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	<title>Berichte | Reporter ohne Grenzen</title>
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	<lastBuildDate>Fri, 14 Feb 2025 07:44:16 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Verantwortungsvolle KI für den Journalismus: RSF stellt mit «Spinoza» das erste KI-Tool von und für Medienschaffende vor</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/verantwortungsvolle-ki-fuer-den-journalismus-rsf-stellt-mit-spinoza-das-erste-ki-tool-von-und-fuer-medienschaffende-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 07:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[«Spinoza», eine neue KI-Software, entwickelt von RSF, soll die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten nachhaltig vereinfachen und verbessern, ohne ihre Arbeit zu kompromittieren oder überflüssig zu machen. Da der Quellcode öffentlich einsehbar sein wird, werden die Anwendungen von «Spinoza» vielfältig sein. Auch für die Schweiz. Spinoza ist das erste Tool für Künstliche Intelligenz, das in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>«Spinoza», eine neue KI-Software, entwickelt von RSF, soll die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten nachhaltig vereinfachen und verbessern, ohne ihre Arbeit zu kompromittieren oder überflüssig zu machen. Da der Quellcode öffentlich einsehbar sein wird, werden die Anwendungen von «Spinoza» vielfältig sein. Auch für die Schweiz.</strong></p>
<div>
<p>Spinoza ist das erste Tool für Künstliche Intelligenz, das in Zusammenarbeit von Medienschaffenden und Verlagen erarbeitet wurde, und gezielt der qualitativ hochwertigen journalistischen Arbeit dienen soll. Es wurde bereits 2023 in Paris von Reporter ohne Grenzen vorgestellt und seither intensiv weiterentwickelt. Das übergreifende Ziel: Spinoza soll die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten nachhaltig vereinfachen und verbessern, ohne ihre Arbeit zu kompromittieren oder überflüssig zu machen. Auf Grundlage umfassender und vor allem zuverlässiger Datenbanken (aus der Wissenschaft, aus gesetzlichen Grundlagen sowie aus Medienberichten) soll Spinoza Medienschaffenden eine wichtige Hilfe in ihrer Recherche und Dokumentation zu komplexen Themen sein. KI wird somit journalistisch nutzbar gemacht, ohne das Recht der Allgemeinheit auf verlässliche Informationen zu gefährden.</p>
<p><strong><a href="https://rsfch.statslive.info/c/6102343551/eyJpdiI6ImtBY2ZpN2V6eVlRU2t0SFpHU3NjRnE2aVVlVXh6MzFYY2V6MVBIbHV5UVE9IiwibWFjIjoiOWI1NDI4YzAyYWM3ZTgzOTI1ZTc2N2U4YjY4ZWE3ZmEyNDdmZWEyN2NmOTY5MjBkNWRkNWIwNDlmMDA2ZmZjMiIsInZhbHVlIjoiZjlzNDk5QWtnb01qWURyYTlxSDlVYzJzUzZoWkJnTWxYV3VJbXl2VDJrOD0ifQ==" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ik="ik-secure">Lesen Sie hier den gesamten Bericht «SpinozAI. Augmenting Journalism with Innovation and Ethics» auf englisch.</a></strong></p>
<h5><strong>Pilotphase zum Thema Klimawandel und Umwelt</strong></h5>
<p>In einer Pilotphase in Frankreich wurde Spinoza in den vergangenen Monaten von einem Panel von 281 französischen Medienschaffenden getestet und ausprobiert. Der thematische Fokus des Tools lag dabei auf den Themen Klimawandel und Umwelt. Wissenschaftliche Berichte, Gesetzestexte sowie amtliche Publikationen, und mehr als 28&#8217;000 Artikel, die seit 2022 in der französischen Presse veröffentlicht wurden, dienten der KI dabei als Grundlage. Diese Grundlage erlaubte es Medienschaffenden, schnell zuverlässige komplexe Forschungsergebnisse und journalistische Berichterstattung zu synthetisieren, zusammenzufassen und mit glaubwürdigen und wissenschaftlichen Quellen zu belegen.</p>
<p>RSF betont dabei, dass Spinoza als Werkzeug dienen soll, das Recherche- und Dokumentationsarbeit übernehmen kann, ohne journalistische Arbeit überflüssig zu machen. Auf Basis dieser synthetisierten Daten müssen die Medienschaffenden nach wie vor selbst die Daten einordnen, und in ihre eigenen Artikel oder Beiträge fliessen lassen.</p>
<blockquote><p>«<em>RSF legt viel Wert darauf, einen ethischen und verantwortungsbewussten Weg mit KI zu beschreiten. Innovation soll dabei nicht zur Marginalisierung des Journalismus führen. Im </em><em>Gegenteil: Das Projekt Spinoza bekräftigt die zentrale Rolle der Redaktionen bei der Auswahl, Priorisierung und Produktion von qualitativ hochwertigen Inhalten sowie den unbestreitbaren Mehrwert journalistischer Inhalte in Systemen künstlicher Intelligenz.</em> <em>Journalistinnen und Verleger haben damit die Macht und Möglichkeiten, den Journalismus neu zu erfinden – vorausgesetzt, sie geben ihm wieder technologische Souveränität.</em>»</p>
<p><strong>Thibaut Bruttin</strong><br />
Generaldirektor von RSF</p></blockquote>
<h5><strong>Das Spinoza-Projekt zeigt dabei vier Säulen auf, die notwendig sind, um ein vertrauenswürdiges Tool für Medienschaffende zu entwickeln: </strong></h5>
<ol>
<li>Journalistinnen und Journalisten zu unterstützen, anstatt sie durch KI zu ersetzen,</li>
<li>Inhalte im Dienste des Interesses der Allgemeinheit zu entwickeln,</li>
<li>Das Tool auf Grundlage konkreter Sachverhalte zu entwickeln, anstatt neue Inhalte durch generative KI zu schaffen,</li>
<li>Damit zusammenhängend den Algorithmus generativer KI einzudämmen.</li>
</ol>
<h5><strong>Open Source als Möglichkeit für Medienschaffende weltweit</strong><strong> – auch in der Schweiz</strong></h5>
<p>Der Code für das Spinoza-Tool soll, sobald die Projektphase abgeschlossen ist, als open source auf der Plattform <a href="https://rsfch.statslive.info/c/6102342906/eyJpdiI6InZhZGkxMFR2R01pZmMyUjBteGdFaVRyb2trK0h4dkVcL3dyYWR3Nm9nOERJPSIsIm1hYyI6IjY1MWM1NzZiMzkyMjc2N2ViOTYzMGYzZGM1ZThkMGUyZmRiMGE1MjZhYjI5NWM5MmMxMTU1NWQwYjcwNzdjMWMiLCJ2YWx1ZSI6IkF6cWZpSmRoNHEyNHdkc01pUDFWb3FUTUNpQmZqdlwva245aEx2aUk1WW9FPSJ9" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ik="ik-secure"><u><strong>Hugging</strong></u><u><strong> Face</strong></u></a><strong> </strong>zur Verfügung gestellt werden, sodass Medienschaffende und Verleger weltweit die Möglichkeit haben, sich auf Basis des Codes ein eigenes, auf ihre eigenen Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnittenes Tool zu kreieren. In seiner Testphase ist Spinoza erst auf Englisch und Französisch verfügbar.</p>
<blockquote><p>«<em>In Frankreich sind die Reaktionen von Verlagen und Medienschaffenden auf das Spinoza-Projekt </em><em>sehr</em><em> positiv. Das Tool wird als «Goldgrube» oder «Gam</em><em>e </em><em>C</em><em>hanger</em><em>» bezeichnet. Aufgrund der Open-Source Struktur kann das Projekt von Medienschaffenden in Zukunft auch in der Schweiz auf die eigenen Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt werden. Dank des </em><em>C</em><em>odes kann sich im Idealfall jede Redaktion auf Spinoza beziehen, um die eigene Arbeit effizient, sicher, verantwortungsbewusst, und nach journalistischen Standards durchzuführen.</em><em> Das stärkt nicht nur das Vertrauen in den Journalismus, sondern auch in die Technologie sowie in die Demokratie hier in der Schweiz.</em><em>»</em></p>
<p><strong>Denis Masmejan</strong><br />
Generalsekretär von RSF Schweiz</p></blockquote>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wachsende Repressionen gegen Medienschaffende: 70% der Nothilfegelder von RSF flossen 2024 an Journalistinnen und Journalisten im Exil</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/wachsende-repressionen-gegen-medienschaffende-70-der-nothilfegelder-von-rsf-flossen-2024-an-journalistinnen-und-journalisten-im-exil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin-rsf2]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 14:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlichte Anfang Woche seinen jährlichen Bericht über seine Tätigkeit zur Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten sowie von Medien. Der Bericht beleuchtet das Ausmass der Vertreibung und erzwungenen Umsiedlung von Medienschaffenden im globalen Kontext. Die Risiken für Medienschaffende in Konfliktgebieten ist dabei im letzten Jahr weiter angestiegen. RSF stellte dabei 70% der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlichte Anfang Woche seinen jährlichen Bericht über seine Tätigkeit zur Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten sowie von Medien. Der Bericht beleuchtet das Ausmass der Vertreibung und erzwungenen Umsiedlung von Medienschaffenden im globalen Kontext. Die Risiken für Medienschaffende in Konfliktgebieten ist dabei im letzten Jahr weiter angestiegen. RSF stellte dabei 70% der Nothilfegelder weltweit für die Niederlassung und Unterstützung verfolgter Journalistinnen und Journalisten im Exil bereit. Deren Unterstützung ist zu einem prioritären Aufgabe im Kampf um das Recht auf Information geworden. </strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/BILAN-ASSISTANCE-2024_EN_0.pdf" target="_blank" rel="noopener">Lesen Sie den gesamten Bericht zur RSF-Nothilfe hier (auf Englisch).</a></strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mehr als 700 Medienschaffende erhielten im Jahr 2024 Nothilfe von RSF. Angesichts der zunehmenden Bedrohung für Medienschaffende in Konfliktgebieten, (welche RSF bereits in seiner </span><a href="https://rsf.org/fr/bilan-2024-le-journalisme-paie-un-prix-humain-exorbitant-dans-les-conflits-et-les-r%C3%A9gimes" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">Jahresbilanz 2024</span></a><span style="font-weight: 400;"> thematisierte), floss die Mehrheit der RSF-Nothilfegelder – gut 70% des gesamten Budgets – in die Unterstützung von vorübergehend oder definitiv exilierten Medienschaffenden. Diese Hilfsgelder ermöglichen es Journalistinnen und Journalisten in Asien, im Nahen Osten, in Afrika, in Osteuropa sowie in Mittel- und Südamerika, im Exil weiter zu arbeiten, und sich vor Todesdrohungen, Inhaftierung oder physischen Repressalien in Sicherheit zu bringen.</span></p>
<div class="clearfix text-formatted field field--name-field-texte-riche field--type-text-long field--label-hidden field__item">
<blockquote><p><i><span style="font-weight: 400;">«Die Unterstützung von exilierten und vertriebenen Medienschaffenden ist eine Priorität von RSF. Angesichts der weltweiten Unterdrückung von Journalistinnen und Journalisten ist es dringend notwendig, dass sich die internationale Gemeinschaft konkret für deren Schutz einsetzt. Die Schaffung eines europäischen Status für Journalisten im Exil ist eine zwingende Notwendigkeit, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und es ihnen zu ermöglichen, ihre wichtigste Aufgabe fortzusetzen: vor Ort zu berichten. Europa muss dabei ein Zufluchtsort für diejenigen sein können, die ihr Leben riskieren, damit die globale Bevölkerung ihr Recht wahrnehmen kann, sich frei zu informieren.»</span></i></p>
<p><strong>Victoria Lavenue</strong><br />
<span style="font-weight: 400;">Leiterin des Desks für Nothilfe und Assistenz bei RSF</span></p></blockquote>
</div>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-37526" src="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Bereiche-1-1024x445.png" alt="" width="1024" height="445" srcset="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Bereiche-1-1024x445.png 1024w, https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Bereiche-1-980x426.png 980w, https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Bereiche-1-480x209.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Nothilfedesk von RSF verteilte darüber hinaus Stipendien an Medienschaffende, die in ihrem Heimatland oder in Transitländern bedroht waren, und deckte damit medizinische, rechtliche, psychologische und materielle Kosten. Mehr als 400 Betroffene erhielten zudem administrative Unterstützung. RSF unterstützt auch Medien, die mit Sicherheits- oder Finanzkrisen konfrontiert sind. Im Jahr 2024 leistete die Organisation Nothilfe für 42 Medien in 16 Ländern. 21 dieser Medien befinden sich derzeit im Exil. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Jahr 2024 unterstützte der Nothilfedesk von RSF International insbesondere Medienschaffende aus Afghanistan, aber auch aus Russland, aus dem Iran, aus Myanmar oder aus dem Sudan. In diesen Ländern sind Repressionen gegen die Presse besonders weitreichend.</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Afghanistan</strong>: Drei Jahre nach der Machtübernahme durch die Taliban bleibt Afghanistan mit 160 unterstützten Medienschaffenden auch 2024 der Schwerpunkt der Arbeit des RSF-Nothilfedesks. Mehr als 100 von ihnen sitzen derzeit</span><a href="https://rsf.org/fr/rsf-s-alarme-de-la-situation-des-journalistes-afghans-au-pakistan-entre-harc%C3%A8lement-policier-co%C3%BBt" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">in Pakistan fest</span></a><span style="font-weight: 400;"> und warten auf ein humanitäres Visum. </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Russland</strong>: Im Jahr 2024 unterstützte der Nothilfedesk von RSF 72 russische Journalistinnen und Journalisten finanziell, damit diese sich ausserhalb ihres Landes neu organisieren und ihre unabhängige journalistische Arbeit vom Exil aus weiterführen können. Dieser Aspekt stellt einen wichtigen Aspekt im Kampf gegen die Propaganda des Kremls dar.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Palästina</strong>: Die Palästinensischen Gebiete, vor allem Gaza, sind zur </span><a href="https://rsf.org/fr/cessez-le-feu-%C3%A0-gaza-rsf-appelle-%C3%A0-l-ouverture-des-fronti%C3%A8res-et-%C3%A0-des-sanctions-pour-les-crimes" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">gefährlichsten Region der Welt für Medienschaffende</span></a><span style="font-weight: 400;"> geworden. Seit Oktober 2023 wurden mehr als 150 Medienschaffende von der israelischen Armee getötet, mindestens 41 davon in direkter Ausübung ihrer Arbeit. Neben der</span><a href="https://rsf.org/fr/rsf-mobilise-plus-de-100-000-euros-pour-soutenir-250-journalistes-%C3%A0-gaza" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Verteilung von Ausrüstung in Gaza</span></a><span style="font-weight: 400;"> durch unseren lokalen Partner </span><i><span style="font-weight: 400;">Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ)</span></i><span style="font-weight: 400;"> hat der RSF-Nothilfedesk </span><a href="https://rsf.org/fr/rsf-mobilise-plus-de-100-000-euros-pour-soutenir-250-journalistes-%C3%A0-gaza" target="_blank" rel="noopener"><span style="font-weight: 400;">15 Medienschaffende aus Gaza, die in Nachbarländer geflüchtet waren, finanziell unterstützt</span></a><span style="font-weight: 400;"> und dabei eine Schlüsselrolle bei den Behördengängen ebendieser Journalisten gespielt – insbesondere bei der Erleichterung ihrer Visa-Anträge.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Iran</strong>: Die Islamische Republik Iran ist nach wie vor eines der repressivsten Regime gegenüber Medienschaffenden weltweit. Im Jahr 2024 unterstützte das Assistenzbüro von RSF 43 iranische Medienschaffenden im Exil. </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Myanmar</strong>: Myanmar gilt als eines der grössten Gefängnisse für Medienschaffende weltweit. Über 60 wurden dort inhaftiert, viele weitere mussten ins Exil flüchten. Im Jahr 2024 startete RSF deswegen ein</span><a href="https://rsf.org/fr/tha%C3%AFlande-rsf-lance-un-projet-de-soutien-aux-journalistes-birmans" target="_blank" rel="noopener"> <span style="font-weight: 400;">Programm zur Unterstützung von vertriebenen myanmarischen Journalisten in Thailand</span></a><span style="font-weight: 400;">. Daneben hat der RSF-Nothilfedesk 43 Medienschaffende im Land finanziell unterstützt. </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Sudan</strong>: Aufgrund des Krieges im Land ist Sudan bis heute eines der für Medienschaffende gefährlichsten Länder weltweit. 2024 unterstützte der RSF-Nothilfedesk 22 sudanesische Journalistinnen und Journalisten, die aufgrund ihrer Arbeit unter Beschuss geraten.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"><strong>Nicaragua</strong>: Das Regime von Daniel Ortega geht immer stärker und gezielter gegen unabhängige Medienschaffende vor. Im Jahr 2024 leistete RSF deswegen finanzielle Unterstützung für nicaraguanische Medienschaffende im Exil (etwa in Costa Rica oder in den USA), damit diese dort ihren neuen Lebensunterhalt bestreiten können. </span></li>
</ul>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-37528" src="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Lander-1-1024x580.png" alt="" width="1024" height="580" srcset="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Lander-1-1024x580.png 1024w, https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Lander-1-980x556.png 980w, https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2025/01/RSF-Assistance-Lander-1-480x272.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></p>
<h5><b>Unterstützte Medienschaffende auch in der Schweiz</b></h5>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch in der Schweiz leistet RSF seit mittlerweile zehn Jahren Notfhilfe für verfolgte und exilierte Medienschaffende. Seit 2015 verfügt RSF Schweiz dazu über eine eigene Hilfsstruktur in Form eines Unterstützungs- und Solidaritätsfonds für Medienschaffende im Exil. Dieser wird bislang hauptsächlich durch Beiträge mehrerer privater Stiftungen finanziert. Seit seiner Einführung hat RSF Schweiz mit dem Fonds insgesamt 164’032 Franken an 34 Medienschaffende vergeben. Diese stammen aus 16 Ländern, hauptsächlich aus der Türkei (30%), aber auch aus dem Iran (10%), aus Afghanistan (7%), Aserbaidschan (7%), Syrien (7%) sowie aus dem Jemen (7%). </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die gewährten Fördermittel wurden hauptsächlich für den Kauf von Computer- und audiovisueller Ausrüstung zur Fortsetzung der journalistischen Tätigkeit aufgewendet (rund 45% des Fonds). Aber auch Sprachkurse und andere Schulungen konnten mit dem Geld finanziert werden (rund 25% des Budgets).</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Jahr 2024 unterstützte RSF Schweiz mit dem Fonds fünf Journalisten aus Kolumbien, Belarus, Gambia und Russland mit Gesamtausgaben von rund 14&#8217;000 Franken. Um den Bedürfnissen von Journalistinnen und Journalisten im Exil besser gerecht zu werden, wurde zudem das Reglement für die Verwendung des Unterstützungsfonds angepasst und aktualisiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um die Kohärenz der weltweiten Arbeit von RSF zu garantieren, wird jedes Gesuch, das bei der Schweizer Sektion von RSF eintrifft, vorgängig von unserem internationalen Sekretariat in Paris geprüft. RSF Schweiz ist stolz darauf, Medienschaffende, die in unserem Land Zuflucht gefunden haben, zu unterstützen. Der Fonds stellt ein Vorzeigeprojekt für unsere Arbeit zur Förderung der Informationsfreiheit weltweit dar.</span></p>
