><span style="font-weight: 400;"> den Moderator der Late-Night-Talkshow Jimmy Kimmel aus dem Programm, nachdem der Vorsitzende der FCC, Brendan Carr, aufgrund von Äusserungen des Moderators zur Reaktion republikanischer Politiker auf den Tod von Charlie Kirk Druck ausgeübt hatte.</span></p>
<p><a href="https://apnews.com/article/pentagon-press-media-restrictions-nondisclosure-8420d3a80de20a39605c588d9990c582" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">19. September</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Verteidigungsministerium verlangt von Journalisten die Unterzeichnung einer verfassungswidrigen Erklärung, in der sie sich verpflichten, nur Informationen zu veröffentlichen, die «zur Veröffentlichung freigegeben» sind, woraufhin die grosse Mehrheit der Pressevertreter im Pentagon den Raum kollektiv verlässt.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/en/usa-ice-must-respect-journalists-rights-following-its-own-rules" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">28. September</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Journalistin </span><b>Asal Rezaei</b><span style="font-weight: 400;"> wird vor einem ICE-Zentrum in Broadview, Illinois, durch das Fenster ihres Autos mit einer Pfefferkugel beschossen. ICE-Beamte richteten ihre Waffen auch auf Journalistinnen und Journalisten, und mehrere andere Reporter wurden in den folgenden Tagen von Pfefferkugeln getroffen.</span></p>
<p><a href="https://www.cnn.com/2025/09/29/business/youtube-settle-trump-lawsuit" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">29. September</span></a><span style="font-weight: 400;"> – YouTube, eine der wichtigsten Informationsquellen für US-Amerikaner, erklärt sich bereit, 24,5 Millionen Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit beizulegen, den Donald Trump angestrengt hatte, nachdem seine Konten in den sozialen Netzwerken nach dem Aufstand vom 6. Januar 2021 gesperrt worden waren.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/en/usa-ice-must-respect-journalists-rights-following-its-own-rules" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">30. September</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Ein ICE-Beamter greift zwei Journalisten vor einem Einwanderungsgericht in New York an. Einer von ihnen, </span><b>L. Vural Elibo</b><span style="font-weight: 400;"> von der türkischen Nachrichtenagentur </span><i><span style="font-weight: 400;">Anadolu</span></i><span style="font-weight: 400;">, wird ins Krankenhaus eingeliefert.</span></p>
<h6><b>Oktober: Journalist nach monatelanger Haft abgeschoben</b></h6>
<p><a href="https://www.theguardian.com/us-news/2025/oct/03/journalist-mario-guevara-ice-deportation" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">3. Oktober</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Mario Guevara wird nach mehr als 100 Tagen Haft unter ICE-Gewahrsam nach El Salvador abgeschoben.</span></p>
<p><a href="https://www.nytimes.com/2025/10/17/business/media/trump-lawsuit-new-york-times.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">17. Oktober</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump reicht erneut eine Verleumdungsklage gegen die </span><i><span style="font-weight: 400;">New York Times</span></i><span style="font-weight: 400;"> wegen ihrer Berichterstattung über die Wahl 2024 ein.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-appelle-%C3%A0-des-sanctions-disciplinaires-contre-la-police-de-los-angeles-pour-les" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">18. Oktober</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Polizisten des LAPD greifen Medienschaffende während der «No Kings»-Demonstration an und verstossen damit direkt gegen die im Juli erlassene einstweilige Verfügung.</span></p>
<p><a href="https://cnsmaryland.org/2025/10/28/local-immigration-court-ousts-reporters-from-hearings/?utm_campaign=wpfd&amp;utm_medium=newsletter&amp;utm_source=pr" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">28. Oktober</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Journalistinnen und Journalisten werden daran gehindert, über eine Einwanderungsanhörung in Maryland zu berichten. Der Zugang von Medienschaffenden zu Einwanderungsverfahren wird aufgrund einer Lähmung der Bundesverwaltung behindert.</span></p>
<p><a href="https://www.politico.com/news/2025/10/31/white-house-media-access-00632412" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">31. Oktober</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung schränkt den Zugang der Medien zum Westflügel des Weissen Hauses ein und verbietet Journalistinnen und Journalisten den Zugang zu einem Bereich im zweiten Stock, der als «Upper Press» bekannt ist und traditionell für Reporter und Kommunikationsteams des Weissen Hauses offen war.</span></p>
<h6><b>November: Neue Regierungswebsite zur Diskreditierung der Medien eingerichtet</b></h6>
<p><a href="https://www.bbc.com/news/articles/c4gw001kw97o" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">10. November</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump droht der </span><i><span style="font-weight: 400;">BBC</span></i><span style="font-weight: 400;"> mit einer Klage wegen der Montage von Bildern des Aufstands, den Pro-Trump-Anhänger am 6. Januar 2021 angezettelt hatten.</span></p>
