Reporter ohne Grenzen ist empört über die Entscheidung Russlands, dem investigativen Sportjournalisten Hajo Seppelt die Einreise nach Russland anlässlich der Berichterstattung über die Fußball-WM zu verweigern. Wie die ARD am Freitag (11.05.) mitteilte, sei das vom SWR für ihn beantragte Visum für ungültig erklärt worden. Der Doping-Experte stehe demnach auf einer Liste der in Russland „unerwünschten Personen“ und könne daher nicht in das Land einreisen.

„Vor dem Hintergrund von Hajo Seppelts kritischen Russland-Recherchen müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine politische Entscheidung handelt. Der Vorfall zeigt, dass sich Sport und Politik nicht trennen lassen. Die FIFA muss die Entscheidung Russlands anprangern und sich dafür einsetzen, dass Hajo Seppelt zur WM-Berichterstattung nach Russland einreisen kann“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Russland auf Platz 148 von 180 Staaten.

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