<p><em>(Illustration Cover: Sophie Bourlet)</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jahresbilanz 2024: Der Journalismus bezahlt in Konfliktgebieten und unter repressiven Regimen einen exorbitant hohen Preis</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/jahresbilanz-2024-der-journalismus-bezahlt-in-konfliktgebieten-und-unter-repressiven-regimen-einen-exorbitant-hohen-preis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 05:30:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen (RSF) für das Jahr 2024 deutet auf eine alarmierende Tendenz hin: Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten – insbesondere in Konfliktgebieten, wo mehr als die Hälfte aller 2024 getöteten Medienschaffenden ihr Leben verloren – nehmen zu. Gaza sticht dabei als für Medienschaffende gefährlichster Ort heraus. Nirgends wurden im vergangenen Jahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Die Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen (RSF) für das Jahr 2024 deutet auf eine alarmierende Tendenz hin: Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten – insbesondere in Konfliktgebieten, wo mehr als die Hälfte aller 2024 getöteten Medienschaffenden ihr Leben verloren – nehmen zu. Gaza sticht dabei als für Medienschaffende gefährlichster Ort heraus. Nirgends wurden im vergangenen Jahr mehr Journalistinnen und Journalisten in Ausübung ihres Berufs getötet. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden über 145 von ihnen von der israelischen Armee getötet, davon mindestens 35 in Zusammenhang mit ihrer Arbeit als Medienschaffende. Darüber hinaus sind aktuell über 550 Medienschaffende rund um den Globus inhaftiert, sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. Diese Gewalt gegen Medienschaffende – die oft von Regierungen oder bewaffneten Gruppierungen ausgeht, ohne dass diese zur Rechenschaft gezogen werden – verlangt nach einer unmittelbaren Antwort. RSF fordert daher dringende Massnahmen, um Journalistinnen und Journalisten sowie den Journalismus an sich zu schützen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2024/12/Bilan-2024-EN.pdf"><strong>LESEN SIE DEN GESAMTEN BERICHT HIER (AUF ENGLISCH)</strong></a></p>
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<p class="docData;DOCY;v5;3447;BQiAAgAAEYQCAAAGiAIAAAPeDAAABewMAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUgoAAABkCQAAAS4AAAABBgAAAAAJBgAAAAAaBhYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAAiwJAAAF4QAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAjBAAAAALwAAACrAEoAbwB1AHIAbgBhAGwAaQBzAHQAZQBuACAAcwB0AGUAcgBiAGUAbgAgAG4AaQBjAGgAdAAgAGUAaQBuAGYAYQBjAGgALAAgAHMAaQBlACAAdwBlAHIAZABlAG4AIABnAGUAdAD2AHQAZQB0ADsAIABzAGkAZQAgAHMAaQBuAGQAIABuAGkAYwBoAHQAIABlAGkAbgBmAGEAYwBoACAAaQBtACAARwBlAGYA5ABuAGcAbgBpAHMALAAgAAUrAAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAsAAAAABgAAAHMAaQBlAAWjAAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACIMAAAAAfgAAACAAdwBlAHIAZABlAG4AIAB2AG8AbgAgAFIAZQBnAGkAbQBlAG4AIAB2AGUAcgBoAGEAZgB0AGUAdAA7ACAAcwBpAGUAIAB2AGUAcgBzAGMAaAB3AGkAbgBkAGUAbgAgAG4AaQBjAGgAdAAgAGUAaQBuAGYAYQBjAGgALAAgAAUtAAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACA0AAAAACAAAAHMAaQBlACAABYcBAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIZwEAAABiAQAAdwBlAHIAZABlAG4AIABlAG4AdABmAPwAaAByAHQALgAgAEQAaQBlAHMAZQAgAFYAZQByAGIAcgBlAGMAaABlAG4AIAATICAAbwBmAHQAbQBhAGwAcwAgAHYAbwBuACAAUgBlAGcAaQBtAGUAbgAgAG8AZABlAHIAIABiAGUAdwBhAGYAZgBuAGUAdABlAG4AIABHAHIAdQBwAHAAaQBlAHIAdQBuAGcAZQBuACAAbwByAGMAaABlAHMAdAByAGkAZQByAHQAIAATICAAdgBlAHIAcwB0AG8AcwBzAGUAbgAgAGcAZQBnAGUAbgAgAGkAbgB0AGUAcgBuAGEAdABpAG8AbgBhAGwAZQBzACAAUgBlAGMAaAB0ACAAdQBuAGQAIABiAGwAZQBpAGIAZQBuACAAdgBpAGUAbAAgAHoAdQAgAG8AZgB0ACAAbwBoAG4AZQAgAFMAdAByAGEAZgBlAC4ABTcAAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIFwAAAAASAAAAIABEAGEAZwBlAGcAZQBuACAABTMAAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIEwAAAAAOAAAAbQD8AHMAcwBlAG4AIAAFLQAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgNAAAAAAgAAAB3AGkAcgAgAAU5AAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACBkAAAAAFAAAAGUAdAB3AGEAcwAgAHQAdQBuAC4ABU0AAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAILQAAAAAoAAAAIABWAGUAcgBnAGUAcwBzAGUAbgAgAHcAaQByACAAbgBpAGMAaAB0AAXTAQAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACLMBAAAArgEAACwAIABkAGEAcwBzACAAZABpAGUAcwBlACAATQBlAGQAaQBlAG4AcwBjAGgAYQBmAGYAZQBuAGQAZQBuACAAZgD8AHIAIAB1AG4AcwAgAHMAdABlAHIAYgBlAG4ALAAgAGQAYQBtAGkAdAAgAHMAaQBlACAAdQBuAHMAIAB3AGUAaQB0AGUAcgAgAGkAbgBmAG8AcgBtAGkAZQByAGUAbgAgAGsA9gBuAG4AZQBuAC4AIABXAGkAcgAgAG0A/ABzAHMAZQBuACAAZABpAGUAcwBlACAARgDkAGwAbABlACAAZABvAGsAdQBtAGUAbgB0AGkAZQByAGUAbgAsACAAYgBlAG4AZQBuAG4AZQBuACwAIAB1AG4AdABlAHIAcwB1AGMAaABlAG4AIAB1AG4AZAAgAHYAZQByAHUAcgB0AGUAaQBsAGUAbgAuACAAVQBuAGQAIAB3AGkAcgAgAG0A/ABzAHMAZQBuACAAcwBpAGMAaABlAHIAcwB0AGUAbABsAGUAbgAsACAAZABhAHMAcwAgAEcAZQByAGUAYwBoAHQAaQBnAGsAZQBpAHQAIAAFKwAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgLAAAAAAYAAAB2AG8AcgAFSQAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgpAAAAACQAAABoAGUAcgByAHMAYwBoAHQALgAgAFMAbwBsAGMAaABlAHMAIAAFMwAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgTAAAAAA4AAABVAG4AaABlAGkAbAAgAAVnAAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACEcAAAAAQgAAAGQAYQByAGYAIABuAGkAZQAgAGcAZQB3AGkAbgBuAGUAbgAuACAARABpAGUAagBlAG4AaQBnAGUAbgAgAHoAdQAgAAUpAAAAARYAAAABAQEVAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAkAAAAABAAAAGIAZQAFlwAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAh3AAAAAHIAAABzAGMAaAD8AHQAegBlAG4ALAAgAGQAaQBlACAAdQBuAHMAIABpAG4AZgBvAHIAbQBpAGUAcgBlAG4ALAAgAGIAZQBkAGUAdQB0AGUAdAAsACAAZABpAGUAIABXAGEAaAByAGgAZQBpAHQAIAB6AHUAIAAFKQAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgJAAAAAAQAAABiAGUABTkAAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIGQAAAAAUAAAAcwBjAGgA/AB0AHoAZQBuAC4AuwAFIAAAAAEWAAAAAQEBFQEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAABSAAAAABFgAAAAEBARUBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIAAAAAADkAAAAASgAAAABBgAAAAAJBgAAAAAaBhAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAArIAAAAFbwAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAhVAAAAAFAAAABUAGgAaQBiAGEAdQB0ACAAQgByAHUAdAB0AGkAbgAsACAARwBlAG4AZQByAGEAbABkAGkAcgBlAGsAdABvAHIAIAB2AG8AbgAgAFIAUwBGAAUaAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAAAAAAFGgAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAACgAAAAAAAAAAEQAAAACHAAAAAC0AAAABBgAAAAAJBhsAAAAnBAMBAAALAQEcAQAoBAAAAAAdAQApBKAAAAAbBgAAAAABSwAAACgBBykBByoBBysBBRMBAQgEFgAAABYEFgAAABkGCgAAAGYAcgAtAEMASAAaBgoAAABhAHIALQBTAEEAGwYKAAAAZQBuAC0AVQBTAAIAAAAA"><em>«Journalistinnen und Journalisten sterben nicht einfach, sie werden getötet; sie sind nicht einfach im Gefängnis, </em><em>sie</em><em> werden von Regimen verhaftet; sie verschwinden nicht einfach, </em><em>sie </em><em>werden entführt. Diese Verbrechen – oftmals von Regimen oder bewaffneten Gruppierungen orchestriert – verstossen gegen internationales Recht und bleiben viel zu oft ohne Strafe.</em><em> Dagegen </em><em>müssen </em><em>wir </em><em>etwas tun. </em><em>Vergessen wir nicht</em><em>, dass diese Medienschaffenden für uns sterben, damit sie uns weiter informieren können. Wir müssen diese Fälle dokumentieren, benennen, untersuchen und verurteilen. Und wir müssen sicherstellen, dass Gerechtigkeit </em><em>vor</em><em>herrscht. Solches </em><em>Unheil </em><em>darf nie gewinnen. Diejenigen zu </em><em>be</em><em>schützen, die uns informieren, bedeutet, die Wahrheit zu </em><em>be</em><em>schützen.»</em></p>
<p><strong>Thibaut Bruttin </strong><br />
Generaldirektor von RSF</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h5>54 Medienschaffende in Ausführung ihres Berufs getötet</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Von den 54 umgekommenen Journalistinnen und Journalisten wurden 31 in Konfliktzonen getötet. Ein Drittel aller 2024 umgekommenen Journalistinnen und Journalisten wurde dabei von der Israelischen Armee getötet. </strong><span class="docData;DOCY;v5;3528;BQiAAgAAEYQCAAAGiAIAAAO2BQAABXcLAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAKgMAAAAlAwAAAUYAAAAVBgYAAAA2ADMANQAWBgwAAAAXBAAAAAAYBAEAAAABBgAAAAAJBgAAAAAaBhAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAAtUCAAAFjQAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAhzAAAAAG4AAABSAHUAbgBkACAAdQBtACAAZABlAG4AIABHAGwAbwBiAHUAcwAgAGgAYQB0ACAAZABpAGUAIABaAGEAaABsACAAZABlAHIAIABpAG4AIABLAG8AbgBmAGwAaQBrAHQAZwBlAGIAaQBlAHQAZQBuAAVxAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACFcAAAAAUgAAACAAKABJAHIAYQBxACwAIABTAHUAZABhAG4ALAAgAE0AeQBhAG4AbQBhAHIALAAgAFUAawByAGEAaQBuAGUAIAB1AG4AZAAgAEcAYQB6AGEAKQAF7wAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAjVAAAAANAAAAAgAGcAZQB0APYAdABlAHQAZQBuACAASgBvAHUAcgBuAGEAbABpAHMAdABpAG4AbgBlAG4AIAB1AG4AZAAgAEoAbwB1AHIAbgBhAGwAaQBzAHQAZQBuACAAZQBpAG4AZQBuACAASAD2AGMAaABzAHQAcwB0AGEAbgBkACAAaQBuAG4AZQByAGgAYQBsAGIAIABkAGUAcgAgAGwAZQB0AHoAdABlAG4AIABmAPwAbgBmACAASgBhAGgAcgBlAG4AIABlAHIAcgBlAGkAYwBoAHQABXEAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIVwAAAABSAAAAIAAoADUANwAgACUAIABhAGwAbABlAHIAIABnAGUAdAD2AHQAZQB0AGUAbgAgAE0AZQBkAGkAZQBuAHMAYwBoAGEAZgBmAGUAbgBkAGUAbgApAAUhAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAcAAAAAAgAAAC4ABRoAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIAAAAAAUKAAAAAQAAAAAIAAAAAAUKAAAACAUAAAANAAAAAL0FAAAAogUAAAGdBQAAAgQAAAAAAAAABI8FAAAFjgAAABgGBgAAABkBAAAABSUBCggGDAAAAAkHAAAACgIAAAAtAA0EAAAAAA4BAg8GHgAAAAEGDAAAACQE0AIAACYEmP7//wkGAAAAABsGAAAAABAGMQAAAAQGDgAAAEMAYQBsAGkAYgByAGkABQYOAAAAQwBhAGwAaQBiAHIAaQAqAQcrAQUTAQEdBAAAAAAgAQAFtAAAABgGBgAAABkBAAAABSUBCggGDAAAAAkHAAAACgIAAABvAA0EAQAAAA4BAg8GHgAAAAEGDAAAACQEoAUAACYEmP7//wkGAAAAABsGAAAAABAGVwAAAAQGFgAAAEMAbwB1AHIAaQBlAHIAIABOAGUAdwAFBhYAAABDAG8AdQByAGkAZQByACAATgBlAHcABwYWAAAAQwBvAHUAcgBpAGUAcgAgAE4AZQB3ABMBAR0EAQAAACABAAWQAAAAGAYGAAAAGQEAAAAFJQEKCAYMAAAACQcAAAAKAgAAAKfwDQQBAAAADgECDwYeAAAAAQYMAAAAJARwCAAAJgSY/v//CQYAAAAAGwYAAAAAEAYzAAAABAYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMABQYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMAEwEBHQQCAAAAIAEABYQAAAAYBgYAAAAZAQAAAAUlAQoIBgwAAAAJBwAAAAoCAAAAt/ANBAEAAAAOAQIPBh4AAAABBgwAAAAkBEALAAAmBJj+//8JBgAAAAAbBgAAAAAQBicAAAAEBgwAAABTAHkAbQBiAG8AbAAFBgwAAABTAHkAbQBiAG8AbAATAQEdBAMAAAAgAQAFtAAAABgGBgAAABkBAAAABSUBCggGDAAAAAkHAAAACgIAAABvAA0EAQAAAA4BAg8GHgAAAAEGDAAAACQEEA4AACYEmP7//wkGAAAAABsGAAAAABAGVwAAAAQGFgAAAEMAbwB1AHIAaQBlAHIAIABOAGUAdwAFBhYAAABDAG8AdQByAGkAZQByACAATgBlAHcABwYWAAAAQwBvAHUAcgBpAGUAcgAgAE4AZQB3ABMBAR0EBAAAACABAAWQAAAAGAYGAAAAGQEAAAAFJQEKCAYMAAAACQcAAAAKAgAAAKfwDQQBAAAADgECDwYeAAAAAQYMAAAAJATgEAAAJgSY/v//CQYAAAAAGwYAAAAAEAYzAAAABAYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMABQYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMAEwEBHQQFAAAAIAEABYQAAAAYBgYAAAAZAQAAAAUlAQoIBgwAAAAJBwAAAAoCAAAAt/ANBAEAAAAOAQIPBh4AAAABBgwAAAAkBLATAAAmBJj+//8JBgAAAAAbBgAAAAAQBicAAAAEBgwAAABTAHkAbQBiAG8AbAAFBgwAAABTAHkAbQBiAG8AbAATAQEdBAYAAAAgAQAFtAAAABgGBgAAABkBAAAABSUBCggGDAAAAAkHAAAACgIAAABvAA0EAQAAAA4BAg8GHgAAAAEGDAAAACQEgBYAACYEmP7//wkGAAAAABsGAAAAABAGVwAAAAQGFgAAAEMAbwB1AHIAaQBlAHIAIABOAGUAdwAFBhYAAABDAG8AdQByAGkAZQByACAATgBlAHcABwYWAAAAQwBvAHUAcgBpAGUAcgAgAE4AZQB3ABMBAR0EBwAAACABAAWQAAAAGAYGAAAAGQEAAAAFJQEKCAYMAAAACQcAAAAKAgAAAKfwDQQBAAAADgECDwYeAAAAAQYMAAAAJARQGQAAJgSY/v//CQYAAAAAGwYAAAAAEAYzAAAABAYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMABQYSAAAAVwBpAG4AZwBkAGkAbgBnAHMAEwEBHQQIAAAAIAEAEREAAAASDAAAABMEAAAAABQEAQAAAE0CAAAALQAAAAEGAAAAAAkGGwAAACcEAwEAAAsBARwBACgEAAAAAB0BACkEoAAAABsGAAAAAAFLAAAAKAEHKQEHKgEHKwEFEwEBCAQWAAAAFgQWAAAAGQYKAAAAZgByAC0AQwBIABoGCgAAAGEAcgAtAFMAQQAbBgoAAABlAG4ALQBVAFMAAsYBAAAAwQEAAAEGAAAANgAzADUAAhwAAABMAGkAcwB0ACAAUABhAHIAYQBnAHIAYQBwAGgACQEAAAADAwYAAAA2ADMAMQAKAQAAAAELBAAAACIAAAAFiQAAAAABAAEBAAIBCwMBACgBBykBByoBBysBBQgEFgAAAAoBAAwBACYEAAAAAA8BABABABEBACcEAAAAABQBABUBABYEFgAAABcBABgBABkGCgAAAGYAcgAtAEMASAAaBgoAAABhAHIALQBTAEEAGwYKAAAAZQBuAC0AVQBTABwGAgAAAAAAHgEALgEABuIAAAAAAQEBBhIAAAAkBNACAAAlBAAAAAAmBAAAAAAFAQEGAQAHAQAIAQAJBhsAAAAnBAMBAAALAQEcAQAoBAAAAAAdAQApBKAAAAAOBggAAAAAAQEBA////xkBARsGfQAAAAAUAAAAAAMAAAAFBAAAAAAGBAQAAAADAQABFAAAAAADAAAABQQAAAAABgQEAAAAAwEAAhQAAAAAAwAAAAUEAAAAAAYEBAAAAAMBAAMUAAAAAAMAAAAFBAAAAAAGBAQAAAADAQALFAAAAAADAAAABQQAAAAABgQEAAAAAwEALAEALwEA">Rund um den Globus hat die Zahl der in Konfliktgebieten</span> (Irak, Sudan, Myanmar, Ukraine und Gaza) getöteten Journalistinnen und Journalisten eine neue Höchstquote innerhalb der letzten fünf Jahre erreicht (57 % aller getöteten Medienschaffenden).</p>
<ul>
<li><strong>Gaza</strong><strong> </strong>ist dabei der weltweit gefährlichste Ort für Journalistinnen und Journalisten. Gemäss den jüngsten Informationen von RSF verloren im Jahr 2024 knapp 30 %  aller getöteten Journalistinnen und Journalisten ihr Leben im Gazastreifen. Sie wurden von der israelischen Armee getötet.</li>
<li><strong>RSF </strong>wird diese Fälle weiterhin untersuchen, um gezielte Tötungen von Medienschaffenden zu identifizieren und zu verurteilen. Bis jetzt hat RSF beim Internationalen Strafgerichtshof ICC in Den Haag bereits vier Beschwerden wegen an Journalistinnen und Journalisten begangenen Kriegsverbrechen eingereicht.</li>
<li><strong>Süd- und Südostasien</strong> ist die für Medienschaffende zweitgefährlichste Region der Welt. Aufgrund der hohen Anzahl getöteter Medienschaffender in Pakistan (7) sowie im Kontext der Proteste in Bangladesch (5) ist die Region im Jahr 2024 die für Medienschaffende zweitgefährlichste weltweit.</li>
</ul>
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<h5 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Journalistinnen und Journalisten inhaftiert</h5>
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<p 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ist eine Zunahme von inhaftierten Medienschaffenden von 7,2 % im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. </strong>Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die vielen Inhaftierungen von Journalistinnen und Journalisten in Russland (+8) und in Israel (+17) zurückzuführen.</p>
<p><strong>Israel ist damit aktuell das drittgrösste Gefängnis für Medienschaffende weltweit. </strong>Mit Abstand am meisten neue Inhaftierungen von Journalistinnen und Journalisten im Jahr 2024 sind in Israel dokumentiert. Nach 17 neuen Festnahmen 2024 sind im Land 41 Medienschaffende inhaftiert.</p>
<p><strong>Insbesondere vier Länder sind für die hohe Anzahl inhaftierter Medienschaffende verantwortlich. </strong>Die vier grössten Gefängnisse für Journalistinnen und Journalisten im Jahr 2024 sind China (124 Inhaftierte, darunter 11 in Hongkong), Myanmar (61 Inhaftierte), Israel (41 Inhaftierte) und Belarus (40 Inhaftierte). Diese vier Länder haben zusammen mehr als die Hälfte aller weltweit eingesperrten Medienschaffenden inhaftiert.</p>
<p><strong>Verhängte </strong><strong>Gefängnisstrafen belaufen sich insgesamt auf über 250 Jahre Haft. </strong>Die Inhaftierung von Medienschaffenden stellt ein Mittel der Repression dar, insbesondere im Kontext von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine oder dem Krieg im Gazastreifen. Bei vielen steht ein Urteil noch aus. Russland (38 Inhaftierte) beispielsweise missbraucht seine Gefängnisse, um unabhängige russische (19) und ukrainische (19) Journalisten zum Schweigen zu bringen.</p>
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<h5 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Medienschaffende in Geiselhaft</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p class="docData;DOCY;v5;6240;BQiAAgAAEYQCAAAGiAIAAANOEAAABQ8WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAwg0AAADZAAAAASsAAAABBgAAAAAFAQMJBgAAAAAaBhAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAAqQAAAAFYQAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAhHAAAAAEIAAAA1ADUAIABNAGUAZABpAGUAbgBzAGMAaABhAGYAZgBlAG4AZABlACAAaQBuACAARwBlAGkAcwBlAGwAaABhAGYAdAAFGgAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAABRoAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIAAAAAACpBAAAAU8AAAAVBgYAAAA2ADMANQAWBgwAAAAXBAAAAAAYBAEAAAABBgAAAAAFAQMJBgAAAAAaBhYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAAlAEAAAFxwAAAAEWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAinAAAAAKIAAAA3ADAAIABQAHIAbwB6AGUAbgB0ACAAZABlAHIAIABhAGwAcwAgAEcAZQBpAHMAZQBsAG4AIABnAGUAbgBvAG0AbQBlAG4AZQBuACAATQBlAGQAaQBlAG4AcwBjAGgAYQBmAGYAZQBuAGQAZQBuACAAYgBlAGYAaQBuAGQAZQBuACAAcwBpAGMAaAAgAGkAbgAgAFMAeQByAGkAZQBuAC4AIAAFEQEAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAj3AAAAAPIAAABEAGkAZQAgAG0AZQBpAHMAdABlAG4AIABkAGUAcgAgAGkAbgAgAFMAeQByAGkAZQBuACAAYQBsAHMAIABHAGUAaQBzAGUAbABuACAAZgBlAHMAdABnAGUAaABhAGwAdABlAG4AZQBuACAASgBvAHUAcgBuAGEAbABpAHMAdABpAG4AbgBlAG4AIAB1AG4AZAAgAEoAbwB1AHIAbgBhAGwAaQBzAHQAZQBuACAAdwB1AHIAZABlAG4AIAB2AG8AbQAgAEkAcwBsAGEAbQBpAHMAYwBoAGUAbgAgAFMAdABhAGEAdAAgACgASQBTACkAIABlAAUfAgAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAUCAAAAAAIAAG4AdABmAPwAaAByAHQALgAgAEEAdQBjAGgAIAB6AGUAaABuACAASgBhAGgAcgBlACAAbgBhAGMAaAAgAGQAZQBzAHMAZQBuACAAZABhAG0AYQBsAGkAZwBlAHIAIABBAHUAcwByAHUAZgB1AG4AZwAgAGQAZQBzACAASwBhAGwAaQBmAGEAdABzACAAaQBzAHQAIABlAHMAIADkAHUAcwBzAGUAcgBzAHQAIABzAGMAaAB3AGkAZQByAGkAZwAsACAAdwBlAG4AbgAgAG4AaQBjAGgAdAAgAHUAbgBtAPYAZwBsAGkAYwBoACwAIABJAG4AZgBvAHIAbQBhAHQAaQBvAG4AZQBuACAA/ABiAGUAcgAgAGQAZQByAGUAbgAgAFMAYwBoAGkAYwBrAHMAYQBsACAAdQBuAGQAIABWAGUAcgBiAGwAZQBpAGIAIAB6AHUAIABlAHIAaABhAGwAdABlAG4ALgAgAEQAZQByACAASwBvAGwAbABhAHAAcwAgAHYAbwBuACAAQgBhAHMAaABhAHIAIABhAGwALQBBAHMAcwBhAGQAcwAgAFIAZQBnAGkAbQBlACAAZwBpAGIAdAAgAGEAbABsAGUAcgBkAGkAbgBnAHMAIABBAG4AbABhAHMAcwAgAHoAdQByACAASABvAGYAZgBuAHUAbgBnAC4ABSAAAAABFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIAAAAAAUgAAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAAAAAAACwMAAAFPAAAAFQYGAAAANgAzADUAFgYMAAAAFwQAAAAAGAQBAAAAAQYAAAAABQEDCQYAAAAAGgYWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIABsGAAAAAAKyAgAABX8AAAABFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIXwAAAABaAAAAWgB3AGUAaQAgAG4AZQB1AGUAIABHAGUAaQBzAGUAbABuAGEAaABtAGUAbgAgAGkAbQAgAEoAZQBtAGUAbgAgAGkAbQAgAEoAYQBoAHIAIAAyADAAMgA0AC4ABd8BAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIxQEAAADAAQAAIABJAG0AIABMAGEAbgBkACAAYQB1AGYAIABkAGUAcgAgAGEAcgBhAGIAaQBzAGMAaABlAG4AIABIAGEAbABiAGkAbgBzAGUAbAAgAHcAdQByAGQAZQBuACAAMgAwADIANAAgAHoAdwBlAGkAIABuAGUAdQBlACAATQBlAGQAaQBlAG4AcwBjAGgAYQBmAGYAZQBuAGQAZQAgAGEAbABzACAARwBlAGkAcwBlAGwAbgAgAGcAZQBuAG8AbQBtAGUAbgAuACAAVgBvAG4AIABkAGUAbgAgADUANQAgAEoAbwB1AHIAbgBhAGwAaQBzAHQAaQBuAG4AZQBuACAAdQBuAGQAIABKAG8AdQByAG4AYQBsAGkAcwB0AGUAbgAsACAAZABpAGUAIABzAGkAYwBoACAAYQBrAHQAdQBlAGwAbAAgAHcAZQBsAHQAdwBlAGkAdAAgAGkAbgAgAEcAZQBpAHMAZQBsAGgAYQBmAHQAIABiAGUAZgBpAG4AZABlAG4ALAAgAHcAYQByAGUAbgAgADUAMwAgAGIAZQByAGUAaQB0AHMAIAAyADAAMgAzACAARwBlAGkAcwBlAGwAbgAuAAUgAAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAAAAAAFIAAAAAEWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAAACEFAAABTwAAABUGBgAAADYAMwA1ABYGDAAAABcEAAAAABgEAQAAAAEGAAAAAAUBAwkGAAAAABoGFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAbBgAAAAACyAQAAAV/AAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACF8AAAAAWgAAAFoAdwBlAGkAIABuAGUAdQBlACAARwBlAGkAcwBlAGwAbgBhAGgAbQBlAG4AIABpAG4AIABNAGEAbABpACAAaQBtACAASgBhAGgAcgAgADIAMAAyADMALgAgAAULAQAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACPEAAAAA7AAAAEkAbQAgAGwAZQB0AHoAdABlAG4AIABKAGEAaAByACAAdwBhAHIAIABNAGEAbABpACAAbgBvAGMAaAAgAGQAYQBzACAAZQBpAG4AegBpAGcAZQAgAEwAYQBuAGQALAAgAHcAbwAgAHoAdwBlAGkAIABuAGUAdQBlACAARwBlAGkAcwBlAGwAbgAgAGcAZQBuAG8AbQBtAGUAbgAgAHcAdQByAGQAZQBuAC4AIABBAG0AIAA3AC4AIABOAG8AdgBlAG0AYgBlAHIAIAAyADAAMgAzACAAdwB1AHIAZABlAG4AIABkAG8AcgB0ACAABSsAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIEQAAAAAMAAAAUwBhAGwAZQBjAGsABScAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIDQAAAAAIAAAAIABBAGcAIAAFKwAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgRAAAAAAwAAABKAGkAZABkAG8AdQAFSQAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgvAAAAACoAAAAsACAARABpAHIAZQBrAHQAbwByACAAdgBvAG4AIABSAGEAZABpAG8AIAAFKQAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgPAAAAAAoAAABDAG8AdABvAG4ABXcAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIXQAAAABYAAAALAAgAHMAbwB3AGkAZQAgAE0AbwB1AHMAdABhAHAAaABhACAASwBvAG4A6QAsACAATQBvAGQAZQByAGEAdABvAHIAIAB2AG8AbgAg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sind zwei mehr als noch im Jahr 2023, als 53 Medienschaffende als Geiseln gehalten wurden.</p>