<p><a href="https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2025/11/updated-procedures-for-journalists-seeking-to-access-the-harry-s-truman-building/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">17. November</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das Aussenministerium kündigt neue Beschränkungen und Akkreditierungsregeln für Journalistinnen und Journalisten an, die versuchen, das Harry-S.-Truman-Gebäude zu betreten.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-rsf-d%C3%A9nonce-les-propos-de-donald-trump-sur-jamal-khashoggi-et-pointe-la-r%C3%A9pression" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">18. November</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump spielt die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 herunter und verteidigt den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.</span></p>
<p><a href="https://www.thewrap.com/trump-female-reporters-attacks-list/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">18. November</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump denunziert die </span><i><span style="font-weight: 400;">Bloomberg</span></i><span style="font-weight: 400;">-Journalistin Catherine Lucey mit folgenden Worten: «Halt die Klappe, du kleines Schweinchen!» Dies ist nur einer von vielen persönlichen Angriffen, die er im Laufe des Monats November bis in die ersten Dezembertage gegen mehrere Journalistinnen und Journalisten richtet.</span></p>
<p><a href="https://rsf.org/fr/%C3%A9tats-unis-la-nouvelle-page-web-panth%C3%A9on-de-la-honte-de-la-maison-blanche-intensifie-la-guerre-de" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">28. November</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Trump-Regierung richtet eine Seite mit dem Titel «Hall of Shame» («Halle der Schande») ein, die sich gegen verschiedene Medien richtet, und fordert die Bürger auf, Beschwerden über eine vom Weissen Haus verwaltete Hotline einzureichen, die sich gegen Journalistinnen und Journalisten richtet.</span></p>
<h6><b>Dezember: Ein Gericht wird herausgefordert</b></h6>
<p><a href="https://www.nytimes.com/2025/12/02/us/politics/trump-voice-of-america-overseas-offices.html?unlocked_article_code=1.508.CLvg.MoTv6CKMg3ao" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">2 Dezember</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump kündigt an, dass er die Auslandsbüros von </span><i><span style="font-weight: 400;">VOA</span></i><span style="font-weight: 400;"> schliessen wird, und widerspricht damit einer im April von einem Richter erlassenen Anordnung zur Wiederaufnahme der Arbeit.</span></p>
<p><a href="https://www.cnn.com/2025/12/10/media/trump-cnn-sold-paramount-warner-bros-netflix" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">10. Dezember</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Donald Trump mischt sich in die geplante Fusion zwischen Warner Bros. Discovery, Paramount und Netflix ein und drängt auf den Verkauf des Nachrichtensenders </span><i><span style="font-weight: 400;">CNN</span></i><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><a href="https://www.nytimes.com/2025/12/21/business/60-minutes-trump-bari-weiss.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">20. Dezember</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Die Chefredakteurin von </span><i><span style="font-weight: 400;">CBS</span></i><span style="font-weight: 400;">, Bari Weiss, zieht einen Beitrag über Abschiebungen aus der Sendung «60 Minutes» zurück und löst damit eine heftige Kontroverse über die Politisierung der Sendung aus.</span></p>
<h6><b>Januar 2026: Hausdurchsuchung einer Journalistin der </b><b><i>Washington Post</i></b></h6>
<p><a href="https://rsf.org/en/usa-congress-must-rein-trumps-war-press-freedom-after-fbi-raid-journalist" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">15. Januar</span></a><span style="font-weight: 400;"> – Das FBI durchsucht das Haus einer Journalistin der Washington Post und beschlagnahmt ihren privaten und geschäftlichen Computer, ihr Telefon sowie ihre Smartwatch. Die Aktion signalisiert eine neuerliche Eskalation in Trumps Krieg gegen die Medien.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>RSF entdeckt neue Spionagesoftware aus Belarus</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/rsf-entdeckt-neue-spionagesoftware-aus-belarus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 11:25:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Digital Security Lab (DSL) von Reporter ohne Grenzen (RSF) hat gemeinsam mit der osteuropäischen Organisation RESIDENT.NGO eine bislang unbekannte Spionagesoftware entdeckt, die vom belarussischen Geheimdienst KGB unter anderem gezielt gegen Medienschaffende eingesetzt wurde. Nach Einschätzungen von RSF stellt die Enttarnung einen schweren Schlag für die Arbeit des KGB dar – auch weil die Software [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Digital Security Lab (DSL) von Reporter ohne Grenzen (RSF) hat gemeinsam mit der osteuropäischen Organisation RESIDENT.NGO eine bislang unbekannte Spionagesoftware entdeckt, die vom belarussischen Geheimdienst KGB unter anderem gezielt gegen Medienschaffende eingesetzt wurde. Nach Einschätzungen von RSF stellt die Enttarnung einen schweren Schlag für die Arbeit des KGB dar – auch weil die Software offenbar bereits seit mehreren Jahren im Einsatz ist.