Gerechtigkeit für Daphne Caruana Galizia

Gerechtigkeit für Daphne Caruana Galizia

Wir, die unterzeichnenden internationalen Meinungsfreiheitsorganisationen, das European Centre for Press and Media Freedom, IL-Kenniesa, Reporter ohne Grenzen und Transparency International, fordern die vollständige und entschiedene Aufklärung des Mordes an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia sowie die generelle und unbedingte Strafverfolgung jedes Angriffs auf Journalisten. An diesem Tag ist es sechs Monate her, dass Caruana Galizia mit einer Autobombe ermordet wurde. Und seit sechs Monaten gibt es keine Erkenntnisse darüber, wer den Mord in Auftrag gegeben hat.

„Journalisten werden immer zwei Mal getötet: Sie werden ermordet und dann versuchen die, die den Mord in Auftrag gegeben haben und deren Unterstützer alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Erinnerung an sie auszulöschen. Ein nicht zu übersehendes Zeichen dafür ist, dass Daphnes provisorisches Mahnmal in Valletta bereits neun Mal zerstört wurde”, sagt Tina Urso von IL-Kenniesa. „Die internationale Gemeinschaft wird alles daran setzen, die Erinnerung an Daphne und an das, wofür sie stand, am Leben zu erhalten. Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.

Wir, die Unterzeichnenden, beobachten die Ermittlungen und das Verfahren im Mordfall Daphne Caruana Galizia sehr genau. In der Zeit vor ihrer Ermordung hat Caruana Galizia komplexe Korruptionsvorwürfe bis in höchste Ämter in ihrer Heimat recherchiert. Zuvor hat sie unter anderem offengelegt, dass der Energieminister sowie der Kabinettschef von Maltas Premierminister Joseph Muscat Offshore-Konten in Panama und Trusts in Neuseeland eröffnet hatten. Malta ist ein Mitgliedsstaat der EU. In der Europäischen Charta für Pressefreiheit steht: Regierungen haben die Pflicht, das Leben und die Arbeit von Journalisten zu schützen. Malta hat bei dieser Aufgabe furchtbar versagt.

„Die Auftraggeber des Mordes an Daphne Caruana Galizia müssen endlich identifiziert und hart bestraft werden, um Nachahmer abzuschrecken und ein klares Signal für den Schutz der Pressefreiheit zu geben“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. „Es wäre fatal, wenn in einem EU-Land der Eindruck entstünde, man könne mit einem Mord an einer Journalistin ungestraft davonkommen.“

„Die Ermordung der Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia war eine Zäsur”, sagt Lutz Kinkel, Chef des ECPMF. „Die Mörder wollten damit eine Botschaft setzen: Hände weg von unserem Business, sonst bist du tot. Das war der Versuch, die Investigativjournalisten Europas einzuschüchtern und in die Selbstzensur zu treiben. Das Erbe Caruana Galizias befördert das genaue Gegenteil. Erstmals interessiert sich die europäische Öffentlichkeit brennend für Korruption auf Malta. Es gibt nicht weniger, sondern mehr Anstrengungen, diese Hintergründe zu enthüllen. Zum Beispiel das Daphne Project. Und es gibt Mittel, diese Arbeit zu unterstützen. Zum Beispiel unser Investigativgrant IJ4EU.”

Daphne Caruana Galizia hat über Jahrzehnte Korruption und organisiertes Verbrechen in ihrer Heimat angeprangert trotz alltäglicher Bedrohung und Einschüchterungsversuche. Wir sind vor der Botschaft der Republik Malta in Berlin zusammengekommen, um einer unerschrockenen und leidenschaftlichen Journalistin zu gedenken, die ermordet wurde, weil sie ihren Job gemacht hat. Wir fordern die maltesische Regierung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Malta auf Platz 47 von 180 Ländern weltweit.

Lesen Sie den Artikel auf ROG WeltGerechtigkeit für Daphne Caruana Galizia

Freiheit für Wa Lone und Kyaw Soe Oo !

Freiheit für Wa Lone und Kyaw Soe Oo !

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die sofortige Freilassung von zwei inhaftierten Reuters-Journalisten in Burma.

Die beiden Reuters-Journalisten Wa Lone (31) und Kyaw Soe Oo (27) wurden festgenommen, nachdem sie von zwei mysteriösen Polizisten in einem Restaurant Dokumente erhalten hatten. Ihnen wurde vorgeworfen, sie hätten «wichtige geheime Regierungsdokumente» in Besitz. Die vorgebrachten Anschuldigungen sind nicht glaubwürdig, rechtliche Grundsätze wurden nicht eingehalten. Die beiden wurden von den burmesischen Behörden in eine Falle gelockt und benutzt.

