25. April: ROG-Veranstaltung in Zürich zur Rangliste der Pressefreiheit und zur Situation in Osteuropa

25. April: ROG-Veranstaltung in Zürich zur Rangliste der Pressefreiheit und zur Situation in Osteuropa

Reporter ohne Grenzen Schweiz lädt ein zu einer Veranstaltung in Zürich: Am 25. April 2018 (12 bis 13 Uhr) sprechen wir in Zürich über die Entwicklung der Informationsfreiheit weltweit und über die aktuelle Situation in Osteuropa.

Die Informationsfreiheit ist immer wieder massiven Angriffen ausgesetzt – traurige Höhepunkte aus europäischer Sicht sind die Ermordung der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia in Malta letzten Oktober und die Ermordung des slowakischen Journalisten Jan Kuciak und seiner Partnerin im Februar.

Mit der Rangliste der Pressefreiheit zeigt ROG die langfristige Entwicklung auf. Die aktuelle Rangliste wird am 25. April veröffentlicht. ROG Schweiz informiert an diesem Tag in Zürich über die neusten Befunde. Vertieft auf eine Region geht ein Experte ein: Bernhard Odehnal, “Tages-Anzeiger”-Reporter, wird über die Einschränkungen der Informationsfreiheit in Osteuropa berichten.

Wir laden alle Interessierten zu dieser Veranstaltung ein:

ROG-Schweiz-Veranstaltung in Zürich:
Zeitpunkt: Mittwoch, 25. April, 12 bis 13 Uhr

Ort: Tamedia-Medienhaus, Werdstrasse 21, Zürich (Anmeldung bei der Portierloge)

Die neue Rangliste der Pressefreiheit wird kurz von Bettina Büsser, Koordinatorin ROG Deutschschweiz, vorgestellt,
Danach geht Bernhard Odehnal, Reporter “Tages-Anzeiger”, genauer auf eine heikle Region ein: Er informiert über die aktuellen Einschränkungen der Medienfreiheit in Osteuropa.
Anschliessend: Fragen und Diskussion (Moderation: Res Strehle, Ex-Chefredaktor “Tages-Anzeiger”).

Die Veranstaltung ist öffentlich. Bitte melden Sie sich entweder unter buesser@rsf-ch.ch oder unter nadja.naegeli@tamedia.ch (Betreff: Pressefreiheit) an, damit es keine Probleme beim Einlass gibt.

Kampagne zur Situation in der Türkei

Kampagne zur Situation in der Türkei

Die Türkei ist eines der Länder mit den meisten inhaftierten Medienschaffenden. ROG Schweiz will mit Unterstützung der Zürcher Agentur «Freundliche Grüsse» die Öffentlichkeit in verschiedenen Schweizer Städten auf diese Situation hinweisen. Gleichzeitig sollen Journalistinnen und Journalisten in türkischen Gefängnissen erfahren, dass «draussen» Menschen an sie denken und dass sie auch in der Schweiz nicht vergessen werden.

Für die Kampagne soll in Städten in der Deutschschweiz, der Romandie und des Tessins ein Treffpunkt eingerichtet werden, an dem über die Situation des Journalismus in der Türkei informiert wird und gleichzeitig Passantinnen und Passanten Nachrichten für inhaftierte Journalistinnen und Journalisten hinterlassen können.

Fotoband «Reportagen für die Informationsfreiheit»

Fotoband «Reportagen für die Informationsfreiheit»

ROG Schweiz veröffentlicht alle zwei Jahre einen Fotoband mit Bild- und Textreportagen; er wird in der ganzen Schweiz vertrieben. Die Erlöse aus dem Verkauf des Albums machen einen Drittel des Betriebsbudgets unserer Sektion aus.

Die Fotobände von ROG Schweiz verschaffen uns die Möglichkeit, Personen anzusprechen, die noch nicht mit ROG in Kontakt gekommen sind, sich aber für qualitativ hochstehende Fotografien und Texte interessieren. Ausserdem können sie aufgrund ihrer Qualität im Unterricht oder bei der Ausbildung von künftigen Journalistinnen und Journalisten verwendet werden.

Die Ausgabe von 2018, die im Herbst erscheint, wird etwa zwölf Foto- und Textreportagen enthalten, zudem Informationen über die Arbeit von ROG sowie Einblicke in die Situation der Informationsfreiheit in einigen ausgewählten Ländern. Alle Texte werden in Französisch und Deutsch publiziert.

Für unser Album-Projekt suchen wir Unterstützung für die Druckkosten.