<p><strong>70 Prozent der als Geiseln genommenen Medienschaffenden befinden sich derweil (noch) in Syrien. </strong>Die meisten der dort als Geiseln festgehaltenen Journalistinnen und Journalisten wurden vom Islamischen Staat (IS) entführt. Auch nach teils über zehn Jahren ist es noch äusserst schwierig, wenn nicht unmöglich, Informationen über deren Schicksal und Verbleib zu erhalten. Der Kollaps von Bashar al-Assads Regime Anfang Dezember gibt allerdings Anlass zur Hoffnung.</p>
<p><strong>Zwei neue Geiselnahmen im Jemen sind im Jahr 2024 dokumentiert.</strong> Im Land auf der arabischen Halbinsel wurden 2024 zwei neue Medienschaffende als Geiseln genommen. Von den 55 Journalistinnen und Journalisten, die sich aktuell weltweit in Geiselhaft befinden, wurden 53 bereits 2023 als Geiseln gehalten.</p>
<p><strong>Im Jahr 2023 wurden ebenfalls zwei neue Geiselnahmen dokumentiert, beide in Mali. </strong>Im letzten Jahr war Mali noch das einzige Land, in dem zwei neue Geiseln genommen wurden. Am 7. November 2023 wurden dort Saleck Ag Jiddou, Direktor von <em>Radio Coton</em>, sowie Moustapha Koné, Moderator von <em>Radio Coton</em>, von einer bewaffneten Gruppierung entführt. Diese verlangen für die Freilassung der Journalisten 4 Millionen CFA (5700 Franken).</p>
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Medienschaffende vermisst</h5>
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<p class="docData;DOCY;v5;6748;BQiAAgAAEYQCAAAGiAIAAANKEgAABQsYAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAvg8AAADPAAAAASsAAAABBgAAAAAFAQMJBgAAAAAaBhAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAApoAAAAFVwAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAg9AAAAADgAAAA5ADUAIABNAGUAZABpAGUAbgBzAGMAaABhAGYAZgBlAG4AZABlACAAdgBlAHIAbQBpAHMAcwB0AAUaAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACAAAAAAFGgAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAAAK0DAAABTwAAABUGBgAAADYAMwA1ABYGDAAAABcEAAAAABgEAQAAAAEGAAAAAAUBAwkGAAAAABoGFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAbBgAAAAACVAMAAAXHAAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACKcAAAAAogAAAEEAawB0AHUAZQBsAGwAIAB3AGUAcgBkAGUAbgAgAGYAYQBzAHQAIAAxADAAMAAgAEoAbwB1AHIAbgBhAGwAaQBzAHQAaQBuAG4AZQBuACAAdQBuAGQAIABKAG8AdQByAG4AYQBsAGkAcwB0AGUAbgAgAGkAbgAgADMANAAgAEwA5ABuAGQAZQByAG4AIAB2AGUAcgBtAGkAcwBzAHQALgAgAAW/AAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACKUAAAAAoAAAADIAOAAsACAAbQBlAGgAcgAgAGEAbABzACAAZQBpAG4AIABWAGkAZQByAHQAZQBsACAAdgBvAG4AIABpAGgAbgBlAG4ALAAgAHMAaQBuAGQAIABpAG4AIABkAGUAbgAgAGwAZQB0AHoAdABlAG4AIAB6AGUAaABuACAASgBhAGgAcgBlAG4AIAB2AGUAcgBzAGMAaAB3AHUAbgBkAGUAbgAFMwAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgZAAAAABQAAAAsACAAZABhAHIAdQBuAHQAZQByAAXdAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACMMAAAAAvgAAACAAZgD8AG4AZgAgAGkAbgAgAE0AZQB4AGkAawBvACwAIABkAHIAZQBpACAAaQBuACAAUwB5AHIAaQBlAG4ALAAgAGQAcgBlAGkAIABpAG4AIABNAGEAbABpACwAIAB6AHcAZQBpACAAaQBuACAAZABlAHIAIABEAGUAbQBvAGsAcgBhAHQAaQBzAGMAaABlAG4AIABSAGUAcAB1AGIAbABpAGsAIABLAG8AbgBnAG8ALAAgAHoAdwBlAGkAIAAFWwAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAhBAAAAADwAAABpAG4AIABQAGEAbADkAHMAdABpAG4AYQAgAHUAbgBkACAAegB3AGUAaQAgAGkAbQAgAEkAcgBhAGsALgAFIAAAAAEWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAABSAAAAABFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIAAAAAACHBwAAAUkAAAAVBgYAAAA2ADMANQAWBgwAAAAXBAAAAAAYBAEAAAABBgAAAAAFAQMJBgAAAAAaBhAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgAGwYAAAAAAjQHAAAF1QAAAAEWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAi1AAAAALAAAAA0ADUAJQAgAGQAZQByACAAdgBlAHIAcwBjAGgAdwB1AG4AZABlAG4AZQBuACAATQBlAGQAaQBlAG4AcwBjAGgAYQBmAGYAZQBuAGQAZQBuACAAcwBpAG4AZAAgAE8AcABmAGUAcgAgAHYAbwBuACAAZQByAHoAdwB1AG4AZwBlAG4AZQBtACAAVgBlAHIAcwBjAGgAdwBpAG4AZABlAG4AbABhAHMAcwBlAG4AIAAoAAU1AAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACBUAAAAAEAAAAGUAbgBmAG8AcgBjAGUAZAAFJwAAAAEWAAAAAAEBFAEBGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgHAAAAAAIAAAAgAAU/AAAAARYAAAAAAQEUAQEZBgoAAABkAGUALQBDAEgACB8AAAAAGgAAAGQAaQBzAGEAcABwAGUAYQByAGEAbgBjAGUABSkAAAABFgAAAAABARQBARkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAICQAAAAAEAAAAKQAuAAVpAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACE8AAAAASgAAACAAVgBvAHIAIABhAGwAbABlAG0AIABpAG4AIABhAHUAdABvAHIAaQB0AOQAcgBlAG4AIABTAHQAYQBhAHQAZQBuACAAbwBkAGUABR8CAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIBQIAAAAAAgAAcgAgAGIAZQBpACAAbgBhAGMAaABsAOQAcwBzAGkAZwBlAG4AIABSAGUAZwBpAGUAcgB1AG4AZwBlAG4AIAB2AGUAcgBzAGMAaAB3AGkAbgBkAGUAbgAgAG8AZgB0ACAATQBlAG4AcwBjAGgAZQBuACwAIABhAHUAYwBoACAATQBlAGQAaQBlAG4AcwBjAGgAYQBmAGYAZQBuAGQAZQAuACAARABpAGUAcwAgAHUAbgB0AGUAcgBzAHQAcgBlAGkAYwBoAHQAIABkAGkAZQAgAE4AbwB0AHcAZQBuAGQAaQBnAGsAZQBpAHQALAAgAGcAZQBnAGUAbgAgAGQAaQBlACAAUwB0AHIAYQBmAGwAbwBzAGkAZwBrAGUAaQB0ACAAYQBuAHoAdQBrAOQAbQBwAGYAZQBuACAAdQBuAGQAIABkAGUAbgAgAFMAYwBoAHUAdAB6ACAAdgBvAG4AIABNAGUAZABpAGUAbgBzAGMAaABhAGYAZgBlAG4AZABlAG4AIAB6AHUAIABzAHQA5AByAGsAZQBuAC4AIABSAFMARgAgAHIAdQBmAHQAIABhAGwAbABlACAAUwB0AGEAYQB0AGUAbgAgAGQAYQB6AHUAIABhAHUAZgAsACAAZABhAHMAIABJAG4AdABlAHIAbgBhAHQAaQBvAG4AYQBsAGUAIAAFOQAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgfAAAAABoAAADcAGIAZQByAGUAaQBuAGsAbwBtAG0AZQBuAAUrAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACBEAAAAADAAAACAAegB1AG0AIABTAAWxAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACJcAAAAAkgAAAGMAaAB1AHQAegAgAGEAbABsAGUAcgAgAFAAZQByAHMAbwBuAGUAbgAgAHYAbwByACAAZABlAG0AIABWAGUAcgBzAGMAaAB3AGkAbgBkAGUAbgBsAGEAcwBzAGUAbgAgAHoAdQAgAHUAbgB0AGUAcgB6AGUAaQBjAGgAbgBlAG4ALgAgAEQAaQBlAHMAZQBzACAABTsAAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAIIQAAAAAcAAAA3ABiAGUAcgBlAGkAbgBrAG8AbQBtAGUAbgAgAAUzAAAAARAAAAAZBgoAAABkAGUALQBDAEgACBkAAAAAFAAAAHcAdQByAGQAZQAgAHYAbwBuACAABREBAAABEAAAABkGCgAAAGQAZQAtAEMASAAI9wAAAADyAAAAZABlAHIAIABHAGUAbgBlAHIAYQBsAHYAZQByAHMAYQBtAG0AbAB1AG4AZwAgAGQAZQByACAAVQBOAE8AIAAyADAAMAA2ACAAYQBuAGcAZQBuAG8AbQBtAGUAbgAsACAAYQBsAGwAZQByAGQAaQBuAGcAcwAgAGUAcgBzAHQAIAB2AG8AbgAgADcANQAgAFMAdABhAGEAdABlAG4AIAAoAGQAYQByAHUAbgB0AGUAcgAgAGEAdQBjAGgAIABkAGkAZQAgAFMAYwBoAHcAZQBpAHoAKQAgAHUAbgB0AGUAcgB6AGUAaQBjAGgAbgBlAHQALgAFGgAAAAEQAAAAGQYKAAAAZABlAC0AQwBIAAgAAAAABRoAAAABEAAAABkGCgAAAGQA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fast 100 Journalistinnen und Journalisten in 34 Ländern fehlt bis heute jede Spur.</p>
<p><strong>28 Medienschaffende, mehr als ein Viertel aller Vermissten, sind in den letzten zehn Jahren verschwunden.</strong> Darunter unter anderem fünf in Mexiko, drei in Syrien, drei in Mali, zwei in der Demokratischen Republik Kongo, zwei in Palästina und zwei im Irak.</p>
<p><strong>45 % der verschwundenen Medienschaffenden sind Opfer von erzwungenem Verschwindenlassen (</strong><strong>enforced</strong><strong> </strong><strong>disappearance</strong><strong>).</strong> Vor allem in autoritären Staaten oder unter nachlässigen Regierungen verschwinden oft Menschen, auch Medienschaffende. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, gegen die Straflosigkeit anzukämpfen und den Schutz von Medienschaffenden zu stärken. RSF ruft alle Staaten dazu auf, das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen zu unterzeichnen. Dieses Übereinkommen wurde von der Generalversammlung der UNO 2006 angenommen, allerdings erst von 75 Staaten (darunter auch der Schweiz) unterzeichnet.</p>
<p><strong>Höchstzahlen sind in Mexiko zu beobachten.</strong> Das zentralamerikanische Land ist für mehr als 30 % aller vermissten Journalistinnen und Journalisten verantwortlich.</p>
<p><strong>Vier zusätzliche Vermisste sind im Jahr 2024 dokumentiert</strong>. Dieses Jahr wurden im Vergleich zum Vorjahr vier zusätzliche Medienschaffende vermisst: Je eine Journalistin bzw. ein Journalist in Burkina Faso, in Nicaragua, in Russland und in Syrien.</p>
<p><em>Illustration: (c) Sophie Bourlet</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>US-Präsidentschaftswahlen 2024: RSF-Bericht zeigt Defizite bei der Pressefreiheit in vier Swing States auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 11:11:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen zeigt ein neuer Bericht von Reporter ohne Grenzen (RSF), dass die Pressefreiheit in den vier Swing States Arizona, Florida, Nevada und Pennsylvania stark gefährdet ist. Die wirtschaftliche Lage der Medien ist in den besagten Staaten katastrophal und die Behörden unternehmen nichts gegen Behinderungen an der Arbeit von Journalistinnen und Journalisten. Ausserdem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen zeigt ein neuer Bericht von Reporter ohne Grenzen (RSF), dass die Pressefreiheit in den vier Swing States Arizona, Florida, Nevada und Pennsylvania stark gefährdet ist. Die wirtschaftliche Lage der Medien ist in den besagten Staaten katastrophal und die Behörden unternehmen nichts gegen Behinderungen an der Arbeit von Journalistinnen und Journalisten. Ausserdem zeigen sich die lokalen Entscheidungsträger zunehmend feindselig gegenüber Medienschaffenden. RSF fordert die Gesetzgeber in den Swing States auf, diese Defizite zu beheben und einen umfassenden Aktionsplan umzusetzen, um die Pressefreiheit im ganzen Land zu </strong><b>stärken.</b></p>
<p>Im Jahr 2024 liegen die USA auf der <a href="https://rsf.org/en/index" target="_blank" rel="noopener">RSF-Weltrangliste der Pressefreiheit</a> auf Platz 55. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das Land im Ranking damit um zehn Plätze zurück. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am kommenden Dienstag, 5. November, hat RSF nun einen neuen Bericht veröffentlicht: «Press Freedom in the Swing States: The Climate for US Journalism ahead of the 2024 Elections». Darin beleuchtet RSF die Situation der Pressefreiheit in den vier Swing Sates Arizona, Florida, Nevada und Pennsylvania. Umfragen in den vier Staaten unter Journalistinnen und Journalisten sowie Medienschaffenden zeigen, in welchen fünf Kategorien die grössten Herausforderungen lauern: Politik, Recht, soziokultureller Kontext, Wirtschaft sowie Sicherheit. Insbesondere die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen sind dabei besonders gravierend.</p>
<p>In den vier Staaten:</p>
<ul>
<li>sind über 90 Prozent der Befragten der Meinung, dass Beamte Anträge von Medienschaffenden auf Zugang zu öffentlichen Archiven blockieren oder ignorieren</li>
<li>sind fast zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass es in ihrem Land schwierig ist, mit dem Lohn als Journalist für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen</li>
<li>sehen 75 Prozent der Befragten eine tägliche Herausforderung für die Medien, sich wirtschaftlich am Leben zu erhalten.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://rsf.org/sites/default/files/medias/file/2024/10/RSF%20US%20Swing%20States%20Report.pdf" target="_blank" rel="noopener"><em><strong>Vollständigen Bericht hier lesen.</strong></em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>«Der RSF-Bericht zeigt, dass Medienschaffende in den vier Swing States im Vorfeld der Wahlen 2024 besorgt über die Bedingungen sind, unter denen sie ihren Beruf ausüben können. Die wirtschaftliche Unsicherheit, zunehmend böswillige politische Angriffe sowie mangelnder Zugang zu öffentlichen Dokumenten beschäftigt sie sehr. Ohne Pressefreiheit kann es keine Demokratie geben, daher ist es von entscheidender Bedeutung, diese Probleme, mit denen die Medien in den für die US-Präsidentschaftswahlen entscheidenden Staaten konfrontiert sind, zu verstehen und zu beheben. RSF hofft, dass der vorliegende Bericht als Ausgangspunkt für wichtige Reformen dienen kann: für einen transparenteren Zugang zu Informationen sowie für eine wirtschaftliche Situation, die es dem Journalismus ermöglicht, stärker zu werden.»</p>
<p>Clayton Weimers<br />
Leiter des Nordamerika-Büros von RSF</p></blockquote>
<p>Der RSF-Bericht zeigt zudem, dass:</p>
<ul>
<li>Nevada derjenige Staat der vier untersuchten Swing States ist, in dem die Pressefreiheit noch am besten gewährleistet ist</li>
<li>Arizona in politischer Hinsicht am meisten Probleme aufweist. Das widerspiegelt gemäss RSF auch die Feindseligkeit der dortigen Politikerinnen und Politiker gegenüber den Medien</li>
<li>Florida die grössten sogenannten Nachrichten- oder Informationswüsten des Landes aufweist, da dort mehr als 300&#8217;000 Bürgerinnen und Bürger keinen Zugang mehr zu lokalen Nachrichten haben. Der Staat hat darüber hinaus kein Gesetz zum Schutz der Presse und das dortige Anti-SLAPP-Gesetz, das missbräuchliche Gerichtsverfahren gegen Medien bekämpfen soll, ist zu vage. Journalistinnen und Journalisten sind somit weiterhin der Gefahr von gerichtlicher Einschüchterung über ihre Recherchen ausgesetzt</li>
<li>Medien Pennsylvania in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken und Medienschaffende keinen angemessenen Lohn für ihre Arbeit mehr erwarten können. Ausserdem sind sie im Bundesstaat mit zunehmenden Feindseligkeiten seitens der breiten Öffentlichkeit sowie seitens der Kommunalpolitiker konfrontiert.</li>
</ul>
<h5>Die Empfehlungen von RSF</h5>
<p>Die im Bericht aufgezeigten Defizite hinsichtlich der Pressefreiheit können allerdings durch politische Reformen behoben werden. RSF fordert die Gesetzgeber in den vier Swing States darum dazu auf, den Zugang der Medien zu öffentlichen Archiven zu verbessern: Etwa indem sie diese Stellen ausreichend finanzieren, sodass das Personal dafür sorgen kann, die Anfragen der Medienschaffenden nach Zugang zu den Dokumenten angemessen zu beantworten. Oder indem Sie einfache und einheitliche Verfahren mit klaren Fristen einführen, was durch eine bessere Ausbildung der Beamten – speziell auch für die Arbeit mit Medienschaffenden – möglich wäre. Oder indem sie auf politischer Ebene mit gutem Beispiel vorangehen und eine Kultur der Transparenz fördern.</p>
<p>Eine weitere im Bericht vorherrschende Sorge ist die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Medien. Die immer grösser werdenden Informationswüsten sind eine Gefahr für die demokratische Funktionsweise eines jeden Staates, nicht nur der vier untersuchten Swing States. Es liegt daher an jedem Staat und an jeder Regierung, Wege zu finden, um das wirtschaftliche Überleben der Medien zu garantieren – zum Beispiel mit einer grösseren öffentlichen Finanzierung, mit Steuererleichterungen für lokale Medien, mit Steuererleichterungen für das Abschliessen eines Abonnements, oder mit einer Politik, die sicherstellt, dass grosse Internetplattformen die Nachrichtenmedien für die Nutzung derer Inhalte angemessen bezahlen.</p>
<p>Die Ergebnisse des Berichts unterstreichen einmal mehr, dass die politischen Entscheidungsträger in den USA mehr tun müssen, um die Pressefreiheit im Land zu stärken. Der <a href="https://rsf.org/en/usa-rsf-urges-both-presidential-campaigns-commit-strengthening-press-freedom" target="_blank" rel="noopener">10-Punkte-Plan für Pressefreiheit von RSF</a> zeigt auf, wie die nächste Präsidentin oder der nächste Präsident die Pressefreiheit verbessern und Amerikas Position als Vorbild und Leuchtturm in diesem Bereich wiederherstellen kann.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer RSF-Bericht «Journalismus im Zeitalter von #MeToo»: Medienschaffende, die über Frauenrechte und geschlechterspezifische Gewalt berichten, sollen stärker unterstützt werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 09:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Sieben Jahre nach der medialen Aufmerksamkeit, die durch die journalistische Untersuchung des Falles von Harvey Weinstein in den USA ausgelöst wurde, veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) den Bericht «Journalismus im Zeitalter von #MeToo». Im Zuge dieser Bewegung sind weltweit neue Medien entstanden, haben Redaktionen ihre Praktiken überdacht und wurden Journalistinnennetzwerke gegründet. Trotz dieser positiven Entwicklungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
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<div class="column">
<p><strong>Sieben Jahre nach der medialen Aufmerksamkeit, die durch die journalistische Untersuchung des Falles von Harvey Weinstein in den USA ausgelöst wurde, veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) den Bericht «Journalismus im Zeitalter von #MeToo».</strong> <strong>Im Zuge dieser Bewegung sind weltweit neue Medien entstanden, haben Redaktionen ihre Praktiken überdacht und wurden Journalistinnennetzwerke gegründet.</strong> <strong>Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt es vielerorts gefährlich, über Frauenrechte zu berichten.</strong> <strong>Auf der Grundlage dieser vorliegenden Studie gibt RSF mehrere Empfehlungen zur Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten, die über Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt berichten.</strong></p>