Denn Wa Lone und Kyaw Soe Oo hatten im Gliedstaat Rakhine recherchiert, in dem laut Befürchtungen der UNO die burmesische Armee ethnische Säuberungen gegen die Rohingya-Gemeinde durchführt. Alles deutet darauf hin, dass Wa Lone und Kiaw Soe Oo als Sündenböcke für die Behörden dienen, um allzu neugierige Medienschaffende fernzuhalten.

Burma liegt in der ROG-Rangliste der Pressefreiheit von 2017 auf Rang 131 von 180 Ländern.

Wa Lone und Kyaw Soe drohen bis zu 14 Jahre Gefängnis. Helfen Sie uns, ihre Freilassung zu erreichen, indem Sie diese Petition jetzt unterzeichnen! JEDE UNTERSCHRIFT ZÄHLT!

Freiheit für Wa Lone und Kyaw Soe Oo !

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die sofortige Freilassung von zwei inhaftierten Reuters-Journalisten in Burma.

Die beiden Reuters-Journalisten Wa Lone (31) und Kyaw Soe Oo (27) wurden festgenommen, nachdem sie von zwei mysteriösen Polizisten in einem Restaurant Dokumente erhalten hatten. Ihnen wurde vorgeworfen, sie hätten «wichtige geheime Regierungsdokumente» in Besitz. Die vorgebrachten Anschuldigungen sind nicht glaubwürdig, rechtliche Grundsätze wurden nicht eingehalten. Die beiden wurden von den burmesischen Behörden in eine Falle gelockt und benutzt.

Denn Wa Lone und Kyaw Soe Oo hatten im Gliedstaat Rakhine recherchiert, in dem laut Befürchtungen der UNO die burmesische Armee ethnische Säuberungen gegen die Rohingya-Gemeinde durchführt. Alles deutet darauf hin, dass Wa Lone und Kiaw Soe Oo als Sündenböcke für die Behörden dienen, um allzu neugierige Medienschaffende fernzuhalten.

Burma liegt in der ROG-Rangliste der Pressefreiheit von 2017 auf Rang 131 von 180 Ländern.

Wa Lone und Kyaw Soe drohen bis zu 14 Jahre Gefängnis. Helfen Sie uns, ihre Freilassung zu erreichen, indem Sie diese Petition jetzt unterzeichnen! JEDE UNTERSCHRIFT ZÄHLT!

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Freiheit für Saïd Chitour !

Freiheit für Saïd Chitour !

Algerien: Für Saïd Chitour geht der Albtraum weiter

Saïd Chitour, Stringer und Mitarbeiter einer Reihe renommierter internationaler Medien wie etwa BBC und «Washington Post», wurde am 5. Juni 2017 auf dem Internationalen Flughafen von Algier vom Geheimdienst verhaftet. Seither wird er im Gefängnis El Harrach in Algier festgehalten.

Die Behörden warfen ihm Spionage vor, ausserdem habe er geheime Dokumente an ausländische Diplomaten verkauft. Doch laut seinen Anwälten ist die betreffende Strafakte völlig leer.

Dennoch hat die Anklagekammer des Gerichts Bir Mourad Rais in Algier am 12. November den Fall am Strafgericht vorgelegt und beantragt, dass Chitour wegen dieser schweren Delikte nach Artikel 65 des algerischen Strafgesetzes zu einer langen Strafe verurteilt werde. Ihm droht eine lebenslängliche Gefängnisstrafe!

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt dieses Vorgehen und fordert das algerische Justizsystem auf, Saïd Chitour umgehend freizulassen. ROG ist ausserdem besorgt, denn Chitour wird unter sehr schwierigen Haftbedingungen festgehalten und leidet an gesundheitlichen Problemen.

«Mein Sohn ist Diabetiker, er hat 20 kg abgenommen und läuft Gefahr, im Gefängnis zu sterben. Seine drei Kinder sind zutiefst beunruhigt», sagt Chitours Mutter, Louisa Chitour. Er selbst fügt bei: «Holt uns aus diesem Albraum heraus, der uns auf kleinem Feuer röstet!»

Unterstützen Sie uns bei der Forderung nach Saïds Freilassung, indem Sie diese Petition unterschreiben! Jede Unterschrift zählt!

Teilen Sie diese Petition in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #FreeChitour

Freiheit für Saïd Chitour !

Saïd Chitour, Stringer und Mitarbeiter einer Reihe renommierter internationaler Medien wie etwa BBC und «Washington Post», wurde am 5. Juni 2017 auf dem Internationalen Flughafen von Algier vom Geheimdienst verhaftet. Seither wird er im Gefängnis El Harrach in Algier festgehalten.