«Training für sichere digitale Kommunikation» von ROG Schweiz

«Training für sichere digitale Kommunikation» von ROG Schweiz

Cyberzensur ist eine grosse Herausforderung für Informationsfreiheit und damit auch für ROG. 2006 hat ROG den «Welttag gegen die Internetzensur» lanciert, der jeweils am 12. März stattfindet. An diesem Tag erscheint auch jährlich ein Bericht zur Internetzensur.

ROG Schweiz will es mithilfe des «Trainings für sichere digitale Kommunikation» Medienschaffenden und Bloggern ermöglichen, ihre Quellen und ihre Arbeit zu schützen und Zensur zu umgehen. Die Kurse (in Englisch und Französisch) dauern vier Tage und werden unter anderem von Stéphane Koch, Mitgründer und Vorstandsmitglied von ROG Schweiz und Gründer des Unternehmens www.intelligentzia.ch, geleitet, einem Spezialisten für Internetsicherheit.

ROG Schweiz will in Genf eine Reihe solche Kurse durchführen, zu denen Medienschaffende und Blogger aus Ländern eingeladen werden, in denen die Informationsfreiheit unter Druck oder gar nicht vorhanden ist und in denen die Verbreitung von unabhängigen oder kritischen Informationen für Medienschaffende ein Risiko bedeutet.

«Workshops für Sicherheit» von ROG Schweiz

«Workshops für Sicherheit» von ROG Schweiz

Damit Medienschaffende bei der Ausübung ihres Berufs in Risikozonen und gefährlichen Gebieten möglichst unversehrt bleiben, müssen sie sich darauf vorbereiten und wissen, wie sie sich dort bewegen und wie sie agieren können. ROG Schweiz bietet unabhängigen Journalisten wie auch Journalisten, die im Auftrag von internationalen und nationalen Medien arbeiten, in Zusammenarbeit mit Securaxis Workshops an, in denen sie dafür sensibilisiert und trainiert werden.

Der «Workshop für Sicherheit» besteht aus fünf Modulen: 1) Vorbereitung auf einen Einsatz in Risikogebiet 2) Risikoanalyse, Festlegung spezifischer präventiver und reaktiver Massnahmen 3) Cybersicherheit 4) Erste Hilfe 5) Stressmanagement und Debriefing.
Ein umfassendes Training dauert fünf Tage (vier Tage Theorie, ein Tag Praxis) und kostet pro Teilnehmer ungefähr 5‘000 Franken.

Ausführlichere Informationen zum Projekt «Ateliers de securité»/«Workshops für Sicherheit» (in Französisch) finden Sie in der Beilage «Formation à la sécurité en terrain hostile pour journalistes et autres professionnels de l’information»

«Unterstützungs- und Solidaritätsfonds» von ROG Schweiz

«Unterstützungs- und Solidaritätsfonds» von ROG Schweiz

Zum 25-jährigen Jubiläum der Sektion hat ROG Schweiz 2015 den «Unterstützungs- und Solidaritätsfonds zugunsten von verfolgten oder gefährden Informations- und Medienschaffenden» geschaffen. Er ermöglicht es ROG Schweiz beispielsweise, Journalistinnen und Journalisten, die ihres Berufs wegen ihr Land verlassen mussten und nun in der Schweiz leben, beim Erlernen einer Landessprache oder sonst bei der Integration zu unterstützen.

In enger Abstimmung mit ROG International und, wenn möglich, in Absprache mit den zuständigen Behörden sowie mit anderen NGOs, unterstützt der Fonds die Begünstigten finanziell oder in Form von Sachleistungen. Die Beiträge betragen maximal 500 Franken pro Monat (oder 1’000 Franken monatlich für Familienbeihilfen). Die Leistungen sind auf einen Zeitraum von zwölf Monaten begrenzt.

Voraussetzung für eine Unterstützung durch den ROG-Fonds ist ein Bezug zur Schweiz: Unterstützt werden können also sowohl Personen, die in die Schweiz geflüchtet sind, wie auch Medienschaffende aus der Schweiz, die bei ihrer Arbeit im Ausland Opfer von Übergriffen oder Verfolgungen wurden. Der Fonds kann ausnahmsweise auch Medienschaffende unterstützen, die in der Schweiz in Gerichtsverfahren verwickelt sind, in denen die Informationsfreiheit auf dem Spiel steht.

Um den ROG-Fonds weiterzuführen, braucht ROG Schweiz Ihre Unterstützung.