<p>Es ist unbestreitbar, dass die Bewegung #MeToo zur Befreiung der Stimme der Frauen auch einen bedeutenden Einfluss auf die Medien hatte und hat. RSF hat dazu 113 Journalistinnen und Journalisten aus fast ebenso vielen Ländern befragt. Über 80 Prozent von ihnen berichten, dass die Anzahl der Themen und Artikel, die sich mit Frauenrechten, Genderfragen und sexistischer oder sexueller Gewalt befassen, seit 2017 deutlich gestiegen sei. Während damals in den USA der Slogan #MeToo ins Leben gerufen wurde, wurde er in verschiedene weitere Sprachen übersetzt und nahm dabei verschiedene Wortlaute an – RSF hat mindestens 40 davon weltweit zusammengetragen: <strong>#EuTambém</strong> in Brasilien, <strong>#EnaZeda</strong> in Tunesien, <strong>#Cuéntalo</strong> in Spanien oder auch <strong>#YeWoShi</strong> in China.</p>
<p>Auch wenn Untersuchungen zu Frauenrechten sowie zu geschlechtsspezifischer Gewalt heute besser legitimiert und sichtbarer scheinen, ist RSF nach wie vor alarmiert über gewaltsame Repressionen gegen Journalistinnen und Journalisten, die diese Themen aufgreifen: Die Übergriffe gegen von Cybermobbing über körperliche Angriffe bis hin zu realen Risiken von Haft oder in einigen Ländern sogar von Tod. In der statistischen Erhebung von RSF haben über 25 Prozent der befragten Personen angegeben, dass es gefährlich sei, über diese Themen zu berichten.</p>
<p>RSF fordert daher die Einführung oder Stärkung von Massnahmen, um freie Informationen über geschlechtsspezifische Gewalt und Frauenrechte zu schützen und zu gewährleisten, ohne dabei Angst vor Repressalien haben zu müssen. Zu den 16 Empfehlungen der Organisation gehören: bestimmte Formen von Cybermobbing zu kriminalisieren, Plattformen zur Prävention und Bekämpfung solcher Formen der Gewalt zu stärken sowie neue Stellen spezifisch für Genderfragen zu schaffen.</p>
<blockquote><p><em>«Selbst wenn sie in einigen Ländern nur ein geringes Echo in der Gesellschaft gefunden hat: Die #MeToo-Welle hat das dazu beigetragen, dass die Themen weltweit ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gelangten sowie neue Medien dazu gegründet wurden.</em> <em>Es gab schon Jahrzehnte zuvor Pioniere, die den Weg ebneten – vom senegalesischen Frauenmagazin </em>Awa <em>in den 1970er Jahren über die feministische Newsplattform </em>Sharika Wa Laken<em> im Libanon 2012 bis hin zum </em>Magazin Axelle<em> in Belgien seit 1998. Sie alle sie auch von dieser neuen Aufmerksamkeit seit 2017.</em> <em>Neben diesen Aktivitäten auf Redaktionsebene hat RSF festgestellt, dass die #MeToo-Bewegung bessere journalistische Praktiken sowie eine bessere Vernetzung von Journalistinnen und Journalisten untereinander gefördert hat.</em> <em>Trotz dieser Fortschritte sind Journalistinnen und Journalisten, die sich mit Frauenrechten und geschlechtsspezifischer Gewalt befassen, immer noch häufige Ziele für Cybermobbing, weitere Angriffe oder gar Mord.</em> <em>Diese Übergriffe müssen aufhören.</em> <em>Um dies zu erreichen, gibt RSF Empfehlungen an Staaten und ihre Polizei- und Justizbehörden, an Plattformen und Redaktionen, damit ein echtes Recht auf Information über Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt gewährleistet wird.»</em></p>
<p>Anne Bocandé<br />
Redaktionelle Leiterin von RSF</p></blockquote>
<h4>Die wichtigsten Erkenntnisse des Berichts</h4>
<h5>1) Grosses Echo: Mehr als 40 Hashtags zur Befreiung der Stimme der Frauen machten Schlagzeilen</h5>
<p>In fast zwei Dritteln der 112 Länder, die in der RSF-Umfrage vertreten waren, entstand unter dem Slogan #MeToo oder einem anderen Begriff eine Bewegung zur Befreiung der Rede über Frauenrechte, Geschlechterfragen und/oder sexistische und sexuelle Gewalt (genauer: Bei 72 von 113 Befragten, d.h. 64%). Die Berichterstattung über diese Themen hat sich in Russland mit <strong>#яНеБоюсьСказать</strong> («Ich habe keine Angst, es zu sagen»), in Marokko mit <strong>#Masaktach</strong> («Ich werde nicht schweigen»), im Jemen mit <strong>#جوازي _بلا_وصاية</strong> («Mein Pass ohne Bevormundung») oder in Thailand mit <strong>#DontTellMeHowToDress</strong> («Sag mir nicht, wie ich mich kleiden soll») geäussert.</p>
<h5>2) Von 113 befragten Journalistinnen und Journalisten in fast ebenso vielen Ländern stellen über 80% fest, dass die Berichterstattung über Frauenrechte, Genderfragen sowie über sexistische und sexuelle Gewalt seit 2017 zugenommen hat</h5>
<p>Einige Berichte haben die #MeToo-Bewegung besonders begleitet – etwa die wegweisende Berichterstattung über den Weinstein-Fall durch die <em>New York Times</em>. In Südkorea wurde die lokale #MeToo-Bewegung durch die Berichterstattung über die Staatsanwältin <strong>Seo Ji-hyeon</strong> ausgelöst, die 2018 im Fernsehen enthüllte, dass sie von einem Vorgesetzten missbraucht worden war. In Brasilien enthüllte der grösste Sender des Landes, <em>TV Globo</em>, im selben Jahr in einer aufsehenerregenden Recherche die sexuellen Übergriffe auf mehrere Hundert Frauen beim bekannten Medium Joao de Deus.</p>
<h5>3) Neue Medien und Untersuchungen, die Schlagzeilen machten</h5>
<p>Vielerorts wurden neue Medien mit dem Ziel gegründet, Frauenrechte und Genderfragen in der ganzen Welt zu thematisieren: <em>Bilan</em> in Somalia, <em>La Déferlante</em> in Frankreich, <em>Jeem</em> im Libanon und in der arabischen Welt sowie eine Welle von Medien, die sich ausschliesslich über soziale Netzwerke verbreiten. Sie reihen sich in die Reihe der Pioniermedien ein, die seit 2017 viel sichtbarer geworden sind – sei es das <em>Axelle Magazine</em> in Belgien, <em>AzMina</em> in Brasilien oder <em>Sharika Wa Laken</em> im Libanon. Auch die allgemeine Presse ist heute viel eher bereit, Gewalt gegen Frauen aus der Rubrik «Vermischtes» herauszuholen und das Thema auf die Titelseite zu setzen.</p>
<h5>4) Die Schaffung des Postens eines redaktionellen Gender-Beauftragten.</h5>
<p>Die <em>New York Times</em> hat nicht nur die #MeToo-Schockwelle ausgelöst. Die renommierte Zeitung hat auch als erste einen Redaktionspostens eines oder einer «Gender Editor» geschaffen: <strong>Jessica Bennett</strong> ist die erste Journalistin, die dafür verantwortlich ist, dass Frauen und Angehörige sexueller Minderheiten angemessen repräsentiert werden. Laut der RSF-Studie wissen 27% der Befragten, dass in ihrem Land mindestens eine neue Stelle für einen Gender-Redaktor oder eine Gender-Redaktorin geschaffen wurde. Die Etablierung solcher Stellen in den verbessert die Berichterstattung über diese Themen. Es werden darüber hinaus auch neue Ethik-Chartas ausgearbeitet, um Genderfragen in den Medien besser zu berücksichtigen, sei es in der internen Praxis oder in den behandelten Themen.</p>
<h5>5) Für 27 % der Befragten ist es für Journalistinnen und Journalisten gefährlich, über Frauenrechte, Genderfragen und/oder sexistische und sexuelle Gewalt zu arbeiten</h5>
<p>Die Repressionen gegen Medienschaffende sowie gegen Medien, die diese Themen aufgreifen, nehmen nicht ab. Sie treiben Journalistinnen und Journalisten manchmal viel eher zur Selbstzensur oder im Extremfall sogar ins Exil. Andere werden inhaftiert, wie <strong>Huang Xueqin</strong>, Initiatorin von <strong>#WoYeShi</strong>, dem chinesischen #MeToo. Manche Vergeltungsmassnahmen können dabei bis hin zu Mord reichen. Tatsächlich wurden mehrere Medienschaffende, die über diese Gewalt berichtet haben, getötet. Zum Beispiel in Irakisch-Kurdistan, in Afghanistan oder in Mexiko.</p>
<h5>6) Fast 60 Prozent der Befragten kennen mindestens einen Fall, in dem eine Journalistin, die zu Frauenrechten, Genderfragen und/oder sexistischer und sexueller Gewalt arbeitet, Opfer von Cybermobbing geworden ist</h5>
<p>Seit <strong>Josefa Barraza Díaz</strong>, die Chefredakteurin der chilenischen Zeitung <em>El Ciudadano</em>, die Existenz von «La Manada» – eine Gruppe von Offizieren, gegen die wegen sexueller Übergriffe ermittelt wird – enthüllt hat, wird sie in den sozialen Netzwerken belästigt. Das gleiche Schicksal hat die türkische Journalistin <strong>Hale Gönültaş</strong> ereilt, die mit dem Tod bedroht wird, weil sie über das Schicksal der vom sogenannten Islamischen Staat verfolgten jesidischen Minderheiten (insbesondere Frauen), berichtet. Ebenso musste die nigerianische Journalistin Kiki Mordi nach der Veröffentlichung ihres Berichts «Sex for grades» in Nigeria mit dem Tod bedroht. In Europa kam es derweil ebenfalls zu Übergriffen: Die französische Journalistin <strong>Salomé Saqué</strong> wurde Ziel von pornografischen Deepfakes.</p>
<h5>7) Starke Unterdrückung in autoritären Regimen</h5>
<p>Auch wenn der feministische Aufbruch viele Länder erfasst hat, sind global einige Rückschläge zu beobachten – insbesondere in autoritären Regimen. Sei dies in Russland, wo Medienschaffende manchmal als einzigen Ausweg nur noch ins Exil können, oder in Afghanistan, wo Journalistinnen seit der Rückkehr der Taliban an die Macht praktisch aus der Medienlandschaft gelöscht oder ins Exil gezwungen wurden. Und im Iran wurden Journalistinnen, die über den Tod der jungen Frau Mahsa Amini und die Bewegung «Jin, Jiyan, Azadî» («Frau, Leben, Freiheit») berichteten, inhaftiert. Oder ihnen wurde mit einer Inhaftierung gedroht.</p>
<h5>8) Die 16 Empfehlungen von RSF zielen darauf ab, Journalistinnen und Journalisten zu unterstützen, die über Frauenrechte und geschlechtsspezifische Gewalt arbeiten.</h5>
<p>RSF formuliert 16 Empfehlungen an Staaten, an deren Polizei- und Justizbehörden, sowie an Plattformen und Redaktionen, damit der Schutz von Medienschaffenden, die zu Frauenrechten, Genderfragen und/oder sexistischer und sexueller Gewalt arbeiten, umfassend gewährleistet ist.</p>
<p><em>Dieser Bericht wurde von RSF zusammen mit der französischen Journalistin Laurène Daycard verfasst, die sich auf Themen im Zusammenhang mit Frauenrechten und geschlechtsspezifischer Gewalt spezialisiert hat.</em> <em>Der Bericht enthält u.a. Aussagen der Journalistinnen Bettie Johnson Mbayo (Liberia), Kiki Mordi (Nigeria), Mariana Iglesias (Argentinien), Ghazal Golshiri (Frankreich/Iran), Zahra Nader (Afghanistan), Hinda Abdi Mohamoud (Somalia), Marie Barbier (Frankreich), Jessica Lopez (Frankreich), Julie Bianchin (Schweiz), Jovanna Mariám Garcon (Guatemala) und anderen.</em></p>
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		<title>Die Exil-Karte: Wohin Journalistinnen und Journalisten fliehen</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/karte-der-exiljournalisten-flucht-nach-europa-und-nordamerika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2023 13:21:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum ersten Mal veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) eine Karte, die die Migrationsströme von Journalistinnen und Journalisten, die aus Sicherheitsgründen aus ihrem Land fliehen müssen, und die Länder, die Medienschaffende aufnehmen, zeigt. Die meisten Länder, die bedrohten oder verfolgten Journalistinnen und Journalisten Zuflucht gewähren, befinden sich in Europa oder Nordamerika. Überall auf der Welt sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Zum ersten Mal veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) eine Karte, die die Migrationsströme von Journalistinnen und Journalisten, die aus Sicherheitsgründen aus ihrem Land fliehen müssen, und die Länder, die Medienschaffende aufnehmen, zeigt. Die meisten Länder, die bedrohten oder verfolgten Journalistinnen und Journalisten Zuflucht gewähren, befinden sich in Europa oder Nordamerika.</p>
<p>Überall auf der Welt sind Journalisten und Journalistinnen, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bedroht werden oder gefährdet sind, gezwungen, ins Ausland zu fliehen und dort Schutz zu suchen. Auf der Grundlage der vom<a href="https://rsf.org/fr/le-bureau-assistance-de-rsf-toujours-plus-sollicit%C3%A9-face-%C3%A0-l-exil-forc%C3%A9-des-journalistes" target="_blank" rel="noopener"> Assistance Desk von RSF International</a> bereitgestellten Daten und der von den RSF-Büros in den letzten fünf Jahren gesammelten Informationen zeigt die Karte der Exiljournalisten, dass es sich um ein globales Phänomen handelt. Jeder Kontinent produziert seinen eigenen Strom von Medienschaffenden, die ins Ausland fliehen und hauptsächlich in Europa und Nordamerika Zuflucht finden.</p>
<p>Die Karte widerspiegelt nicht nur bewaffnete Konflikte in Europa (Ukraine), Afrika (Sudan) und im Nahen Osten (Syrien), sondern auch die jüngsten Spannungen und politischen Unruhen, die der Verfolgung kritischer und/oder unabhängiger Medienschaffender Vorschub geleistet haben.</p>
<p><em>«Die Karte zeigt das Ausmass der Bewegungen von Journalisten und Journalistinnen, die gezwungen sind, im Ausland Zuflucht zu suchen. Seit seiner Gründung war unser Assistance Desk noch nie so beschäftigt. Unsere Bemühungen verfolgen zwei sich ergänzende Ziele: einerseits den Kampf gegen die Verfolgung, die Journalisten zur Flucht zwingt, und andererseits die Unterstützung der Medienschaffenden und Medien, die keine andere Wahl haben, als im Ausland Zuflucht zu suchen. Wir müssen das Überleben von Exilmedien sichern, was bedeutet, dass alle Akteure, einschliesslich der demokratischen Regierungen, einbezogen werden müssen. RSF bietet verschiedene Dienste für Exil-Journalistinnen und -Journalisten an und war an der Gründung des JX-Fonds beteiligt. Wir rufen zu einer internationalen Mobilisierung zur Unterstützung der Exilmedien auf, deren Wirkung in einer Zeit der globalisierten Herausforderungen für die Bereitstellung von Nachrichten und Informationen und der Propagandakriege über die Grenzen ihres Herkunftslandes hinausreicht.»<br />
</em>Christophe Deloire, Generalsekretär von RSF International</p>
<p>Mehrere hundert russische Medienschaffende sind aus ihrem Land geflohen, in dem die Berichterstattung über Themen, die direkt oder indirekt mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängen, zu einer <a href="https://rsf.org/en/russian-journalism-chained-kremlin-s-systemic-censorship-0" target="_blank" rel="noopener">Inhaftierung</a> führen kann. Viele von ihnen haben Zuflucht im benachbarten Georgien, in den benachbarten baltischen Ländern oder in der Europäischen Union, insbesondere in Polen, Deutschland und Frankreich, gefunden. Obwohl Mitarbeitende desselben Mediums oft in verschiedenen Staaten im Exil sind, versuchen sie, aus der Distanz weiter für ihr Medium zu arbeiten. So zum Beispiel die Mitarbeitenden der News-Nachrichten-Website <em>Bumaga</em>, die weiterhin aus sieben verschiedenen Ländern über die Region Sankt Petersburg berichten.</p>
<p>Hunderte von Journalistinnen und Journalisten mussten <a href="https://rsf.org/en/rsf-helps-evacuate-202-afghan-journalists-takes-152-support-measures" target="_blank" rel="noopener">aus Afghanistan fliehen</a>, als das Land im August 2021 wieder unter das Joch der Taliban fiel, und aus Myanmar, wo das Militär im Februar 2021 durch einen Staatsstreich die Macht wieder übernommen hat. Und mindestens 100 Medienschaffende sind in den letzten drei Jahren aus Hongkong geflohen, wo die Verabschiedung des Gesetzes zur nationalen Sicherheit unabhängige Zeitungen wie <em>Apple Daily</em> zur Einstellung ihrer Arbeit gezwungen hat. Ihr Gründer, <a href="https://rsf.org/en/more-100-media-leaders-around-world-join-rsf-calling-release-hong-kong-press-freedom-emblem-jimmy" target="_blank" rel="noopener">Jimmy Lai</a>, ist einer von etwa zehn Medienschaffenden, die derzeit im Gefängnis sitzen. Dies ist eine «Botschaft» an die unabhängigen Journalistinnen und Journalisten, die grösstenteils auf die nahe gelegene Insel Taiwan, nach Grossbritannien (die ehemalige Kolonialmacht) oder nach Nordamerika geflohen sind.</p>
<p><strong>Ein oft chaotisches Exil</strong></p>
<p>Einigen Medienschaffenden gelingt es, die Ozeane zu überqueren und direkt in den Vereinigten Staaten oder in Kanada Zuflucht zu finden. Für die meisten, die ins Ausland fliehen, ist das Exil jedoch ein zweistufiger Prozess.</p>
<p>Denn weil sie ihr Land schnell verlassen müssen, suchen die meisten Journalistinnen und Journalisten zunächst Zuflucht in den Nachbarländern, wo ein langfristiger Aufenthalt aufgrund der dortigen politischen oder wirtschaftlichen Lage nicht in Frage kommt. Dutzende von afghanischen Medienschaffenden und ihre Familien sind ins benachbarte Pakistan geflohen, das sie nur als Transitland betrachten. Die Atempause in Pakistan, das in der <a href="https://rsf-ch.ch/de/rsf-rangliste-der-pressefreiheit-2023-journalismus-durch-fake-content-industrie-bedroht/" target="_blank" rel="noopener">Rangliste der Pressefreiheit</a> 2023 auf Platz 150 von 180 Ländern steht, ist jedoch nur von kurzer Dauer. Afghanische Journalistinnen und Journalisten befinden sich in Pakistan nicht nur schnell in einer illegalen Situation, da sie kein Visum und keine Aufenthaltsgenehmigung haben und sich mit administrativen Verzögerungen in den Konsulaten anderer Länder herumschlagen müssen, sondern sie haben auch kein Recht auf Arbeit, und es ist ihnen nicht mehr möglich, für sich und ihre Familien zu sorgen, was zu einer extrem prekären Situation führt.</p>
<p>Ähnlich ist die Situation von Dutzenden von syrischen Medienschaffenden: Sie konnten zunächst zwar in die Türkei fliehen, als diese – sie steht auf Platz 165 der Rangliste &#8211; ihre Grenzen aus humanitären Gründen öffnete. Aber sie wurden oft in Flüchtlingslagern eingesperrt und leben nun mit der Bedrohung,<a href="https://rsf.org/en/two-refugee-journalists-turkey-risk-deportation-syria" target="_blank" rel="noopener"> nach Syrien zurückgeschickt</a> zu werden, wo sie Gefahr laufen, in Bashar al-Assads Gefängnissen zu landen oder sogar hingerichtet zu werden. Thailand, wo viele Journalistinnen und Journalisten aus Myanmar<a href="https://rsf.org/en/thai-premier-un-rapporteurs-asked-prevent-journalists-being-returned-myanmar" target="_blank" rel="noopener"> Zuflucht gesucht haben</a>, droht den Geflüchteten oft, einige von ihnen in ihr Land zurückzuschicken, obwohl sie dort ihres Berufs wegen in Gefahr sind.</p>
<p><strong>Hybride Länder</strong></p>
<p>Ein und dasselbe Land kann für die einen ein Zufluchtsort sein &#8211; und für die anderen eine Gefahr. Ägypten, das auf Platz 166 der Rangliste liegt, hält derzeit rund 20 Medienschaffende willkürlich fest und ist damit weltweit einer der Staaten mit den <a href="https://rsf.org/en/egypt-still-hounding-reporters-one-year-after-national-human-rights-strategy-launch" target="_blank" rel="noopener">meisten inhaftierten Journalistinnen und Journalisten</a>. Gleichzeitig hat Ägypten mindestens 40 sudanesische Medienschaffende aufgenommen, seit Mitte April zwei militärische Fraktionen im Sudan gegeneinander kämpfen.</p>