Die Behörden warfen ihm Spionage vor, ausserdem habe er geheime Dokumente an ausländische Diplomaten verkauft. Doch laut seinen Anwälten ist die betreffende Strafakte völlig leer.
Dennoch hat die Anklagekammer des Gerichts Bir Mourad Rais in Algier am 12. November den Fall am Strafgericht vorgelegt und beantragt, dass Chitour wegen dieser schweren Delikte nach Artikel 65 des algerischen Strafgesetzes zu einer langen Strafe verurteilt werde. Ihm droht eine lebenslängliche Gefängnisstrafe!

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt dieses Vorgehen und fordert das algerische Justizsystem auf, Saïd Chitour umgehend freizulassen. ROG ist ausserdem besorgt, denn Chitour wird unter sehr schwierigen Haftbedingungen festgehalten und leidet an gesundheitlichen Problemen.

«Mein Sohn ist Diabetiker, er hat 20 kg abgenommen und läuft Gefahr, im Gefängnis zu sterben. Seine drei Kinder sind zutiefst beunruhigt», sagt Chitours Mutter, Louisa Chitour. Er selbst fügt bei: «Holt uns aus diesem Albraum heraus, der uns auf kleinem Feuer röstet!»

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Freiheit für Cumhuriyet, Freiheit für alle türkischen Journalisten!

Freiheit für Cumhuriyet, Freiheit für alle türkischen Journalisten!

Sehr geehrter Herr Erdogan

Siebzehn Mitarbeiter der Tageszeitung «Cumhuriyet» werden zu Unrecht des «Terrorismus» bezichtigt, drei von ihnen sind immer noch inhaftiert und warten auf den Prozess: Herausgeber Murat Sabuncu, der investigative Journalist Ahmet Şık und CEO Akın Atalay sind seit über einem Jahr hinter Gittern. Der Prozess wird erst am 9. März wieder aufgenommen. Es ist Zeit, die absurden Anschuldigungen gegen sie fallen zu lassen!

Wir fordern ihre sofortige Freilassung und die aller ihrer zu Unrecht inhaftierten türkischen Kollegen.

Seit einigen Jahren haben Sie keine Mühe gescheut, diejenigen zum Schweigen zu bringen, die den Mut haben, ihre Arbeit zu tun: informieren. Willkürliche Inhaftierung, Durchsuchung und Schliessung von Medienunternehmen, Beschlagnahmung von Presseausweisen…. Die Türkei ist heute das grösste Gefängnis der Welt für professionelle Journalisten. Herr Erdogan, das lassen wir nicht zu.

Wir sind es leid, dass türkische Medienschaffende wie Terroristen behandelt werden. Wir haben diese Massenprozesse, diese absurden Anschuldigungen, diese willkürlichen Verhaftungen, die allesamt menschliche Tragödien sind, satt.

Es ist an der Zeit, den Pluralismus, die Pressefreiheit und die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei wiederherzustellen. #SaveTurkishJournalists!

Freiheit für Cumhuriyet, freiheit für alle Türkischen journalisten!

Sehr geehrter Herr Erdogan
Siebzehn Mitarbeiter der Tageszeitung «Cumhuriyet» werden zu Unrecht des «Terrorismus» bezichtigt, drei von ihnen sind immer noch inhaftiert und warten auf den Prozess: Herausgeber Murat Sabuncu, der investigative Journalist Ahmet Şık und CEO Akın Atalay sind seit über einem Jahr hinter Gittern. Der Prozess wird erst am 9. März wieder aufgenommen. Es ist Zeit, die absurden Anschuldigungen gegen sie fallen zu lassen!

Wir fordern ihre sofortige Freilassung und die aller ihrer zu Unrecht inhaftierten türkischen Kollegen.

Seit einigen Jahren haben Sie keine Mühe gescheut, diejenigen zum Schweigen zu bringen, die den Mut haben, ihre Arbeit zu tun: informieren. Willkürliche Inhaftierung, Durchsuchung und Schliessung von Medienunternehmen, Beschlagnahmung von Presseausweisen.... Die Türkei ist heute das grösste Gefängnis der Welt für professionelle Journalisten. Herr Erdogan, das lassen wir nicht zu.
Wir sind es leid, dass türkische Medienschaffende wie Terroristen behandelt werden. Wir haben diese Massenprozesse, diese absurden Anschuldigungen, diese willkürlichen Verhaftungen, die allesamt menschliche Tragödien sind, satt.

Es ist an der Zeit, den Pluralismus, die Pressefreiheit und die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei wiederherzustellen. #SaveTurkishJournalists!

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