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die als ResidentBat getaufte Spionagesoftware richtet sich gegen Android-Smartphones und ermöglicht einen Zugriff auf hochsensible Daten. Anders als bekannte, auch gegen Journalist*innen eingesetzte </span><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/833/journalisten-mit-pegasus-spyware-angegriffen" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Spyware-Produkte wie Pegasus</span></a><span style="font-weight: 400;"> nutzt ResidentBat keine Sicherheitslücken aus, sondern wird installiert, nachdem Geheimdienstbeamte physischen Zugriff auf das Gerät haben. Nach der Installation erlaubt ResidentBat unter anderem Zugriff auf Anrufprotokolle, Mikrofonaufnahmen, Bildschirmaufzeichnungen, SMS, Nachrichten aus verschlüsselten Messengerdiensten sowie lokal abgespeicherte Dateien.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">«Die umfangreichen Funktionen von ResidentBat zeigen erneut, dass Spionagesoftware schwer mit Menschenrechten in Einklang zu bringen ist. Daher setzt sich Reporter ohne Grenzen für ein internationales Verbot solcher invasiver Technologien ein,» sagt Anja Osterhaus, Geschäftsführerin von Reporter ohne Grenzen Deutschland. «Der Fund zeigt auch, dass die belarussische Regierung vor keinem Mittel zurückschreckt, um ihre Kritiker*innen mundtot zu machen. 33 Medienschaffende sitzen im Gefängnis, Hunderte mussten das Land verlassen – und diejenigen Journalistinnen und Journalisten sowie Oppositionelle, die bleiben, werden seit Jahren systematisch ausspioniert.»</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">«Der Fall zeigt, wie massiv in die Privatsphäre von Medienschaffenden eingegriffen werden kann – selbst ohne das Ausnutzen von Sicherheitslücken», sagt Janik Besendorf, IT-Sicherheitsexperte beim Digital Security Lab. «Erst durch forensische Analysen wie die, die das DSL anbietet, können Journalistinnen und Journalisten Überwachungsmassnahmen beweisen und die Angreifer öffentlich zur Verantwortung ziehen.»</span></p>
<h5><b>Spyware gibt sich als reguläre App aus</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Entdeckt wurde die ResidentBat auf einem Smartphone einer journalistisch tätigen Person, die vom belarusischen Geheimdienst KGB befragt worden war. RSF hat die Identität der betroffenen Person verifiziert, veröffentlicht sie (inklusive Geschlecht) jedoch aus Sicherheitsgründen nicht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Verhör in den Räumen des KGB wurde die Person aufgefordert, ihr Smartphone in einem Schliessfach zu deponieren. Während der Befragung musste die Person einem KGB-Beamten Inhalte auf dem Gerät zeigen und entsperrte das Smartphone in dessen Anwesenheit. Danach wurde das Gerät erneut im Schliessfach abgelegt. Die betroffene Person und das DSL gehen davon aus, dass die Sicherheitskräfte die Eingabe der PIN beobachteten, das Smartphone noch während des Verhörs aus dem Schliessfach holten und die Spyware installierten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nachdem wenige Tage später eine Antiviren-Software auf dem Gerät verdächtige Komponenten meldete, wandte sich die betroffene Person an RESIDENT.NGO, die gemeinsam mit dem DSL eine forensische Analyse durchführte.</span></p>
<h5><b>Spionagesoftware jahrelang im Einsatz</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Das DSL konnte darüber hinaus weitere Varianten von ResidentBat durch einen Vergleich auf einer Antiviren-Plattform identifizieren, die mutmasslich vom selben Akteur eingesetzt wurden. Eine der analysierten Versionen stammt aus dem Jahr 2021. RSF geht daher davon aus, dass der belarussische Geheimdienst die Spyware seit mindestens vier Jahren nutzt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das DSL hat die Ergebnisse seiner Analyse mit Google geteilt. Google wird, um mit dieser Spyware angegriffene Android-Nutzende weiter zu unterstützen, sogenannte «</span><a href="https://support.google.com/a/answer/9007870?hl=de&amp;sjid=4899343243554049066-EU" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">government-backed attack</span></a><span style="font-weight: 400;">»-Bedrohungs-Benachrichtigungen an Android-Nutzende senden, die von Google als Ziele der Spyware identifiziert wurden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unklar ist bislang, wer ResidentBat entwickelt hat. In Teilen der Software finden sich englischsprachige Zeichenketten, was darauf hindeutet, dass es sich um ein Produkt handeln könnte, das nicht ausschliesslich für den Einsatz in Belarus ausgearbeitet wurde bzw. von einer Drittpartei stammt.</span></p>