<p>Ein Zufluchtsland kann sich in ein gefährliches Land verwandeln. Das ist bei der Ukraine der Fall. Belarusische Medienschaffende, die während des harten Durchgreifens von Präsident Alexander Lukaschenko nach seiner umstrittenen Wiederwahl im August 2020 dort Zuflucht fanden, fanden sich zwei Jahre später plötzlich<a href="https://rsf.org/en/journalists-who-fled-belarus-feel-safer-ukraine-home" target="_blank" rel="noopener"> in einem Land wieder</a>, das sich im Krieg befindet. Und viele burundische Journalistinnen und Journalisten, die vor Verfolgung flohen, gingen zunächst nach Ruanda, sahen sich aber aufgrund des zunehmend repressiven Klimas in ihrem ersten Zufluchtsland gezwungen, nach Europa und in die Vereinigten Staaten auszuweichen. Wo auch immer sie hingehen, sind Medienschaffende potenziell immer noch in Gefahr, wenn sie ihre Arbeit fortsetzen, wie das Beispiel der burundischen Journalistin Florianne Irangabiye zeigt: Sie moderierte von Ruanda aus eine kritische Radiosendung und wurde, als sie kurz ihre Familie in Burundi besuchte, zu <a href="https://rsf.org/en/ten-years-prison-host-radio-shows-critical-burundi-s-government" target="_blank" rel="noopener">zehn Jahren Haft</a> verurteilt.</p>
<p>Das Exil bedeutet nicht das Ende von Bedrohungen und Gefahr. Viele geflüchtete Medienschaffende aus dem Iran &#8211; vor allem in Grossbritannien, wo mehrere prominente iranische Exilmedien ansässig sind &#8211; waren während der Niederschlagung der grossen Proteste im Iran, die auf den Tod der kurdischen Studentin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam im September 2022 folgten, erneut Schikanen und Drohungen ausgesetzt. Dies ging so weit, dass <em>Iran International TV</em> <a href="https://rsf.org/en/rsf-calls-iran-cease-targeting-journalists-abroad-following-suspension-iran-international-tv-s-uk" target="_blank" rel="noopener">sein Londoner Büro vorübergehend schliessen</a> musste.</p>
<p>Die Entscheidung, ins Ausland zu fliehen, ist nicht immer eine individuelle Sache. So <a href="https://rsf.org/en/staff-la-prensa-nicaragua-s-leading-independent-newspaper-forced-flee-abroad" target="_blank" rel="noopener">flohen in Nicaragua</a> aufgrund des zunehmenden Autoritarismus der Regierung von Daniel Ortega im Juli 2022 innerhalb weniger Wochen alle für die unabhängige Tageszeitung <em>La Prensa</em> tätigen Journalisten und Journalistinnen aus dem Land.  Die meisten von ihnen gingen in das benachbarte Costa Rica, wo sich inzwischen mehrere Exilmedien befinden. Auch Spanien und die Vereinigten Staaten sind Zufluchtsländer für Hunderte von venezolanischen, kubanischen und mittelamerikanischen Medienschaffenden.</p>
<p>Die Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten im Exil ist eine der Prioritäten von RSF. Die Organisation beteiligte sich deshalb an der <a href="https://rsf.org/fr/rsf-et-ses-partenaires-lancent-le-projet-jx-fund-un-fonds-europ%C3%A9en-destin%C3%A9-aux-journalistes-en-exil" target="_blank" rel="noopener">Gründung des JX-Fonds</a>, der Journalisten hilft, ihre Arbeit unmittelbar nach der Flucht aus Kriegs- und Konfliktgebieten wieder aufzunehmen. Von den 363 finanziellen Zuschüssen, die das Assistance Desk von RSF International seit Anfang 2022 an Medienschaffende aus 42 Ländern vergeben hat, gingen 70 Prozent an Exil-Journalisten und -Journalistinnen. Ausserdem hat RSF International mehr als 400 Briefe geschrieben, um Visa- oder Asylanträge von Medienschaffenden zu unterstützen, die aus ihrem Land geflohen sind.</p>
<p>Quelle: RSF International</p>
<p>Die Karte als pdf: <a href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2023/06/Exile-journalists-map.pdf">Exile journalists map</a></p>
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		<title>Das Recht auf freie Meinungsäusserung muss im Zentrum der Regulierung der öffentlichen Online-Debatten stehen, so eine von RSF Schweiz veröffentlichte Studie</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/das-recht-auf-freie-meinungsaeusserung-muss-im-zentrum-der-regulierung-der-oeffentlichen-online-debatten-stehen-so-eine-von-der-rsf-schweiz-veroeffentlichte-studie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2020 22:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, wurde in seiner Eigenschaft als Medienrechtsspezialist beauftragt, in einer vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) finanzierten und heute veröffentlichten Studie die verfassungsrechtlichen Grundlagen einer hypothetischen Regulierung der öffentlichen Online-Debatte aus der Sicht des Schweizer Rechts zu untersuchen. Er verteidigt in der Studie das Primat der Meinungsäusserungs- und Medienfreiheit sowohl gegenüber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, wurde in seiner Eigenschaft als Medienrechtsspezialist beauftragt, in einer vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) finanzierten und heute veröffentlichten Studie die verfassungsrechtlichen Grundlagen einer hypothetischen Regulierung der öffentlichen Online-Debatte aus der Sicht des Schweizer Rechts zu untersuchen. Er verteidigt in der Studie das Primat der Meinungsäusserungs- und Medienfreiheit sowohl gegenüber der Versuchung der Behörden, die öffentliche Debatte zu kontrollieren, wie auch gegenüber den Verletzungen dieser Freiheiten auf digitalen Plattformen. Er weist auch darauf hin, dass eine staatliche Unterstützung der Medien zwar im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel notwendig ist, den Behörden aber keinen direkten oder indirekten Einfluss auf die veröffentlichten Inhalte geben darf.</p>
<p>Desinformation in sozialen Netzwerken, Online-Hassreden, Meinungsmanipulationsversuche durch Bots und Fake-Accounts stellen moderne Gesellschaften auf eine harte Probe. Die Sicherung einer freien, offenen und vielfältigen öffentlichen Debatte im digitalen Umfeld, die in einem demokratischen Staat ihre lebenswichtige Funktion erfüllen kann, ist eine Herausforderung. Diese Herausforderung, so der Autor, müsse unter voller Achtung der Meinungsäusserungs- und Medienfreiheit bewältigt werden. Diese Freiheiten müssen online zu den gleichen Bedingungen wie offline geschützt werden und sowohl gegen unzulässige staatliche Eingriffe als auch gegen Verzerrungen verteidigt werden, die ihnen durch Plattformen zugefügt werden können. Auf diese Weise kann die notwendige Vielfalt der öffentlichen Debatte am besten gewährleistet werden.</p>
<p>Eine direkte Regulierung von Inhalten, sei es durch das Gesetz, durch die Nutzungsregeln oder durch die Moderationspolitik der Plattformen, ist unter dem Gesichtspunkt der Achtung der Grundfreiheiten heikel. Häufig läuft sie nämlich darauf hinaus, den digitalen Giganten die unangemessene Macht zu verleihen, legale oder nur potenziell illegale Inhalte willkürlich zu diskriminieren, bloss um ihre rechtlichen Risiken oder Reputationsrisiken zu begrenzen.</p>
<p>Eine Regulierung von Plattformen muss also dieser Gefahr der privaten Zensur Rechnung tragen und Massnahmen bevorzugen, die keine Kontrolle der Inhalte beinhalten, insbesondere wenn die Illegalität der Inhalte vom Kontext oder von einer Interessenabwägung abhängt. Unter den untersuchten Massnahmen befasst sich die Studie insbesondere mit der Transparenz von Algorithmen, einer Voraussetzung für die wünschenswerte Einführung politischer, ideologischer und religiöser Neutralität von Plattformen und für die Förderung eines Rechts auf zuverlässige Informationen im Netz. Dies sind die Ziele der Partnerschaft für Information und Demokratie, die vom internationalen Sekretariat von Reporter ohne Grenzen initiiert wurde und der die Schweiz 2019 zusammen mit rund dreissig Staaten beigetreten ist.</p>
<p>Im Zusammenhang mit Volksabstimmungen sollten Mittel wie Bots und Fake-Konten nicht eingesetzt werden dürfen. Ihr Verbot sollte, falls technisch durchführbar, in Erwägung gezogen werden. Nach bereits geltendem Gesetz sind die Behörden verpflichtet, zu reagieren und Tatsachen zu berichtigen, wenn grob fehlerhafte Informationen in den Netzwerken verbreitet werden.</p>
<p>Schliesslich erscheint angesichts der Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Medienbranche eine finanzielle Unterstützung der Medien durch die öffentliche Hand notwendig, um das Recht der Öffentlichkeit auf relevante, vielfältige und vertrauenswürdige Informationen zu schützen. Doch eine solche Unterstützung, in welche Form auch immer sie umgesetzt wird, muss die redaktionelle Freiheit der Medien uneingeschränkt respektieren und darf den Behörden absolut keinen Einfluss auf die von einer Redaktion produzierten Inhalte ermöglichen.</p>
<p><a href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2020/06/Lire-l%C3%A9tude.pdf">Link zur Studie</a> (Französisch)</p>
<p><a href="https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2020/06/Link-zur-Zusammenfassung-der-Studie-1.pdf">Link zur Zusammenfassung der Studie</a> (deutsch)</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verbrechen gegen Journalisten verfolgen</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/verbrechen-gegen-journalisten-verfolgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[adm_web11]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert das Klima der Gewalt und der Einschüchterung gegenüber Journalisten, das vor der Präsidentschaftswahl am Sonntag (01.07.) in Mexiko herrscht. Zwischen Januar und Mai 2018 wurden 45 Journalisten in Zusammenhang mit ihrer Wahlberichterstattung angegriffen, fünf Medienschaffende kamen gewaltsam ums Leben. Seit dem Jahr 2000 wurden in Mexiko mehr als 100 Journalisten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert das Klima der Gewalt und der Einschüchterung gegenüber Journalisten, das vor der Präsidentschaftswahl am Sonntag (01.07.) in Mexiko herrscht. Zwischen Januar und Mai 2018 wurden 45 Journalisten in Zusammenhang mit ihrer Wahlberichterstattung angegriffen, fünf Medienschaffende kamen gewaltsam ums Leben. Seit dem Jahr 2000 wurden in Mexiko mehr als 100 Journalisten aufgrund ihrer Arbeit getötet. Nur in einem Bruchteil der Fälle werden die Mörder gefasst und verurteilt.</p>
<p>„Wir fordern die künftige mexikanische Regierung auf, Verbrechen gegen Journalisten endlich konsequent zu verfolgen“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von ROG Deutschland. „Die Kultur der Straflosigkeit führt dazu, dass die Täter sich zu immer neuen Verbrechen gegen Journalisten ermutigt fühlen. Pressefreiheit ist nur gewährleistet, wenn Journalisten in Sicherheit und ohne Angst vor Gewalt arbeiten können.“</p>
<p>In ihrem gemeinsamen Projekt <a title="Externer Link: http://www.propuestacivica.org.mx/alerta-prensa.html" href="http://www.propuestacivica.org.mx/alerta-prensa.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Press Alert / Alerta Prensa</a> dokumentieren ROG und die mexikanische Organisation Propuesta Cívica seit Januar und noch bis September alle Angriffe auf Journalisten in Zusammenhang mit den Wahlen, bei denen neben dem Präsidenten mehr als 3.400 Abgeordnete, Bürgermeister und Gouverneure im ganzen Land neu bestimmt werden. Zu den 45 registrierten Attacken zählten vor allem Bedrohungen, körperliche Angriffe, Verleumdungskampagnen und Fälle gerichtlicher Schikane. Die meisten dieser Aggressionen gingen von Kandidaten oder deren Mitarbeitern und Unterstützern aus.</p>
<p>Bedingt durch die in Mexiko allgegenwärtige Korruption gerade im Lokalen, wo viele Behördenvertreter direkte Verbindungen zu Verbrecherkartellen haben, werden Gewalttaten und Morde an Journalisten kaum geahndet. Zwischen 2010 und 2017 gingen bei der Sonderstaatsanwaltschaft 798 Anzeigen über schwere Gewalttaten gegen Journalisten ein, darunter 47 wegen Morden. Nur in drei Fällen wurden die Täter verurteilt und bestraft. Im Mai 2017 <a title="Externer Link: http://www.eluniversal.com.mx/articulo/nacion/politica/2017/05/17/mexico-tiene-que-distinguirse-por-proteger-los-periodistas-dice" href="http://www.eluniversal.com.mx/articulo/nacion/politica/2017/05/17/mexico-tiene-que-distinguirse-por-proteger-los-periodistas-dice" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">kündigte der scheidende Staatspräsident Enrique Peña Nieto an</a>, die Morde zu verfolgen und Journalisten künftig besser zu schützen.</p>
<p>Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Mit mindestens elf Morden war Mexiko 2017 für Journalisten das gefährlichste Land der Welt, in dem kein bewaffneter Konflikt herrschte. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden erneut fünf Journalisten getötet, davon drei allein in der zweiten Mai-Hälfte. Am 15. Mai wurde der prominente TV- und Radio-Journalist <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/mexican-journalist-gunned-down-near-home-tabasco" href="http://rsf.org/en/news/mexican-journalist-gunned-down-near-home-tabasco" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"><b>Juan Carlos Huerta Martínez</b> in Villahermosa in seinem Auto erschossen</a>. Die freie Wirtschaftsjournalistin <b>Alicia Díaz González</b> wurde am 24. Mai in Monterrey <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/monterrey-reporter-becomes-5th-journalist-murdered-mexico-2018" href="http://rsf.org/en/news/monterrey-reporter-becomes-5th-journalist-murdered-mexico-2018" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">von ihrem Sohn tot in ihrem Haus aufgefunden</a>. Fünf Tage später wurde der Lokalkorrespondent <b>Héctor González Antonio</b> in Ciudad Victoria <a title="Externer Link: http://www.aljazeera.com/news/2018/05/mexican-journalist-hector-gonzalez-antonio-beaten-death-180530053135595.html" href="http://www.aljazeera.com/news/2018/05/mexican-journalist-hector-gonzalez-antonio-beaten-death-180530053135595.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">zu Tode geprügelt</a>. Zuvor waren am 15. Januar der Reporter und Kolumnist <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/journalist-slain-nuevo-laredo-first-year-mexico" href="http://rsf.org/en/news/journalist-slain-nuevo-laredo-first-year-mexico" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"><b>Carlos Domínguez Rodríguez</b></a> sowie am 21. März der Online-Journalist <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/mexico-another-journalist-murdered-veracruz" href="http://rsf.org/en/news/mexico-another-journalist-murdered-veracruz" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"><b>Leobardo Vázquez</b></a> getötet worden.</p>
<p>Die bestehenden staatlichen Programme zum Schutz von Journalisten funktionieren kaum und sind schlecht ausgestattet. Bei ihrem Besuch in Mexiko im Juni 2017 <a title="Externer Link: http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Reiseberichte/2017-06-06-merkel-argentinien-mexiko.html" href="http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Reiseberichte/2017-06-06-merkel-argentinien-mexiko.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Hilfe angeboten</a>, um den Schutz von Journalisten zu gewährleisten.</p>
<p>Um dem in vielen Ländern stagnierenden Kampf gegen Straflosigkeit für Gewaltverbrechen an Journalisten neue Impulse zu geben, <a title="Externer Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/breites-buendnis-fordert-un-sonderbeauftragten/" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/breites-buendnis-fordert-un-sonderbeauftragten/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">setzt sich ROG für die Einsetzung eines UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten ein</a>.  Er sollte direkt dem UN-Generalsekretär unterstehen und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen haben, wenn Staaten nach Gewalttaten gegen Journalisten nicht ermitteln.</p>
<p>Weiter erschwert wird die Arbeit der Journalisten in Mexiko durch ihre prekären Arbeitsverhältnisse. Mexikos Medien werden weitgehend von einigen der reichsten Unternehmer der Welt kontrolliert, und obwohl die Branche boomt, werden viele Journalisten so schlecht bezahlt, dass sie kaum von ihrer Arbeit leben können und umso schutzloser gegen Druck von allen Seiten sind. Die ungezügelte Medienkonzentration ist auch eine Folge fehlgeschlagener staatlicher Regulierung. Das zeigen die <a title="Externer Link: http://mexico.mom-rsf.org/" href="http://mexico.mom-rsf.org/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Ergebnisse des Media Ownership Monitor Mexiko</a>, die ROG und die mexikanische Nichtregierungsorganisation Cencos im März vorgestellt haben.</p>
<p>Die politischen Verbindungen der mexikanischen Medienbesitzer sind selten auf den ersten Blick ersichtlich, aber dennoch nicht zu leugnen: Die meisten der im MOM-Projekt untersuchten Medien werden bei der Verteilung der enormen Werbebudgets der Regierung abgestraft oder belohnt. Dass staatliche Gelder völlig intransparent verteilt werden, schafft wirtschaftliche Abhängigkeiten, fördert Selbstzensur und bedroht damit unmittelbar den Medienpluralismus. Am 18. April verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das eine faire und transparente Verteilung der Werbegelder der Regierung regeln sollte. <a title="Externer Link: http://newsweekespanol.com/2018/04/ley-publicidad-oficial-libertad-expresion/#.Wt3Py56PWYY.twitter" href="http://newsweekespanol.com/2018/04/ley-publicidad-oficial-libertad-expresion/#.Wt3Py56PWYY.twitter" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">ROG</a> und andere NGOs, Medien sowie das <a title="Externer Link: http://twitter.com/ONUDHmexico/status/989600033891897344/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw&amp;" href="http://twitter.com/ONUDHmexico/status/989600033891897344/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw&amp;" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">UN-Hochkommissariat für Menschenrechte</a> kritisieren es jedoch als <a title="Externer Link: http://www.mediafiledc.com/landmark-media-regulations-expose-price-staying-air-mexico/" href="http://www.mediafiledc.com/landmark-media-regulations-expose-price-staying-air-mexico/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">ineffektiv</a>.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Mexiko auf Platz 147 von 180 Staaten.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/U11ctdrIJPE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Wahlen ohne Medienvielfalt</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/wahlen-ohne-medienvielfalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[adm_web11]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2018 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor den Wahlen in der Türkei am Sonntag (24.06.) kritisiert Reporter ohne Grenzen (ROG) die massiven Verletzungen der Medienfreiheit im Land, die eine demokratische Auseinandersetzung nahezu unmöglich gemacht haben. Mithilfe einer Willkürjustiz werden seit dem Putschversuch vor zwei Jahren kritische Stimmen zum Schweigen gebracht, mehr als 100 Journalisten sitzen derzeit im Gefängnis. Unter dem Ausnahmezustand [&#8230;]]]></description>
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<p>Vor den Wahlen in der Türkei am Sonntag (24.06.) kritisiert Reporter ohne Grenzen (ROG) die massiven Verletzungen der Medienfreiheit im Land, die eine demokratische Auseinandersetzung nahezu unmöglich gemacht haben. Mithilfe einer Willkürjustiz werden seit dem Putschversuch vor zwei Jahren kritische Stimmen zum Schweigen gebracht, mehr als 100 Journalisten sitzen derzeit im Gefängnis. Unter dem Ausnahmezustand wurde der Medienpluralismus weitgehend zerstört und ganze Teile der Medienlandschaft mit einem Federstrich beseitigt.</p>
<p>Die Türkei stimmt am Sonntag rund eineinhalb Jahre früher als geplant über ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten ab. Nach der Wahl soll das Präsidialsystem in Kraft treten, über das die Türkei im April 2017 in einem knappen <a title="Externer Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/verfassungsreferendum-ohne-medienvielfalt/" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/verfassungsreferendum-ohne-medienvielfalt/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Referendum abgestimmt hatte</a> und das dem Staatspräsidenten deutlich mehr Macht verleihen würde. Die Gegenkandidaten von Erdogan <a title="Externer Link: http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-wahl-147.html" href="http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-wahl-147.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">haben angekündigt</a>, die Verfassungsreform rückgängig zu machen.</p>
<h3>Einseitige Berichterstattung</h3>
<p>Die großen Fernsehsender haben Erdogans Wahlreden stundenlang live übertragen. Im Mai 2018 erhielt die Regierungspartei AKP beim Staatssender <i>TRT</i> 68 Stunden Sendezeit, die größte Oppositionspartei CHP sieben Stunden, die kleineren Oppositionsparteien jeweils nur wenige Minuten. Die pro-kurdische HDP, deren Anführer Selahattin Demirtas seit 2016 inhaftiert ist, wurde komplett ignoriert.</p>
<p>Am 24. Mai übertrugen zwölf private und öffentliche Fernsehsender über Stunden den Wahlkampf der AKP. Über den Wahlkampf von Oppositionsparteien berichteten drei große Fernsehsender am 11. Juni zum ersten Mal überhaupt.</p>
<h3><b>Medien per Dekret geschlossen</b></h3>
<p>Der Medienpluralismus in der Türkei ist weitgehend zerstört. Rund 150 Medien wurden seit dem Putschversuch im Juli 2016 geschlossen. Die wenigen noch verbliebenen unabhängigen Medien, darunter etwa die Zeitungen Cumhuriyet und Birgün, haben lediglich eine geringe Auflage.</p>
<p>Ein Wendepunkt für die Medienlandschaft in der Türkei war der <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/dogan-media-group-sale-completes-government-control-turkish-media" href="http://rsf.org/en/news/dogan-media-group-sale-completes-government-control-turkish-media" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Verkauf der Dogan Mediengruppe</a> an einen regierungsnahen Unternehmer im März 2018. Damit gehört die größte Mediengruppe in der Türkei dem Konzern Demirören, dessen Besitzer Erdogan Demirören Verbindungen zum türkischen Präsidenten hat. So war Erdogan 2003 – damals noch Ministerpräsident – Trauzeuge von Demirörens Sohn.</p>
<p>Die Dogan-Gruppe war zuvor die einzige verbleibende Mediengruppe, die nicht unter die Kontrolle der türkischen Regierung gebracht worden war. Zur ihr gehörten unter anderem der Fernsehsender <i>CNN Türk</i>, die auflagenstarke Tageszeitung <i>Hürriyet</i>, die englischsprachige Zeitung<i> Hürriyet Daily News</i> und die Nachrichtenagentur <i>DHA</i>.</p>
<p>Bereits im Jahr 2011 hatte die Dogan-Gruppe die renommierte Zeitung <i>Milliyet </i>an den Demirören-Konzern verkauft. Galt sie einst als eine der Säulen des unabhängigen Journalismus in der Türkei, ist die Zeitung seitdem ein integraler Bestandteil der Regierungspropaganda.</p>
<p>Nach dem Verkauf der Dogan-Mediengruppe gehören neun der zehn meistgesehenen Fernsehsender und neun der zehn meistgelesenen überregionalen Tageszeitungen regierungsfreundlichen Unternehmen.</p>
<p>Schon vor der Repressionswelle seit dem Putschversuch hat die zunehmende Medienkonzentration in der Türkei die Freiräume für unabhängigen Journalismus immer weiter eingeengt. Wie die Recherchen des Projekts<a title="Externer Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/mom/" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/mom/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"> Media Ownership Monitor in der Türkei</a> zeigen, ersticken die politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen vieler wichtiger Medienbesitzer eine kritische Berichterstattung im Keim. <a title="Externer Link: http://turkey.mom-rsf.org/" href="http://turkey.mom-rsf.org/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Die meisten Medienbesitzer</a> sind auf öffentliche Aufträge in anderen Branchen wie Energie, Transportwesen oder Bauwirtschaft angewiesen und dementsprechend zurückhaltend mit Kritik an der Regierung.</p>
<h3>Kritische Journalisten in Haft</h3>
<p>Mehr als 100 Medienschaffende sitzen derzeit in der Türkei im Gefängnis. Die türkische Justiz hält Journalisten mit Hilfe von Untersuchungshaft über längere Zeiträume systematisch fest. Kritik an der Regierung, die Arbeit für eine „verdächtige“ Redaktion, der Kontakt mit einer heiklen Quelle oder die bloße Nutzung eines verschlüsselten Messenger-Dienstes reichen aus, um Journalisten wegen Terrorismus-Vorwürfen zu inhaftieren.</p>
<p>Unter dem Ausnahmezustand sind Willkürentscheidungen an die Stelle rechtsstaatlicher Verfahren getreten. Was das für Journalisten bedeutet, zeigt<a title="Externer Link: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/tuerkei/alle-meldungen/meldung/mehrjaehrige-haftstrafen-im-cumhuriyet-prozess/" href="http://https://www.reporter-ohne-grenzen.de/tuerkei/alle-meldungen/meldung/mehrjaehrige-haftstrafen-im-cumhuriyet-prozess/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"> der Prozess gegen 14 Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung <i>Cumhuriyet</i></a>. Ein Gericht verhängte Ende April unter anderem gegen Geschäftsführer<b> Akin Atalay</b>, Chefredakteur <b>Murat Sabuncu</b> und Investigativjournalist <b>Ahmet Sik</b> mehrjährige Haftstrafen. Die türkische Justiz wirft ihnen eine „radikale Veränderung der redaktionellen Ausrichtung“ vor, um die Ziele von drei ideologisch völlig konträren Gruppierungen zu unterstützen, an denen die Zeitung stets deutliche Kritik geübt hatte. Die Anklageschrift ist von sachlichen Fehlern durchzogen und stützt sich vor allem auf falsche Interpretationen von Zeitungsartikeln sowie auf Kontakte zwischen Journalisten und ihren Informanten. Bis zu einem Urteil im Berufungsverfahrens bleiben die Mitarbeiter auf freiem Fuß, sie dürfen die Türkei jedoch nicht verlassen.</p>
<h3><b>Prozesse gegen Journalisten gehen nach den Wahlen weiter</b></h3>
<p>Am 28. Juni beginnt der Prozess gegen den deutsch-türkischen Journalisten <b>Deniz Yücel</b>. Der Korrespondent der Zeitung <i>Die Welt</i> wurde Mitte Februar <a title="Externer Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/tuerkei/alle-meldungen/meldung/deniz-yuecel-kommt-endlich-frei/" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/tuerkei/alle-meldungen/meldung/deniz-yuecel-kommt-endlich-frei/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">nach rund einem Jahr in Untersuchungshaft freigelassen</a> und konnte nach Deutschland zurückkehren. In der im Februar vorgelegten und<a title="Externer Link: http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/hintergruende/article173661488/Die-Anklageschrift-gegen-Deniz-Yuecel.html" href="http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/hintergruende/article173661488/Die-Anklageschrift-gegen-Deniz-Yuecel.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1"> nur drei Seiten umfassenden Anklageschrift</a> wird Yücel „Propaganda für eine Terrororganisation“ und „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ vorgeworfen.</p>
<p>Eine Woche später wird ein Urteil im Prozess gegen elf Journalisten und Kolumnisten der mittlerweile geschlossenen Zeitung <i>Zaman </i>erwartet, die unter anderem wegen verschiedener Terrorvorwürfe <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/turkey-zaman-columnists-and-journalists-must-be-acquitted-political-trial" href="http://rsf.org/en/news/turkey-zaman-columnists-and-journalists-must-be-acquitted-political-trial" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">vor Gericht stehen</a>. Trotz des Mangels an ausreichenden Beweisen drohen fünf Mitarbeitern lebenslange Haftstrafen.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 157 von 180 Staaten.</p>
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		<title>Fehlende Pressefreiheit &#8211; Gefahr für Europa</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/fehlende-pressefreiheit-gefahr-fur-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[adm_web11]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 11:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Wahlsieg der nationalkonservativen Fidesz-Partei in Ungarn ruft Reporter ohne Grenzen die Europäische Kommission auf, sich deutlich gegen die Aushöhlung der Pressefreiheit in dem EU-Mitgliedsstaat zu positionieren. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán bestimmt teilweise mit wörtlich vorgefertigten Stücken die Berichterstattung im staatlichen Rundfunk; sämtliche Regionalzeitungen sind im Besitz Orbán-freundlicher Unternehmer. Auf der Rangliste [&#8230;]]]></description>
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<p>Nach dem Wahlsieg der nationalkonservativen Fidesz-Partei in Ungarn ruft Reporter ohne Grenzen die Europäische Kommission auf, sich deutlich gegen die Aushöhlung der Pressefreiheit in dem EU-Mitgliedsstaat zu positionieren. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán bestimmt teilweise mit wörtlich vorgefertigten Stücken die Berichterstattung im staatlichen Rundfunk; sämtliche Regionalzeitungen sind im Besitz Orbán-freundlicher Unternehmer. Auf der Rangliste der Pressefreiheit ist Ungarn seit dem Amtsantritt Orbáns 2010 um fast 50 Plätze auf Rang 71 gefallen – eine so starke Verschlechterung ist Europa ohne Beispiel.</p>
<p>„Die Regierung Orbán zerstört nicht nur den Rechtsstaat in Ungarn, sie ist eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie in ganz Europa“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von ROG Deutschland. „Wenn die Europäische Kommission dem tatenlos zusieht, ist das in höchstem Maße fahrlässig.“</p>
<h3>Medien im Wahlkampf: Fest in der Hand der Regierung</h3>
<p>In den Monaten vor der Parlamentswahl hat sich das Ungleichgewicht im stark polarisierten ungarischen Mediensystems besonders deutlich gezeigt. Durch die erdrückende Übermacht Fidesz-naher Medien vor allem im Rundfunk waren <a title="Externer Link: http://budapestbeacon.com/m1-gives-jobbik-spokesman-five-minutes-of-air-time-immediately-regrets-it/" href="http://budapestbeacon.com/m1-gives-jobbik-spokesman-five-minutes-of-air-time-immediately-regrets-it/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Kandidaten der Opposition kaum Gegenstand sachlicher Berichterstattung</a>, sondern vor allem Ziel von Verleumdungskampagnen. Mitte März verhängte die Nationale Wahlkommission eine symbolische Strafe von einer Million Forinth (ca. 3.200 Euro) gegen den staatlichen Fernsehkanal <i>M1</i>, weil er den zur Wahl stehenden Parteien nicht die gleiche Sendezeit einräumte. Der Sender hatte Kandidaten der Opposition nicht einmal in Berichten über diese selbst zu Wort kommen gelassen. Das ungarische Verfassungsgericht bestätigte wenig später die Entscheidung der Wahlkommission.</p>
<p>Ende Februar beschrieben zwei Mitarbeiter der staatlichen Medienholding <i>MTVA </i>im Sender<i> Al-Dschasira</i>, dass Redaktionen <a title="Externer Link: http://budapestbeacon.com/mtva-employees-reveal-workings-government-propaganda/" href="http://budapestbeacon.com/mtva-employees-reveal-workings-government-propaganda/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">teilweise wörtlich vorgefertigte Berichte </a>von der Regierung erhielten, die sie auszustrahlen hätten. Die Whistleblower berichteten von Kontaktpersonen in den Redaktionen, die Fidesz-Themen platzierten und für eine entsprechende Wortwahl sorgten. Die Regierung Orbán hatte die öffentlich-rechtlichen Sender nach ihrem Amtsantritt 2010 in der staatseigenen Medienholding <i>MTVA </i>zusammengefasst und veranlasst, dass die Nachrichtenagentur <i>MTI </i>ihr Material kostenlos anbietet. Auf diese Weise verdrängte die Agentur sämtliche Wettbewerber vom Markt und wurde vor allem für regionale Medien zum alleinigen Nachrichtenlieferanten.</p>
<h3>Hausverbote und Schmutzkampagnen gegen kritische Journalisten</h3>
<p>Regierungskritische und investigative Berichterstattung findet über Online-Portale wie <i>444</i>.<i>hu</i>, <i>direkt36</i>.<i>hu</i>, <i>atlatszo.hu </i>eine deutlich geringere Leserschaft. Ein größeres Publikum erreicht sie in Einzelfällen allein aus wirtschaftlichen Gründen: Der reichweitenstarke Privatsender <i>RTL Klub </i>übernimmt Material von <i>direkt36.hu</i> und <i>atlatszo.hu</i> in sein Programm, seit die Regierung dem Sender vor einigen Jahren eine Sondersteuer auferlegte. Und die Medien im Besitz des Unternehmers Lajos Simicska, darunter die Tageszeitung <i>Magyar Nemzet</i> und der Nachrichtensender <i>HírTV</i>, berichten erst kritisch über die Regierung, seit sich Simicska – bis dahin ein enger Freund des Premiers – 2015 mit Orbán entzweite.</p>
<p>In der täglichen Arbeit werden regierungskritische Redaktionen nicht nur durch die selektive Verteilung staatlicher Anzeigen und die Vergabe von Frequenzen benachteiligt. <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/hungarian-press-freedoms-foe-about-be-reelected" href="http://rsf.org/en/news/hungarian-press-freedoms-foe-about-be-reelected" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Etlichen Journalisten ist der Zugang zum Parlament verwehrt</a>. Der Parlamentssprecher kann Hausverbote nach eigenem Ermessen aussprechen und schließt wahlweise einzelne Reporter oder ganze Redaktionen aus. Minister und Direktoren öffentlicher Einrichtungen dürfen nur nach vorheriger Erlaubnis durch das Büro des Premierministers mit Journalisten sprechen. Akkreditierungen für Pressekonferenzen werden willkürlich vergeben, oft werden nur die Fragen regierungstreuer Journalisten zugelassen. Beispiellos war eine Schmutzkampagne gegen ungarische oder ungarisch-stämmige Korrespondenten ausländischer Medien auf dem regierungsnahen Portal <i>888.hu</i> im September 2017. <a title="Externer Link: http://volksgruppen.orf.at/magyarok/meldungen/stories/2865462/" href="http://volksgruppen.orf.at/magyarok/meldungen/stories/2865462/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Es veröffentlichte eine Liste namentlich aufgeführter Journalisten</a> und verunglimpfte sie als ausländische Propagandisten des ungarnstämmigen US-Milliardärs George Soros.</p>
<h3>Gesamte Regionalpresse gehört Orbán-treuen Unternehmern</h3>
<p>Neben dem staatlichen Rundfunk informiert sich die Bevölkerung in Ungarn vor allem aus der regionalen Presse, die <a title="Externer Link: http://budapestbeacon.com/fidesz-tied-oligarchs-now-control-18-regional-daily-newspapers/" href="http://budapestbeacon.com/fidesz-tied-oligarchs-now-control-18-regional-daily-newspapers/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">seit dem Sommer 2017 vollständig im Besitz Fidesz-naher Unternehmer ist</a>. Der Oligarch Lőrinc Mészáros – ein Schulfreund und enger Verbündeter Orbáns – hatte mit seinem Verlag <i>Opimus Press</i> bereits Oktober 2016 das Unternehmen Mediaworks Hungary gekauft, dem der Großteil der ungarischen Regionalpresse gehört. Ende Juli 2017 verkaufte das österreichische Unternehmen <i>Russmedia </i>die drei Tageszeitungen <i>Hajdú-Bihari Napló, Észak-Magyarország</i> und <i>Kelet-Magyarország</i> an die Firma <i>Media Management Development Kft</i>, die dem österreichischen Unternehmer Heinrich Pecina nahesteht.</p>
<p>Der Filmproduzent Andrew Vajna, <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/hungary-orban-allies-acquire-regional-press-monopoly" href="http://rsf.org/en/news/hungary-orban-allies-acquire-regional-press-monopoly" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">der die Regierung seit 2011 als Beauftragter für die Filmindustrie unterstützt</a>, kaufte im August 2017 schließlich die Pressegruppe <i>Lapcom</i>, zu der unter anderem die Regionalzeitungen <i>Délmagyarország</i> und <i>Kisalföld </i>und die Boulevardzeitung Bors gehören. 2015 hatte Vajna mit Krediten von zwei staatsnahen Banken bereits den zweitgrößten Privatsender Ungarns, TV 2, gekauft, außerdem besitzt er den Radiosender <i>Radio 1.</i></p>
<h3>Unabhängige Redaktionen zerschlagen</h3>
<p>Am 8. Oktober 2016 wurde in einer Nacht- und Nebelaktion die <a title="Externer Link: http://rsf.org/en/news/hungary-rsf-appalled-leading-hungarian-dailys-closure" href="http://rsf.org/en/news/hungary-rsf-appalled-leading-hungarian-dailys-closure" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">auflagenstärkste überregionale Tageszeitung Ungarns <i>Népszabadság </i>eingestellt</a>. Ohne jede Ankündigung standen ihre Redakteure am nächsten Morgen vor verschlossenen Türen. Ihre E-Mail-Zugänge waren gesperrt, das Online-Archiv der Zeitung abgeschaltet worden. Das Unternehmen<i> Mediaworks Hungary</i>, dem die Zeitung gehörte, argumentierte, das Blatt habe zu hohe Verluste gemacht. Mitarbeiter der Zeitung hingegen sehen eine politische Motivation: Wenige Tage zuvor hatte <i>Népszabadság </i>über einen Korruptionsskandal berichtet, in den ranghohe Fidesz-Politiker verwickelt waren. Die Zeitung galt als wichtige Stimme der linken Opposition und regierungskritischer Intellektueller. Wenige Wochen nach der Schließung von <i>Népszabadság </i>ging <i>Mediaworks Hungary</i>, das zuvor zum Firmenimperium von Heinrich Pecina gehört hatte, in den Besitz des Oligarchen und Orbán-Freunds Lőrinc Mészáros über. Der gab im Dezember 2016 bekannt, <a title="Externer Link: http://budapestbeacon.com/its-official-nepszabadsag-is-dead/" href="http://budapestbeacon.com/its-official-nepszabadsag-is-dead/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">die Zeitung werde den Betrieb nicht wieder aufnehmen</a>.</p>