<h5><b>Pressefreiheit in Belarus</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Unabhängiger Journalismus wird in Belarus massiv unterdrückt. Medienschaffende sind Zensur, Einschüchterung, Gewalt und willkürlichen Festnahmen ausgesetzt. Aktuell befinden sich 33 Journalistinnen und Journalisten in Haft, Berichte von Folter häufen sich. Viele sind seit 2020 aus dem Land geflohen und arbeiten aus dem Exil. Diejenigen, die weiterhin aus Belarus berichten, tun dies meist anonym und unter hohem persönlichen Risiko. Der Einsatz von Spionagesoftware ist Teil dieser systematischen Repression. In der aktuellen </span><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/laender/125/belarus" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Rangliste der Pressefreiheit</span></a><span style="font-weight: 400;"> belegt Belarus Platz 166.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Mexiko: Das tödlichste Jahr für Medienschaffende in Mexiko seit drei Jahren: Miguel Angel Beltran Martinez, der neunte Journalist, der 2025 getötet wurde</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/mexiko-das-toedlichste-jahr-fuer-medienschaffende-in-mexiko-seit-drei-jahren-miguel-angel-beltran-martinez-der-neunte-journalist-der-2025-getoetet-wurde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 13:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Ermordung des Lokaljournalisten Miguel Angel Beltran Martinez, die sich am Samstag, dem 25. Oktober, im Bundesstaat Durango im Norden des Landes ereignet hat, aufs Schärfste. Martínez reiht sich in die Liste der mittlerweile neun Reporter ein, die bereits im laufenden Jahr getötet wurden. 2025 ist damit bereits jetzt das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Ermordung des Lokaljournalisten Miguel Angel Beltran Martinez, die sich am Samstag, dem 25. Oktober, im Bundesstaat Durango im Norden des Landes ereignet hat, aufs Schärfste. Martínez reiht sich in die Liste der </b><b>mittlerweile neun </b><b>Reporter ein, die bereits im laufenden Jahr getötet wurden. 2025 ist damit bereits jetzt das tödlichste Jahr für die mexikanische Presse seit 2022. Wir fordern die mexikanischen Behörden nun auf, eine gründliche und unabhängige Untersuchung durchzuführen, um die Spur eines Verbrechens im Zusammenhang mit seiner journalistischen Arbeit zu verfolgen. Gleichzeitig fordern wir, dringend Schutzmassnahmen für die Familie des Journalisten sowie für andere lokale Medienvertreter zu ergreifen.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Leiche von Miguel Angel Beltran Martinez wurde in einer Decke gewickelt in einer ländlichen Gegend in der Nähe der Stadt Rio Chico im mexikanischen Bundesstaat Durango gefunden, zusammen mit einer erschreckenden Nachricht: «Weil du Lügen über die Einwohner von Durango verbreitet hast.» Der 60-jährige Journalist, der auf eine lange Karriere bei lokalen Medien wie </span><i><span style="font-weight: 400;">La Voz de Durango</span></i><span style="font-weight: 400;"> und </span><i><span style="font-weight: 400;">Contexto</span></i><span style="font-weight: 400;"> zurückblicken konnte, war in den letzten Jahren sehr aktiv in den sozialen Netzwerken, wo er Berichte und Inhalte zu sozialen und lokalen Themen teilte. In seinem letzten Video, das wenige Tage vor seiner Ermordung veröffentlicht wurde, bezog er sich auf kriminelle Gruppen, die in der Region operieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Martinez Drohungen gemeldet hat. Und nach Informationen von RSF war er nicht beim staatlichen Schutzprogramm für Medienschaffende registriert. Miguel Angel Beltran Martinez ist der neunte Journalist, der 2025 in Mexiko getötet wurde, und der vierte in Durango in mehr als zehn Jahren.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;">«Die Ermordung von Miguel Angel Beltran Martinez ist ein weiterer schwerer Schlag für die Presse in Durango und für das Recht auf Informationsfreiheit in Mexiko. Wir fordern die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Durango sowie die Sonderstaatsanwaltschaft für Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit (FEADLE) auf, den Ermittlungen im Zusammenhang mit seiner journalistischen Arbeit Vorrang einzuräumen und die Täter und Auftraggeber des Verbrechens zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen. RSF wiederholt seinen Appell an den mexikanischen Staat, den Kreislauf der Gewalt und Straflosigkeit zu beenden, der den lokalen Journalismus erstickt, und Gerechtigkeit und Schutz zu gewährleisten, insbesondere in diesem für die Presse so tödlichen Jahr.»<br />
</span><b>Artur Romeu<br />
</b><b>Direktor des Lateinamerika-Büros von RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Mord an Miguel Angel Beltran Martinez reiht sich ein in eine lange Serie von Angriffen auf Medienschaffende in Durango. Seit 2009 wurden mindestens drei Reporter aufgrund ihrer Arbeit getötet: Eliseo Barron Hernandez, Carlos Ortega Melo Samper und Vladimir Antuna Garcia. Mexiko ist nach wie vor das gefährlichste Land für Journalistinnen und Journalisten in Nord- und Südamerika. Neun Medienschaffende wurden 2025 getötet, was dieses Jahr zum tödlichsten für die mexikanische Presse seit 2022 macht. Mexiko belegt 2025 Platz 121 von 180 Ländern in der</span><a href="https://rsf.org/clasificacion" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Rangliste der Pressefreiheit von RSF</span></a><span style="font-weight: 400;">. Das widerspiegelt die anhaltende Gewalt, den Mangel an politischem Willen und das Versagen der Institutionen, die für den Schutz von Medienschaffenden zuständig wären.