<p>Zwei Jahre vorher war die Redaktion von <i>origo.hu</i> zerstört worden, die durch exklusive Geschichten, interessante Hintergrundstücke und erfolgreiche Experimente mit Multimedia-Inhalten eine breite Leserschaft erreicht hatte. Die Seite gehörte zu Magyar Telekom, einer Tochterfirma der Deutschen Telekom, die damals mit der ungarischen Regierung über die Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen verhandelte. Kurz nachdem das Portal einen Spesenskandal aufgedeckt hatte, in den Viktor Orbáns Kanzleichef János Lázár verwickelt war, wurde <a title="Externer Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ungarn/alle-meldungen/meldung/chefredakteur-von-nachrichtenportal-abgesetzt/" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ungarn/alle-meldungen/meldung/chefredakteur-von-nachrichtenportal-abgesetzt/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">im Juni 2014 überraschend Chefredakteur Gergö Sáling entlassen</a>. Fast die Hälfte der <i>Origó</i>-Redakteure <a title="Externer Link: http://www.tagesspiegel.de/medien/medien-in-ungarn-alles-auf-anpassung/10043950.html" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/medien-in-ungarn-alles-auf-anpassung/10043950.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">kündigte danach aus Solidarität mit Sáling</a>. Die Telekom verkaufte <i>Origó </i>an das Fidesz-nahe Unternehmen <i>New Wave Media</i> und erhielt sowohl die gewünschten Mobilfunkfrequenzen als auch einen milliardenschweren staatlichen <a title="Externer Link: http://ostpol.de/beitrag/5117-das-sind-keine-journalisten-mehr" href="http://ostpol.de/beitrag/5117-das-sind-keine-journalisten-mehr" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Auftrag für den Breitbandausbau</a>.</p>
<h3>Radikaler Umbau des Mediensystems seit 2010</h3>
<p>Die Grundlage für die staatliche Dominanz des ungarischen Mediensystems hatte die Regierung von Viktor Orbán bereits unmittelbar nach ihrem Antritt 2010 gelegt: Sie brachte ein schwammig formuliertes Mediengesetz auf den Weg, das die Medien zu „ausgewogener Berichterstattung“ verpflichtet, welche die „nationale Identität“ stärken soll und weder die „öffentliche Moral“ noch die „menschliche Würde“ verletzen darf.</p>
<p>Die Regierung schuf die Nationale Medien- und Kommunikationsbehörde <i>NMHH</i>, deren Mitglieder ausschließlich sie selbst ernannte und die sie mit umfangreichen Kompetenzen ausstattete: Die <i>NMHH </i>ist nicht nur für den staatlichen Rundfunk zuständig, sondern für sämtliche in Ungarn erscheinenden Medien. Sie kontrolliert den Inhalt von Beiträgen auf „politische Ausgewogenheit“ und kann bei Verstößen hohe Geldstrafen verhängen. Mehr als eintausend Beschäftigte verloren ihre Stellen, nachdem Fidesz mehrere bisher eigenständige öffentlich-rechtliche Sender in der staatlichen Medienholding <i>MTVA </i>zusammenfasste.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Ungarn auf Platz 71 von 180 Staaten – vor Viktor Orbáns Amtsantritt 2010 stand Ungarn noch auf Rang 23.</p>
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		<title>Mexiko: Medienkonzentration und die „Fernseh-Fraktion“</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/medienkonzentration-und-die-fernseh-fraktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[adm_web11]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Mexikos Medien werden weitgehend von einigen der reichsten Unternehmer der Welt kontrolliert. Obwohl die Branche boomt, bleiben die Journalisten dabei auf der Strecke: Viele werden so schlecht bezahlt, dass sie kaum von ihrer Arbeit leben können und umso schutzloser gegen Druck von allen Seiten sind. Damit verstärken die Besitzverhältnisse auf dem mexikanischen Medienmarkt die ohnehin [&#8230;]]]></description>
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<p>Mexikos Medien werden weitgehend von einigen der reichsten Unternehmer der Welt kontrolliert. Obwohl die Branche boomt, bleiben die Journalisten dabei auf der Strecke: Viele werden so schlecht bezahlt, dass sie kaum von ihrer Arbeit leben können und umso schutzloser gegen Druck von allen Seiten sind. Damit verstärken die Besitzverhältnisse auf dem mexikanischen Medienmarkt die ohnehin existenziellen Gefahren in einem Land, das für Journalisten zu den gefährlichsten der Welt gehört. Die ungezügelte Konzentration von Medienmacht in den Händen weniger Unternehmer und Politiker ist auch eine Folge fehlgeschlagener staatlicher Regulierung.</p>
<p>Das zeigen die Ergebnisse des Media Ownership Monitor Mexiko, die Reporter ohne Grenzen (ROG) und die mexikanische Nichtregierungsorganisation Cencos am Donnerstag in Mexiko-Stadt vorgestellt haben. Die Ergebnisse sind ab sofort unter <a title="Externer Link: http://mexico.mom-rsf.org" href="http://mexico.mom-rsf.org/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">mexico.mom-rsf.org</a> auf Spanisch und Englisch öffentlich zugänglich.</p>
<p>„Nur wer um die Interessenverstrickungen der Eigentümer weiß, versteht das Verhalten vieler mexikanischer Medien, die ihre Beziehungen zu den politischen Eliten verschweigen und ihre redaktionelle Linie oft danach richten, wieviel Geld sie aus staatlichen Werbebudgets bekommen“, sagte Cencos-Geschäftsführerin Ixchel Cisnero. „Das Publikum muss diese Besitzverhältnisse kennen, damit es bewusst entscheiden kann, aus welchen Nachrichtenquellen es sich informieren will.“</p>
<p>„Es ist ein Skandal, dass eine wirtschaftlich so erfolgreiche Medienindustrie nicht imstande ist, die Sicherheit ihrer Journalisten zu gewährleisten“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von ROG Deutschland, auch mit Blick auf den jüngsten Mordfall, <a title="Externer Link: https://rsf.org/en/news/mexico-another-journalist-murdered-veracruz" href="https://rsf.org/en/news/mexico-another-journalist-murdered-veracruz" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">die Tötung des Online-Journalisten Leobardo Vazquez Atzin</a> am Mittwoch im Bundesstaat Veracruz. „Die staatliche Regulierung ist auf dem mexikanischen Medienmarkt bislang völlig erfolglos geblieben. Deshalb besteht dringender politischer Handlungsbedarf.“</p>
<p>Die viermonatige Untersuchung ist Teil des weltweiten ROG-Projekts Media Ownership Monitor (MOM) und zielt darauf, Transparenz über die Besitzer der wichtigsten Nachrichtenmedien zu schaffen sowie deren wirtschaftliche und politische Verbindungen und Interessen offenzulegen. Im Einzelnen hat das Projekt in Mexiko die 42 reichweitenstärksten landesweiten Nachrichtenmedien untersucht, darunter acht Fernseh- und elf Radiosender, zehn Printmedien und 13 Onlineportale.</p>
<h3>Medien und Politik – eine korrupte Beziehung</h3>
<p>Die politischen Verbindungen der mexikanischen Medienbesitzer sind selten auf den ersten Blick ersichtlich, aber dennoch nicht zu leugnen: Die meisten der im Rahmen des MOM-Projekts in Mexiko untersuchten Medien werden – je nachdem, ob sie mit ihrer Berichterstattung anecken oder nicht – bei der Verteilung der enormen Werbebudgets der Regierung abgestraft oder belohnt. Insgesamt haben sich diese <a title="Externer Link: http://mexico.mom-rsf.org/en/findings/indicators/#!8dc92ea5c8f7b762a99f91c4dd1096e8" href="http://mexico.mom-rsf.org/en/findings/indicators/#!8dc92ea5c8f7b762a99f91c4dd1096e8" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Werbeausgaben der Regierung zwischen 2013 und 2016 auf mehr als 36 Milliarden Peso</a> (fast zwei Milliarden US-Dollar) summiert.</p>
<p>Zudem ist es in Mexiko nicht unüblich, dass die Inhaber von Sendelizenzen zugleich in den Parlamenten auf Bundes- und Staatsebene politisch aktiv sind. Besonders sichtbar ist dies bei den beiden dominierenden Fernsehunternehmen Televisa und Azteca, die durch eine ganze Anzahl hochrangiger Manager in den Parlamenten der mexikanischen Bundesstaaten vertreten werden. Eine Zeitlang gab es sowohl im Senat als auch im Unterhaus des mexikanischen Parlaments mehr solche Manager als Vertreter der kleinen Parteien. Aufgrund ihres großen Einflusses sind sie auch als „Telebancada“ geläufig – als „Fernseh-Fraktion“, die in den Parlamenten die Interessen der Medienunternehmer repräsentiert.</p>
<h3>Regierung bevorzugt Medieneliten bei Mittelvergabe</h3>
<p>38 der 42 im Rahmen des MOM-Projekts untersuchten Medien erhalten beträchtliche Werbegelder aus Regierungstöpfen und sind damit finanziell von diesen abhängig. Obwohl insgesamt mehr als tausend Unternehmen um diese Gelder buhlen, geht die Hälfte davon an nur zehn der hier untersuchten Unternehmensgruppen. Allein die Televisa-Gruppe erhält 17 Prozent und TV Azteca 9,8 Prozent. Mit weitem Abstand folgen unter den Medienunternehmen die Zeitung El Universal (2,7 Prozent) und die Fórmula-Gruppe (2,7 Prozent). Insgesamt erhalten Fernsehunternehmen 35 Prozent der Werbebudgets der Regierung, Radiosender 19 Prozent, Printmedien 17 Prozent und Online-Medien sechs Prozent.</p>
<p>Dagegen fallen auffallend kleine Summen für reichweitenstarke Onlineportale wie Aristegui Noticias, Sin Embargo und Animal Político ab, die allesamt als regierungskritisch gelten. Im Laufe der vergangenen Jahre haben sich diese unabhängigen Neugründungen in die Gruppe der meistbesuchten Online-Nachrichtenquellen geschafft; auf jedes von ihnen wird mehr als zwei Millionen Mal im Monat zugegriffen. Dagegen stehen hinter den meisten der Online-Medien, die im Rahmen des MOM-Projekts untersucht wurden, etablierte traditionelle Medien.</p>
<p>Dass staatliche Gelder in einem solchen Ausmaß völlig intransparent verteilt werden, schafft wirtschaftliche Abhängigkeiten, fördert Selbstzensur und bedroht damit unmittelbar den Medienpluralismus. Ein Bündnis aus mittlerweile fast 100 zivilgesellschaftlichen Gruppen – darunter der mexikanische MOM-Partner Cencos – hat sich deshalb unter dem Namen #MediosLibres (freie Medien) zusammengefunden und fordert vom mexikanischen Parlament, eine faire und transparente Verteilung der Werbegelder der Regierung gesetzlich zu regeln. Mexikos oberstes Gericht hat dies im vergangenen November in einem Urteil gefordert und dem Parlament eine Frist bis April gesetzt. Dass bis dahin eine Einigung erzielt wird, erscheint zumal in einem Wahljahr aber unwahrscheinlich.</p>
<h3>Kaum Zahlen zur Publikumskonzentration verfügbar</h3>
<p>Als eines der größten Hindernisse bei den MOM-Recherchen stellte sich in Mexiko heraus, dass überraschend wenige verlässliche Zahlen zur Publikumskonzentration verfügbar sind: Die Markforschungsfirmen untersuchen nur diejenigen Medien, von denen sie beauftragt werden. Folglich bleiben die Ergebnisse bruchstückhaft und geben kein umfassendes Bild des Marktes ab. Überdies stellen die Institute die Zahlen nur ihren Kunden zur Verfügung.</p>
<p>Auch müssen die meisten Unternehmen in Mexiko keine Informationen über ihre Eigentumsstrukturen, geschweige denn Namen und Anteile der einzelnen Anteilseigner offenlegen. Lediglich börsennotierte Unternehmen sind dazu aufgrund der Finanzmarktvorschriften verpflichtet. Für den Fernseh- und Rundfunksektor gibt es zwar eine Berichtspflicht an das Bundesinstitut für Telekommunikation (IFT) als zuständige Aufsichtsbehörde, aber selbst diese Informationen sind so verstreut und so kompliziert aufbereitet, dass sie kaum Aufschluss über die Eigentümerstrukturen der entsprechenden Unternehmen geben.</p>
<p>Aufgrund dieser eingeschränkten Datengrundlage war es in Mexiko als einzigem der bislang 14 MOM-Projektländer nicht möglich, entsprechend der standardisierten MOM-Methodik Zahlen zur Publikumskonzentration zu berechnen. Qualitative Methoden erbrachten dennoch ausreichende Hinweise auf ein hohes Risiko in diesem Bereich.</p>
<p>Dies gilt besonders für das Fernsehen, das in Mexiko von einem Duopol der Konzerne Televisa und Azteca beherrscht wird. Die jüngsten hierzu verfügbaren Daten stammen von 2011; damals beherrschten beide Gruppen insgesamt mehr als 90 Prozent der Einschaltquoten. Da sie nach wie vor die meisten kommerziellen Fernsehlizenzen und landesweiten Senderketten kontrollieren, dürften diese Zahlen nach wie vor in etwa zutreffen.</p>
<h3>Unzureichender Regulierungsrahmen und schwache Aufsicht</h3>
<p>Der regulatorische Rahmen der Medienbranche hat sich in Mexiko als unzureichend erwiesen, um eine übermäßige Besitzkonzentration zu verhindern. Dies gilt sowohl innerhalb der einzelnen Mediengattungen als auch für die medienübergreifende Verflechtung. So kam das IFT zwei Mal zu der Einschätzung, die Televisa-Gruppe werde keine beträchtliche Marktmacht erlangen, obwohl die Ermittlungen des Instituts selbst Hinweise darauf ergaben, dass Televisa in der Lage sei, den Wettbewerb zu behindern.</p>
<p>Die Auflagen der Aufsichtsbehörde reichten nicht aus, um die Marktkontrolle der größten Medienkonzerne zu verringern oder auch nur zu beschränken. In Teilbereichen wie dem Bezahlfernsehmarkt hat die Konzentration sogar zugenommen. So hatte Televisa mit seinen Kabel- und Satellitenfernsehangeboten 2014 noch 53 Prozent Marktanteil; bis 2017 stieg noch einmal um 13 Prozentpunkte.</p>
<p>Obwohl Hunderte terrestrische Radio- und Fernsehfrequenzen neu ausgeschrieben wurden, blieben die meisten davon in den Händen der etablierten Konzerne, und nur relativ wenige gingen an neue Bewerber. Die Reformen im Telekommunikationsbereich haben bislang vor allem der Televisa-Gruppe von Emilio Azcárraga Jean genützt und den Expansionsplänen von Carlos Slims América Móvil Grenzen gesetzt, der zeitweise als reichster Mann der Erde galt.</p>
<h3>Reiche Eigentümer, prekär bezahlte Journalisten</h3>
<p>Frappierend bei der Untersuchung der wichtigsten Medien in Mexiko war die Beobachtung, dass sich die meisten ihrer Eigentümer als Milliardäre, Oligarchen, Mächtige und Influencer beschreiben lassen. Wie reich sie tatsächlich sind, ist meist unbekannt, weil ein Großteil ihrer Vermögen in Steuerparadiesen oder dubiosen Stiftungen verborgen ist. Doch ihre Namen tauchen immer wieder in Businessmagazinen auf, die ihre Aktivitäten verfolgen. Auf der diesjährigen Forbes-Liste der reichsten Mexikaner tauchen innerhalb der ersten 16 Plätze allein drei Namen von Eigentümern oder Anteilseignern wichtiger Medien auf: Carlos Slim (UnoTV), Ricardo Salinas Pliego (TV Azteca) und Emilio Azcárraga Jean (Televisa).</p>
<p>Trotz ihres persönlichen Reichtums zahlen die mexikanischen Medienbesitzer prekäre Löhne: Auf einer kürzlich veröffentlichten Gehaltliste schätzte das Jobportal Indeed das durchschnittliche Einkommen eines mexikanischen Reporters auf der Grundlage von 835 Stellenangeboten auf 4560 Peso (245 Dollar) im Monat – bei einem allgemeinen Durchschnittseinkommen von 390 Dollar.</p>
<p>Zugleich gehört Mexiko für Journalisten zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Allein 2017 wurden dort mindestens elf Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit ermordet. Auch 2018 gab es schon mindestens drei Morde an Journalisten. Am (heutigen) Freitag jährt sich zum ersten Mal der Mord an Miroslava Breach in Chihuahua. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen steht Mexiko auf Platz 147 von 180 Ländern weltweit.</p>
<h3>Der Media Ownership Monitor: Ein weltweites Rechercheprojekt</h3>
<p>Der Media Ownership Monitor ist ein internationales Projekt von Reporter ohne Grenzen, das mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt wird. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wurde er erstmals 2015 in Kolumbien und Kambodscha durchgeführt. MOM-Ergebnisse liegen außerdem bereits aus Tunesien, der Türkei, der Ukraine, Peru, den Philippinen, der Mongolei, Serbien, Ghana, Brasilien, Marokko und Albanien vor. Als nächste Projektländer sind Sri Lanka, Pakistan, Libanon, Tansania und Ägypten vorgesehen.</p>
<p>Der mexikanische MOM-Partner <i>Cencos (Centro Nacional de Comunicación Social)</i> ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die sich unter anderem für Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit sowie im Kampf gegen das gewaltsame Verschwindenlassen engagiert.</p>
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		<title>Medienpluralismus in Albanien bloss Fassade</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/medienpluralismus-in-albanien-blos-fassade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[adm_web11]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2018 10:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine außerordentlich hohe Publikums- und Marktkonzentration, starke politische Interessen der Besitzer und weit verbreitete Selbstzensur prägen die Medienlandschaft in Albanien. In der Folge mangelt es sowohl auf dem Radio- und Fernsehmarkt als auch bei den Printmedien an echter Vielfalt – auch infolge mangelhafter Regulierung. Das zeigen die Ergebnisse des Projekts Media Ownership Monitor, die Reporter [&#8230;]]]></description>
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<p>Eine außerordentlich hohe Publikums- und Marktkonzentration, starke politische Interessen der Besitzer und weit verbreitete Selbstzensur prägen die Medienlandschaft in Albanien. In der Folge mangelt es sowohl auf dem Radio- und Fernsehmarkt als auch bei den Printmedien an echter Vielfalt – auch infolge mangelhafter Regulierung. Das zeigen die Ergebnisse des Projekts <i>Media Ownership Monitor</i>, die Reporter ohne Grenzen und das Investigativ-Netzwerk <i>BIRN Albania</i> jetzt nach dreimonatigen Recherchen in Tirana vorgestellt haben.</p>
<p>Die detaillierten Ergebnisse sind ab sofort auf Englisch und Albanisch unter <a title="Externer Link: http://albania.mom-rsf.org" href="http://albania.mom-rsf.org/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">albania.mom-rsf.org</a> abrufbar und stellen eine umfassende Bestandsaufnahme des albanischen Medienmarkts einschließlich Hintergrundinformationen zu seinen Hauptakteuren und deren Interessen dar.</p>
<p>„Die Ergebnisse zerstören den Mythos, dass die albanischen Medien trotz aller Unzulänglichkeiten eine Vielzahl von Sichtweisen präsentieren“, sagte die Geschäftsführerin von <i>BIRN Albania</i>, Kristina Voko. „Tatsächlich macht eine Handvoll Familien mehr als die Hälfte der Publikumsanteile und 90 Prozent der Umsätze unter sich aus.“</p>