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Israel: RSF ficht vor dem Obersten Gerichtshof die in Gaza verhängte Nachrichtensperre an</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/israel-rsf-ficht-vor-dem-obersten-gerichtshof-die-in-gaza-verhaengte-nachrichtensperre-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:52:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (RSF) schliesst sich der Klage der Foreign Press Association (FPA) in Jerusalem vor dem Obersten Gerichtshof Israels an. Mit diesem Rechtsmittel soll erreicht werden, dass Medienschaffenden der Zugang zum Gazastreifen gewährt wird, der ihnen seit Oktober 2023 verwehrt ist. Im Hinblick auf eine erste Anhörung, die für den 23. Oktober angesetzt ist, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Reporter ohne Grenzen (RSF) schliesst sich der Klage der Foreign Press Association (FPA) in Jerusalem vor dem Obersten Gerichtshof Israels an. Mit diesem Rechtsmittel soll erreicht werden, dass Medienschaffenden der Zugang zum Gazastreifen gewährt wird, der ihnen seit Oktober 2023 verwehrt ist. Im Hinblick auf eine erste Anhörung, die für den 23. Oktober angesetzt ist, hat die Organisation am 15. Oktober einen Amicus-Curiae-Schriftsatz beim Obersten Gerichtshof eingereicht. In dieser sachlichen und rechtlichen Argumentation prangert RSF eine Verletzung der Pressefreiheit und des Rechts auf Information über den Gazastreifen an.</b></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Einerseits verhängt die israelische Regierung seit zwei Jahren eine totale Blockade gegen die unabhängige Einreise von Medienschaffenden, seien es israelische oder internationale Journalistinnen und Journalisten, nach Gaza, andererseits wurden mehr als 210 palästinensische Journalistinnen und Journalisten in Gaza getötet, davon mindestens 56 während oder aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit, und sie sind systematischer Verunglimpfung ausgesetzt. Das Ergebnis: eine beispiellose Verletzung des Rechts der Öffentlichkeit auf zuverlässige, unabhängige und pluralistische Informationen sowie der Pressefreiheit. Der Oberste Gerichtshof hat nun die Möglichkeit, angesichts der weit verbreiteten Propaganda, Desinformation und Zensur endlich grundlegende demokratische Prinzipien durchzusetzen und zwei Jahre der systematischen und hemmungslosen Zerstörung des Journalismus in und über Gaza ein Ende zu setzen. Keine Entschuldigung, keine Einschränkung kann rechtfertigen, Gaza nicht für internationale, israelische und palästinensische Medien zu öffnen. Diesen Appell richten wir an den Obersten Gerichtshof Israels, indem wir uns der Klage der Foreign Press Association anschliessen.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Antoine Bernard</b><b><br />
</b><b>Direktor für Advocacy und Unterstützung bei RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit dem 7. Oktober 2023 hat Israel den Zugang zum Gazastreifen gesperrt und Journalistinnen und Journalisten von ausserhalb des belagerten Gebiets den unabhängigen Zugang untersagt. Um diesem Verbot entgegenzuwirken, schliesst sich RSF der Klage der Foreign Press Association (FPA) in Israel an, um gerichtlich </span><a href="https://rsf.org/fr/plus-de-130-organisations-et-m%C3%A9dias-avec-rsf-et-cpj-appellent-%C3%A0-louverture-de-gaza-aux-journalistes" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">die Öffnung der Grenzen</span></a><span style="font-weight: 400;"> des Gazastreifens für den unabhängigen Zugang von Medienschaffenden zu erreichen. Zu diesem Zweck reichte die Organisation am 15. Oktober 2025 beim Obersten Gerichtshof Israels einen Amicus-Curiae-Schriftsatz ein – ein Dokument, das den Richtern zusätzliche Informationen liefert, um die Position der FPA zu untermauern.</span></p>
<p><b>Ein beispielloser Eingriff in das Recht der Öffentlichkeit auf Information</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwar konnten seit dem 7. Oktober 2023 einige wenige Medienschaffende, vor allem Israelis, in den Gazastreifen einreisen, doch wurde ihnen der Zugang nur unter der Bedingung gewährt, dass sie sich bereit erklärten, sich der israelischen Armee anzuschliessen. Die sehr strengen und kontrollierten Bedingungen </span><a href="https://rsf.org/fr/mobilisation-internationale-des-m%C3%A9dias-%C3%A0-l-initiative-de-rsf-et-avaaz-au-rythme-o%C3%B9-les-journalistes" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">erlauben keine</span></a><span style="font-weight: 400;"> ordnungsgemässe Ausübung journalistischer Arbeit und beeinträchtigen somit drastisch die Pressefreiheit und das damit verbundene Recht der Öffentlichkeit auf Information.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor diesem Hintergrund hat die Vereinigung der Auslandspresse, die etwa 400 Korrespondenten internationaler Medien vertritt (</span><i><span style="font-weight: 400;">La Stampa, BBC, Financial Times, France 24, Time, Die Zeit, Le Monde, Reuters, Fox News, Guang Ming Daily, CCTV, Sky News, RTBF, Al Arabiya News Channel, The New York Times, Rai Uno</span></i><span style="font-weight: 400;">usw.) in Israel, im Westjordanland und im Gazastreifen, beschlossen, diese israelische Politik gerichtlich anzufechten. Nachdem eine erste Klage in den ersten Monaten der Offensive abgewiesen worden war, wurde die Prüfung dieser </span><a href="https://foreignpressassociation.online/2025/09/11/the-foreign-press-association-statement-on-the-continued-ban-on-access-to-gaza-september11-2025/" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">zweiten Klage</span></a><span style="font-weight: 400;"> vom Obersten Gerichtshof bereits sechs Mal vertagt.</span></p>
<p><b>Eine Blockade, die bedeutet, dass palästinensische Medienschaffende ihrem schrecklichen Schicksal überlassen bleiben</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">RSF unterstützt die Arbeit der FPA mit dem Ziel, ihr anspruchsvolles Verständnis des Rechts der Öffentlichkeit auf Information zu verteidigen: den Zugang zu einer Vielzahl freier, unabhängiger und pluralistischer Informationsquellen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Indem sie ihren internationalen Kollegen den Zugang zum Gazastreifen verwehrt, isoliert die israelische Blockade die Medienschaffenden aus Gaza noch stärker, die nicht nur unter extremen Bedingungen über die Lage vor Ort berichten müssen, sondern auch allein mit Verleumdungen konfrontiert sind. RSF hat </span><a href="https://rsf.org/fr/gazawood-propagande-complicit%C3%A9-les-%C3%A9tiquettes-mortelles-coll%C3%A9es-aux-journalistes-de-gaza" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">dokumentiert</span></a><span style="font-weight: 400;">, wie Medienschaffende aus Gaza seit Beginn der verheerenden israelischen Gegenoffensive in den palästinensischen Gebieten ständig diffamiert und bedroht werden. Die Verleumdungskampagnen gegen sie reichen von der Verbreitung gefälschter Bilder bis zur Einrichtung einer Online-Plattform, die sie diskreditieren soll. In einigen Fällen dienten die Vorwürfe der israelischen Behörden gegen palästinensische Journalistinnen und Journalisten sogar als Rechtfertigung für deren gezielte Tötung durch die israelische Armee.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Einreichung dieses</span><i><span style="font-weight: 400;"> Amicus curiae </span></i><span style="font-weight: 400;">Schriftsatzes erfolgt weniger als einen Monat nach der </span><a href="https://rsf.org/fr/gaza-rsf-d%C3%A9pose-une-cinqui%C3%A8me-plainte-aupr%C3%A8s-de-la-cpi-pour-crimes-de-guerre-commis-par-l-arm%C3%A9e" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">fünften Beschwerde</span></a><span style="font-weight: 400;">, die RSF beim Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen der israelischen Armee gegen Medienschaffende in dem Gebiet eingereicht hat.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Burundi: Die Ablehnung des Antrags auf Freilassung der Journalistin Sandra Muhoza ist ungerecht</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/burundi-die-ablehnung-des-antrags-auf-freilassung-der-journalistin-sandra-muhoza-ist-ungerecht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 07:36:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Sandra Muhoza, die seit fast anderthalb Jahren wegen der Weitergabe einer Information in einer WhatsApp-Gruppe inhaftiert ist, muss trotz der Unregelmässigkeiten des Verfahrens und ihres sich verschlechternden Gesundheitszustands weiterhin im Gefängnis bleiben. Das Landgericht von Ngozi hat den Antrag auf Freilassung, den die Verteidigung der Journalistin am 14. Oktober gestellt hatte, abgelehnt. Reporters sans frontières [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Sandra Muhoza, die seit fast anderthalb Jahren wegen der Weitergabe einer Information in einer WhatsApp-Gruppe inhaftiert ist, muss trotz der Unregelmässigkeiten des Verfahrens und ihres sich verschlechternden Gesundheitszustands weiterhin im Gefängnis bleiben. Das Landgericht von Ngozi hat den Antrag auf Freilassung, den die Verteidigung der Journalistin am 14. Oktober gestellt hatte, abgelehnt. Reporters sans frontières (RSF) verurteilt diese ungerechte Entscheidung und fordert die Behörden auf, die willkürliche Inhaftierung von Sandra Muhoza zu beenden und ihr unverzüglich eine angemessene medizinische Versorgung zu gewähren.</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die willkürliche Inhaftierung der Journalistin Sandra Muhoza dauert an. Am 14. Oktober lehnte das Landgericht von Ngozi im Norden Burundis den Antrag auf Freilassung der Journalistin des Online-Mediums </span><i><span style="font-weight: 400;">La Nova Burundi</span></i><span style="font-weight: 400;"> ab, den ihre Anwälte eine Woche zuvor gestellt hatten. Diese kündigten an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Sandra Muhoza ist seit April 2024 inhaftiert, nachdem sie in einer WhatsApp-Gruppe Informationen über eine mutmassliche Waffenverteilung durch die Regierung weitergeleitet hatte und nun wegen «Rassenhass» und «Verletzung der territorialen Integrität des Landes» angeklagt hat</span><i><span style="font-weight: 400;">. Sie</span></i><span style="font-weight: 400;"> bleibt daher in Haft, bis der Fall in der Hauptverhandlung verhandelt wird. Der Termin für die nächste Verhandlung steht jedoch noch nicht fest.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 7. Oktober hatte die Verteidigung der Journalistin jedoch ihre Inhaftierung aufgrund mehrerer Unregelmässigkeiten angefochten, darunter ein Haftbefehl, der am 18. April 2024 vom Staatsanwalt in Bujumbura ausgestellt worden war und «</span><i><span style="font-weight: 400;">ursprünglich für 30 Tage gültig»</span></i><span style="font-weight: 400;"> war. Dieser Haftbefehl wurde später durch die Entscheidung des Berufungsgerichts von Mukaza, einer Gemeinde der Wirtschaftsmetropole Bujumbura, für ungültig erklärt. Das Gericht hatte sich am 13. Juni für </span><a href="https://rsf.org/fr/au-burundi-la-cour-d-appel-de-bujumbura-incomp%C3%A9tente-pour-juger-sandra-muhoza-sa-d%C3%A9tention-ill%C3%A9gale" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">unzuständig</span></a><span style="font-weight: 400;"> erklärt, über das Urteil gegen die Journalistin zu entscheiden. Die Staatsanwaltschaft hielt hingegen an den Anklagepunkten gegen Sandra Muhoza fest.