<p>„Trotz intensiver Bemühungen der Zivilgesellschaft und umfangreicher internationaler Unterstützung ist es in Albanien seit der politischen Wende von 1991 nicht gelungen, eine pluralistische Landschaft unabhängiger und tragfähiger Medien aufzubauen“, sagte ROG-Projektleiter Olaf Steenfadt. „Albaniens politische Eliten sollten sich endlich für eine gesunde, vielfältige Medienlandschaft einsetzen, von der das Land insgesamt profitieren würde – nicht zuletzt mit Blick auf seinen angestrebten Beitritt zur Europäischen Union.“</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Politische Interessen und Selbstzensur</span></h3>
<p>Die Medien in Albanien sind zu einem sehr großen Teil politisiert. 65 bis 76 Prozent des Publikums werden von Medien (Fernsehen, Radio und Print) erreicht, deren Eigentümer politische Interessen haben.</p>
<p>Ein Beispiel ist die mächtige Medieneigentümerfamilie Hoxha, der das größte Medienunternehmen Albaniens – die Top Media Group – und die Bezahlfernseh-Plattform<i> DigitAlb</i> gehören. Ihr landesweiter Fernsehsender <i>Top Channel</i> wird seit kurzem von dem langjährigen Politiker Ben Blushi geleitet. Die Mediengruppe ist der Hauptprofiteur einer Ende März 2017 vom Parlament beschlossenen <a title="Externer Link: http://albania.mom-rsf.org/en/findings/findings/#!1b8d4b8675e576d13f6353ba0afc8092" href="http://albania.mom-rsf.org/en/findings/findings/#!1b8d4b8675e576d13f6353ba0afc8092" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">Kompensationszahlung</a> in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro, mit der Medienunternehmen für die geplante Abschaltung der analogen Verbreitungswege entschädigt werden sollen.</p>
<p>Infolge des Drucks durch Medieneigentümer mit politischen oder wirtschaftlichen Interessen sehen sich viele Journalisten in Albanien zu Selbstzensur gezwungen. In einer Umfrage bezeichneten rund 80 Prozent der teilnehmenden albanischen Journalisten ihre Stellen als unsicher; zugleich machten sie deutlich, Selbstzensur als Mittel zum Schutz vor einer Kündigung zu sehen.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Hohe Publikumskonzentration</span></h3>
<p>Die vom MOM-Team zusammengetragenen Daten weisen für Albanien insgesamt eine außerordentlich hohe Medienkonzentration aus. Albaniens fünf Sendelizenzen für das kommerzielle digitale Fernsehen sind <a title="Externer Link: http://albania.mom-rsf.org/en/findings/digitailsation/" href="http://albania.mom-rsf.org/en/findings/digitailsation/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">im Besitz von nur drei Familien</a>, drei davon gehören sogar einer einzigen Familie. Diese Situation deutet auf ein eklatantes Versagen der Aufsichtsbehörden bei der Lizenzvergabe hin.</p>
<p>Die vier reichweitenstärksten Fernseheigentümer – die Familien Frangaj (<i>Klan TV, ABC News</i>), Hoxha (<i>Top Channel, Top News</i>) und Dulaku (<i>Vizion Plus</i>) sowie je nach Umfrageinstitut Irfan Hysenbelliu (<i>News 24</i>) oder die Familie Ndroqi (<i>Ora News, Channel One</i>) – vereinen auf ihren Sendern rund die Hälfte der Einschaltquoten (je nach Marktforschungsinstitut 49 bis 59 Prozent).</p>
<p>Noch höher ist die Publikumskonzentration auf dem Radiomarkt, wo auf vier Eigentümer – die Familie Hoxha, den staatlichen Rundfunk <i>RTSH</i>,  Arben Bylykbashi und die Familie Ndroqi – fast zwei Drittel (64 Prozent) der Höreranteile entfallen. Nur bei den Printmedien ergaben die Recherchen eine mittlere Konzentration – hier vereinen die vier führende Eigentümer 43 Prozent der Leseranteile auf sich. Hoch ist in Albanien auch die Besitzverflechtung: Die acht größten Eigentümer in den Ferseh-, Radio-, Print- und Online-Nachrichtenmärkten erreichen zusammengenommen Publikumsanteile von 72 bis 80 Prozent. Insgesamt zeigen diese Zahlen ein besorgniserregend hohes Risiko für den Medienpluralismus in Albanien.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Hohe Konzentration nach Medienumsätzen</span></h3>
<p>Der albanische Medienmarkt ist klein und übersättigt, was starken wirtschaftlichen Druck auf die beteiligten Akteure zur Folge hat. Die Zahl der Print-Veröffentlichungen wird auf mehr als 200 geschätzt. Das MOM-Team untersuchte davon zwölf landesweite Zeitungen näher und fand heraus, dass auf einen einzigen Besitzer – Irfan Hysenbelliu mit den Zeitungen <i>Panorama</i> und <i>Gazeta Shqiptare</i> – 54  Prozent der Umsätze entfallen. Die vier größten Zeitungsverleger – Irfan Hysenbelliu, Koco Kokëdhima (<i>Shekulli</i>), die Gebrüder Leka (<i>Monitor</i>) und die Gebrüder Dabulla (<i>Gazeta Dita</i>) – bringen es zusammen auf 86,5 Prozent der Umsätze im Print-Markt.</p>
<p>Auf dem kommerziellen Fernsehmarkt vereinen die vier größten Eigentümer – die Familien Hoxha, Frangaj und Oulaku sowie Irfan Hysenbelliu – 90 Prozent der Umsätze auf sich; allein auf die größten zwei entfallen zusammen mehr als zwei Drittel (72 Prozent).</p>
<p>Der audiovisuelle Medienmarkt ist zwar auf dem Papier gesetzlich reguliert, aber die zuständige Behörde wird weithin als von Politikern und Unternehmern beeinflusst eingeschätzt. So sind die Anteile und Stimmrechte an Fernsehgesellschaften theoretisch gesetzlich begrenzt, aber es gibt keine klaren Grenzwerte für eine Monopolbildung. Einen wichtigen Gesetzesparagrafen, der den Anteil einer einzelnen Person oder Gesellschaft an einem landesweiten Fernsehsender auf 40 Prozent begrenzte, erklärte das Verfassungsgericht im Mai 2016 für ungültig.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen steht Albanien auf Platz 76 von 180 Ländern weltweit.</p>
<h3><span style="font-weight: normal;">Über den Media Ownership Monitor</span></h3>
<p>Der Media Ownership Monitor ist ein internationales Projekt von Reporter ohne Grenzen, das mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt wird. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wurde er erstmals 2015 in Kolumbien und Kambodscha durchgeführt. MOM-Ergebnisse liegen außerdem bereits aus Tunesien, der Türkei, der Ukraine, Peru, den Philippinen, der Mongolei, Serbien, Ghana, Brasilien und Marokko vor. Als nächste Projektländer sind Mexiko, Sri Lanka, Pakistan, Libanon, Tansania und Ägypten vorgesehen.</p>
<p>Mehr zum Projekt unter <a title="Interner Link: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/mom" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/mom" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">www.reporter-ohne-grenzen.de/mom</a>, alle Ergebnisse unter <a title="Externer Link: http://www.mom-rsf.org" href="http://www.mom-rsf.org/" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">www.mom-rsf.org</a>.</p>
<p>Der albanische MOM-Partner <i>Balkan Investigative Reporting Network in Albania</i> (BIRN Albania) ist Teil eines Netzwerks lokaler Nichtregierungsorganisationen, die sich für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und demokratische Werte einsetzen, indem sie anspruchsvolle Berichte produzieren und einen Stamm an gut ausgebildeten Journalisten aufbauen.</p>
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		<title>Kambodscha vor den Wahlen: Unabhängige Medien in Trümmern</title>
		<link>https://rsf-ch.ch/de/kambodscha-vor-den-wahlen-unabhangige-medien-in-trummern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rsfsuisse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Mar 2018 08:24:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Rund fünf Monate vor den Parlamentswahlen liegen die unabhängigen Medien in Kambodscha in Trümmern. Dutzende regierungskritische Medien wurden im vergangenen Jahr geschlossen und Journalisten willkürlich inhaftiert. Die beiden ehemaligen Radio Free Asia Reporter Oun Chhin und Yeang Sothearin sitzen seit rund 100 Tagen wegen Spionagevorwürfen im Gefängnis. In einem ausführlichen Länderbericht hat Reporter ohne Grenzen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund fünf Monate vor den Parlamentswahlen liegen die unabhängigen Medien in Kambodscha in Trümmern. Dutzende regierungskritische Medien wurden im vergangenen Jahr geschlossen und Journalisten willkürlich inhaftiert. Die beiden ehemaligen <em>Radio Free Asia Reporter</em> <strong>Oun Chhin</strong> und Yeang Sothearin sitzen seit rund 100 Tagen wegen Spionagevorwürfen im Gefängnis. In einem ausführlichen Länderbericht hat Reporter ohne Grenzen jetzt den Verfall der Pressefreiheit in Kambodscha untersucht (<a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/180200_Cambodia_independent_press_in_ruins_-_RSF_country_report.pdf">Zur PDF</a>).</p>
<p><iframe width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/BnuU-tKzrX4?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>„Gerade angesichts der anstehenden Parlamentswahl ist eine kritische Debatte wichtig, in der auch oppositionelle Stimmen zu Wort kommen. Stattdessen ist ein Klima der Angst entstanden. Unabhängige Journalisten werden eingeschüchtert und kritische Medien geschlossen“, sagte ROG. „Die Regierung muss die inhaftierten Journalisten sofort freilassen und die Schließung von Medien aufheben.“</p>
<p>Am 29. Juli 2018 stehen in Kambodscha Parlamentswahlen an. Das Land wird seit über drei Jahrzehnten von Ministerpräsident Hun Sen regiert. Nach den letzten Parlamentswahlen im Sommer 2013 wurde der Wahlsieg seiner Partei CPP jedoch in den unabhängigen Medien des Landes weithin in Frage gestellt. Es folgten <a href="https://www.theguardian.com/world/2013/sep/16/cambodia-election-protests-phnom-penh">Massenproteste</a> in der Hauptstadt Phnom Penh.</p>
<p>Die <a href="http://www.taz.de/!5411898/">Kommunalwahlen Anfang Juni 2017</a> galten als Testlauf für die kommende Parlamentswahl. Nach dem Wahlerfolg der wichtigsten Oppositionspartei CNRP ließ die Regierung den CNRP-Vorsitzenden Kem Sokha wegen <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/kambodscha-kem-sokha-101.html">angeblichen Landesverrats</a> festnehmen und die <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/kambodscha-oberstes-gericht-oppositionspartei">Partei verbieten</a>. Auch die unabhängige Presse steht seitdem besonders im Visier der Behörden.</p>
<p><strong>KRITISCHE MEDIEN GESCHLOSSEN</strong></p>
<p>Anfang August konfrontierte das Finanzministerium die <em>Cambodia Daily</em> mit angeblichen Steuerschulden. Die 1993 gegründete regierungskritische Tageszeitung schulde den Finanzbehörden angeblich 6,3 Millionen US Dollar (5,3 Millionen Euro) und habe einen Monat Zeit, die Schulden zu begleichen. Sollte sie nicht bezahlen, könne die Zeitung „<a href="https://www.dw.com/de/kambodschas-oppositionsf%C3%BChrer-wegen-verrats-angeklagt/a-40361688">ihre Sachen packen</a>“, sagte Hun Sen ein paar Wochen später. Auf die wiederholten Forderungen der Zeitung nach einer ordnungsgemäßen Steuerprüfung gingen die Behörden nicht ein.</p>
<p>Als älteste englischsprachige Zeitung im Land berichtete die <em>Cambodia Daily</em> unter anderem über kritische Themen wie Korruption und Abholzung. Aufgrund der Steuerschulden weigerten sich die Behörden, die Lizenz zu erneuern und die Zeitung veröffentlichte am 4. September 2017 nach 24 Jahren ihre letzte Ausgabe.</p>
<p>Im August 2017 wurden innerhalb weniger Tage <a href="https://rsf.org/en/news/rsf-publishes-report-media-freedom-under-attack-cambodia">32 Radiosender geschlossen</a>. Unter ihnen ist der kambodschanische Ableger des US-Auslandssenders Radio Free Asia, der nach 20 Jahren sein <a href="https://www.rfa.org/english/news/cambodia/crackdown-raf-09122017084157.html">Büro in Phnom Penh schließen</a> musste. Rund 50 Mitarbeiter verloren ihren Job.</p>
<p>Ohne Vorwarnung ordnete das Informationsministerium am 23. August die Schließung der unabhängigen Radiosender <em>Women’s Media Centre of Cambodia</em> und <em>Mohanokor</em> an, weil sie sich nicht an die Lizenzbestimmungen gehalten hätten. Einige Sender durften zudem keine Nachrichten mehr senden, sondern nur noch Unterhaltungsprogramme.</p>
<p>In einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage des UN-Menschenrechtsrats verteidigt das Informationsmi</p>
<p>nisterium Ende November 2017 die Schließungen als „<a href="https://www.phnompenhpost.com/national-politics/ministry-information-defends-press-crackdown-un">Warnung an alle Medien</a>“.</p>
<p><strong>EINSCHRÄNKUNG DER JOURNALISTISCHEN ARBEIT</strong></p>
<p>Für die ehemaligen Mitarbeiter gehen die Schikanen auch nach den Medienschließungen weiter. Das Informationsministerium lehnt systematisch die Anträge für Presseausweise der ehemaligen Journalisten von <em>RFA</em> und Cambodia Daily ab. Am Tag der Entscheidung des Obersten Gerichts über ein Verbot der Oppositionspartei Mitte November wurde die ehemalige <em>Cambodia Daily</em>-Journalistin <strong>Len Leng</strong> vor dem Gerichtsgebäude zwischenzeitlich festgenommen mit der Begründung, sie habe keinen Presseausweis.</p>
<p>Einen Monat nach der Schließung der <em>Cambodia Daily</em> wurden die beiden ehemaligen Reporter <strong>Aun Pheap</strong> und <strong>Zsombor Peter</strong> wegen „Anstachelung zu Verbrechen“ angeklagt. Hintergrund war ihre Berichterstattung über den Wahlkampf im Vorfeld der Kommunalwahlen und Interviews, die sie mit künftigen Wählern geführt hatten. Ihnen droht eine zweijährige Haftstrafe. Informationsminister Khieu Kanharith veröffentlichte ein Foto von Peters kanadischem Reisepass auf Facebook und drohte ihm mit Repressalien. Der Post wurde später entfernt.</p>
<p><strong>WILLKÜRLICHE VERHAFTUNGEN UND GEWALT GEGEN JOURNALISTEN</strong></p>
<p>Am 14. November wurden die ehemaligen <em>RFA</em>-Journalisten <strong>Oun Chhin</strong> und <strong>Yeang Sothearin</strong> verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, ein Studio für „journalistische Tätigkeiten“ aufgebaut zu haben, um Nachrichten für die Zentrale in Washington zu produzieren. Die Journalisten bestreiten, nach der Schließung des Büros in Phnom Penh weiter für <em>RFA</em> gearbeitet zu haben. Sie wurden schließlich wegen Spionage angeklagt. Ihnen drohen 15 Jahre Haft.</p>
<p>Auch vor Rufmordkampagnen schrecken die Behörden nicht zurück. Kurz nach der Verhaftung veröffentlichten zwei regierungsnahe Nachrichtenseiten Fotos, die angeblich zeigen sollen, wie einer der Journalisten pornografische Videos filmt und in diesen teilnimmt. Als Quelle nennen die Seiten die Polizei, die wiederum angibt, sie habe die Fotos auf dem Computer des Journalisten gefunden.</p>
<p>Im Juni war bereits der australische Dokumentarfilmer<strong> James Ricketson</strong> verhaftet worden, nachdem er eine von der Opposition organisierte Kundgebung gefilmt hatte. Auch er wird seitdem wegen Spionagevorwürfen festgehalten. Ihm drohen zehn Jahre Haft.</p>
<p>Seit dem Jahr 1992 wurden in Kambodscha mindestens 14 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet. Zuletzt löste der Mord an dem bekannten politischen Analysten und Regierungskritiker Kem Ley im Juli 2016 international Schockwellen aus. <a href="https://www.dw.com/de/ein-tod-in-kambodscha/a-19396894">Ley wurde in Phnom Penh erschossen</a>, zwei Tage nachdem er sich beim Sender RFA zu einem NGO-Bericht über das weit verzweigte <a href="https://www.globalwitness.org/fr/reports/hostile-takeover/">Wirtschaftsimperium der Familie</a> von Hun Sen geäußert hatte. Ley wurde häufig in den unabhängigen Zeitungen des Landes <a href="https://www.nzz.ch/international/kambodschaner-kem-ley-bekannter-regierungskritiker-erschossen-ld.104891">zitiert</a>.</p>
<p><strong>INTERNET IM VISIER</strong></p>
<p>Viele Kambodschaner informieren sich auf den Internetseiten einiger geschlossener Medien wie <em>RFA</em> oder des ebenfalls im August geschlossenen Radiosenders Voice of Democracy. Der Facebook-Auftritt von RFA gehört mit 4,7 Millionen Followern zu den meistbesuchten Facebookseiten im Land.</p>
<p>Anfang Februar 2018 berichtete die Tageszeitung Phnom Penh Post, dass die Regierung Internetanbieter angewiesen hat, den Zugang zur bis dahin noch funktionierenden <a href="https://www.phnompenhpost.com/national/cambodia-dailys-website-twitter-blocked-government-order">Webseite der Cambodia Daily zu sperren</a>. Kurz darauf kündigte die Telekom-Aufsicht an, gegen Internetanbieter zu ermitteln, die der Anordnung nicht folgen und drohte, diese könnten ihre <a href="https://www.phnompenhpost.com/national/cambodia-dailys-website-twitter-blocked-government-order">Lizenz verlieren</a>.</p>
<p>Ende November forderte ein Regierungssprecher die Verabschiedung eines umstrittenen <a href="https://www.phnompenhpost.com/national/fresh-news-blames-hackers-false-post-hun-sens-death">Gesetzes gegen Internetkriminalität</a>, dessen Entwurf im Jahr 2014 durch die NGO Article 19 an die Öffentlichkeit gelangte. Zur Debatte steht etwa, Autoren von Artikeln zu kriminalisieren, die Regierung oder Regierungsvertreter „beleidigen oder diskreditieren“. Zuvor hatte die Facebookseite der regierungsnahen Fresh News fälschlich berichtet, Hun Sen sei ermordet worden. Der Geschäftsführer von Fresh News machte ausländische Hacker für den Facebookpost verantwortlich.</p>
<p><strong>WICHTIGE MEDIEN IM BESITZ WENIGER</strong></p>
<p>Die kritische Berichterstattung wird auch durch die Besitzverhältnisse der Medien erschwert. Wichtige Massenmedien sind in den Händen weniger, oft regierungsnaher Eigentümer konzentriert. Das zeigen die Ergebnisse der Recherchen des Projekts Media Ownership Monitor, die Reporter ohne Grenzen zusammen mit dem Kambodschanischen Zentrum für Unabhängige Medien (CCIM) seit 2015 durchführt (<a href="http://www.cambodia.mom-rsf.org">www.cambodia.mom-rsf.org</a>).</p>
<p>Über alle Mediengattungen hinweg vereinen ganze vier Mediengruppen fast 85 Prozent Marktanteil auf sich: die Konzerne CBS (Royal Group) und Hang Meas sowie die Unternehmer Seng Bunveng und Hun Mana. Ihre Geschäftsführer haben alle Regierungsposten oder fungieren als Berater.</p>
<p>Die Projektergebnisse machen auch deutlich, dass die Medienregulierung in Kambodscha noch in den Kinderschuhen steckt. Eine unabhängige Medienbehörde gibt es nicht. Die Schlüsselrolle liegt stattdessen beim Informationsministerium, das in völlig intransparenter Weise über Vergabe und Entzug von Lizenzen für Medien entscheidet.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Kambodscha auf Platz 132 von 180 Staaten.</p>
<p>&#8211; ROG-Länderbericht „<a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/180200_Cambodia_independent_press_in_ruins_-_RSF_country_report.pdf">Cambodia: The independent press in ruins</a>“: (PDF, Englisch)</p>
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