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sandra Muhoza wirkte bereits bei ihrer Verlegung in das Frauengefängnis von Ngozi am 26. September geschwächt, und am 14. Oktober musste sie sich erneut auf eine Krücke stützen, um den Gerichtssaal zu betreten. Laut medizinischen Unterlagen, die RSF eingesehen hat, darunter ein Anfang September durchgeführter Scan, leidet sie an den Anzeichen eines «beginnenden Bandscheibenvorfalls».</span></p>
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Sandra Muhoza hat aufgrund falscher Anschuldigungen und eines mit Unregelmässigkeiten behafteten Verfahrens bereits fast anderthalb Jahre im Gefängnis verbracht, wodurch sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat. Dennoch weigert sich die burundische Justiz hartnäckig, die Journalistin freizulassen. Das Landgericht von Ngozi hatte die Möglichkeit, dieser juristischen Farce ein Ende zu setzen. Es hat jedoch beschlossen, sich nicht damit zu befassen, was für die Justiz eine Schande ist. RSF fordert die Behörden auf, ihr eine angemessene medizinische Versorgung zu gewähren und sie unverzüglich freizulassen.»</span></i><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><b>Sadibou Marong</b><b><br />
</b><b>Direktor des Büros für Subsahara-Afrika von RSF</b></p></blockquote>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Dezember 2024 wurde Sandra Muhoza von einem Gericht erster Instanz in Bujumbura zu 21 Monaten Haft </span><a href="https://rsf.org/fr/burundi-rsf-d%C3%A9nonce-la-condamnation-%C3%A0-1-et-9-mois-de-prison-de-la-journaliste-sandra-muhoza" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">verurteilt</span></a><span style="font-weight: 400;">– 18 Monate wegen «Verletzung der territorialen Integrität des Landes» und drei Monate wegen «Rassenhass». Diese Verurteilung wurde jedoch hinfällig, nachdem das Berufungsgericht von Mukaza am 13. Juni dieses Jahres entschied, dass die Gerichte in Bujumbura im Gegensatz zu denen in Ngozi für die Verhandlung des Falles territorial nicht zuständig seien.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">RSF hat im März 2025 die Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit und Zugang zu Informationen in Afrika der Afrikanischen Kommission für Menschenrechte und Rechte der Völker (ACHPR) <a href="https://rsf.org/fr/burundi-rsf-saisit-la-rapporteure-spéciale-sur-la-liberté-d-expression-et-l-accès-à-l-information" target="_blank" rel="noopener">eingeschaltet</a>, um die Willkür der Inhaftierung der Journalistin anzuprangern.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Nachrichtenagentur Protestinfo zum Schweigen gebracht: RSF Schweiz prangert einen Angriff auf die Informationsfreiheit an</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/die-nachrichtenagentur-protestinfo-zum-schweigen-gebracht-rsf-schweiz-prangert-einen-angriff-auf-die-informationsfreiheit-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 13:42:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[RSF Schweiz ist alarmiert über die Entlassung der beiden einzigen Medienschaffenden von Protestinfo, der Presseagentur der protestantischen Kirchen der Romandie, in Zusammenhang mit ihren laufenden Recherchen. Unsere Organisation verurteilt diesen besorgniserregenden Eingriff in die Informationsfreiheit und die Unabhängigkeit des Journalismus.  Den beiden Medienschaffenden Anne-Sylvie Sprenger und Lucas Vuilleumier wurde kein Fehlverhalten zur Last gelegt. Sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>RSF Schweiz ist alarmiert über die Entlassung der beiden einzigen Medienschaffenden von Protestinfo, der Presseagentur der protestantischen Kirchen der Romandie, in Zusammenhang mit ihren laufenden Recherchen. Unsere Organisation verurteilt diesen besorgniserregenden Eingriff in die Informationsfreiheit und die Unabhängigkeit des Journalismus.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong> </strong>Den beiden Medienschaffenden Anne-Sylvie Sprenger und Lucas Vuilleumier wurde kein Fehlverhalten zur Last gelegt. Sie mussten jedoch für ihre beharrlichkeit bezahlen, mit der sie Sachverhalte von öffentlichem Interesse ans Licht gebracht hatten. Sie bereiteten einen Artikel vor, der in der Zeitung <em>Le Temps</em> erscheinen sollte und sich mit der Aufarbeitung älterer Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs durch einen Theologen innerhalb der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Waadt befasste.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Conférence des Eglises protestantes romandes, Arbeitgeberin der beiden Medienschaffenden, rechtfertigte sich in <em>Le Temps</em> mit einer «anhaltenden Meinungsverschiedenheit» bei der Suche nach einem «Gleichgewicht zwischen redaktioneller Freiheit und institutioneller Verantwortung». Diese Formulierung verweist auf die offenbar bereits länger bestehenden Spannungen zwischen dem Wohlwollen, das die Kirchen von «ihrer» Presseagentur erwarten, und deren Aufgabe, Inhalte zu produzieren, die in jeder Hinsicht den berufsethischen und qualitativen Standards des Journalismus entsprechen, insbesondere im Hinblick auf die redaktionelle Unabhängigkeit.</p>
<p style="font-weight: 400;">RSF Schweiz bedauert, dass die zuständigen Kirchengremien die Unabhängigkeit von Protestinfo nicht über andere Erwägungen gestellt haben. Diese Unabhängigkeit, so erinnert unsere Organisation nachdrücklich, steht im Mittelpunkt des Informationsauftrags der Medien und muss kompromisslos verteidigt werden. Aus dieser Sicht ist der Weggang der beiden Medienschaffenden von Protestinfo weder für den Journalismus noch für das Recht der Öffentlichkeit auf Information eine gute Nachricht, und wahrscheinlich auch nicht für die Kirchen selbst, deren Fähigkeit, eine Presseagentur zu betreiben – ein in seiner Art ziemlich einzigartiges Modell –, nun ernsthaft in Frage gestellt werden kann.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Fotografien der Welt von morgen»: Die Fotoausstellung von RSF kehrt in die Schweiz zurück</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 11:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[actualité]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich seines 35-jährigen Jubiläums präsentiert RSF Schweiz an der Universität Genf im Rahmen der Semaine des droits humains (Menschenrechtswoche) die Ausstellung «Photographier le monde de demain» (Fotografien der Welt von morgen). Nach ihrer weltweiten Premiere beim True Story Festival in Bern im Juni 2025 würdigt diese Ausstellung nun erneut die wichtige Arbeit von Fotojournalist-innen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Anlässlich seines 35-jährigen Jubiläums präsentiert RSF Schweiz an der Universität Genf im Rahmen der Semaine des droits humains (Menschenrechtswoche) die Ausstellung «Photographier le monde de demain» (Fotografien der Welt von morgen). Nach ihrer weltweiten Premiere beim True Story Festival in Bern im Juni 2025 würdigt diese Ausstellung nun erneut die wichtige Arbeit von Fotojournalist-innen und -journalisten auf der ganzen Welt.</b></p>
<p>Die Fotoausstellung präsentiert die Perspektiven von 40 Fotojournalistinnen und -journalisten aus aller Welt, um die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu beleuchten und die Hindernisse aufzuzeigen, die uns auch in den kommenden Jahren begleiten werden.</p>
<p>Die ausgewählten Fotos zeigen eine Welt im Umbruch und drehen sich um drei Hauptthemen: Umwelt, Exil und Krisen. Die Fotograsfinnen und Fotografen begleiten die Menschen hautnah und liefern wichtige Zeugnisse, die auf gefährliche Entwicklungen und Herausforderungen aufmerksam machen. Hier finden Sie den <a href="https://rsf.org/sites/default/files/medias/file/2025/06/Katalog%20der%20Ausstellung_compressed.pdf" target="_blank" rel="noopener">Katalog zur Ausstellung. </a></p>
<p>Ob im Amazonasbecken, in der Ukraine, in den palästinensischen Gebieten oder auf den Strassen Afghanistans, Mexikos oder Russlands – die Fotojournalistinnen und -journalisten sind an vorderster Front dabei. Sie dokumentieren nicht nur das Leid der Menschen, sondern auch ihre Resilienz, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Hoffnungen.</p>
<blockquote><p><em>«Wir freuen uns sehr, dass die Ausstellung wieder in die Schweiz kommt. Wir haben sehr schöne Erinnerungen an ihre Durchführung in Bern während des True Story Festivals im vergangenen Juni und sind sicher, dass sie auch das Genfer Publikum begeistern wird. Mit dieser Ausstellung möchten wir an die tägliche Arbeit von RSF erinnern, die darauf abzielt, das Bewusstsein für die Bedeutung des Journalismus in einer demokratischen Gesellschaft zu schärfen, insbesondere in einem Land wie der Schweiz. Wir müssen Medienschaffende schützen, die Krisen ausgesetzt sind, Zeugen davon werden und selbst immer häufiger Opfer von Übergriffen werden.»</em><br />
<strong>Denis Masmejan</strong><br />
<strong>Generalsekretär RSF Schweiz</strong></p></blockquote>
<p>Die Ausstellung «Fotografien der Welt von morgen» erinnert an die Bedeutung des unabhängigen Journalismus. Auch wenn sich viele der in den Fotos dargestellten Themen ausserhalb der Schweiz abspielen, bleibt unser Land davon nicht verschont. Ohne die mutige, manchmal riskante Arbeit der Fotografinnen und Fotografen wäre der Zugang zu freien Informationen über die Welt von heute und morgen nicht mehr gewährleistet.</p>
<h5><b>Praktische Informationen</b></h5>
<p><b>Ort</b>: Halle der Uni Dufour, <a href="https://share.google/gwaWnMn2Enq85cBUc" target="_blank" rel="noopener">Rue du Général-Dufour 24, 1204 Genf</a></p>
<p><b>Ausstellung</b>: Täglich vom 4. bis 21. November<br />
Montag bis Freitag: 7:30 bis 20:00 Uhr<br />
Wochenende: geschlossen<br />
21. November: 7:30 bis <strong>15:00 Uhr</strong></p>
<p><b>Vernissage:</b> Dienstag, <b>4. November</b>, um <b>18 Uhr</b> in Anwesenheit des Schweizer Fotografen Christian Bobst.</p>
<p><b>Führungen</b>: Montag, <b>10.</b> und <b>17. November</b> um <b>18 Uhr</b>. Anmeldung zu den Führungen (Die Anmeldung ist nicht verpflichtend, würde uns jedoch helfen, die Führungen bestmöglich zu organisieren.) :<br />
<a href="https://forms.gle/AqRyauK8KarARodTA" target="_blank" rel="noopener">https://forms.gle/AqRyauK8KarARodTA</a></p>
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