ROG-Veranstaltungshinweis 11. November: Deniz Yücel an der BuchBasel

ROG-Veranstaltungshinweis 11. November: Deniz Yücel an der BuchBasel

Am Literaturfestival BuchBasel wird auch ROG Schweiz präsent sein – an einer Veranstaltung mit dem deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel.

Vom 9. bis 11. November findet in Basel das Internationale Literaturfestival BuchBasel statt: 100 Veranstaltungen zur Literatur – darunter die Verleihung des Schweizer Buchpreises.

Zu Gast an der BuchBasel sind am Sonntag, 11. November, um 14 Uhr in Unionssaal des Basler Volkshauses Deniz Yücel und Doris Akrap. Der deutsch-türkische Journalist Yücel war von Februar 2017 bis Februar 2018 wegen angeblicher «Terrorpropaganda» in der Türkei inhaftiert, die taz-Journalistin Akrap organisierte zusammen mit dem Freundeskreis #FreeDeniz Solidaritätsaktionen für ihn. Die beiden sprechen unter dem Titel «Taksim ist überall» über die Erfahrungen von Haft und Solidarität sowie die Entwicklungen in der Türkei. Moderiert wird das Gespräch von ROG-Schweiz-Beirat Res Strehle. ROG Schweiz wird auch mit einem Stand präsent sein.
(Eintritt: 15/12 Franken)

Veranstaltungshinweis 22. November: ROG Schweiz am JournalismusTag

Veranstaltungshinweis 22. November: ROG Schweiz am JournalismusTag

Am 22. November findet in Winterthur der JournalismusTag.18 des Vereins Qualität im Journalismus statt – ROG Schweiz wird dabei sein.

Keynotes, Debatten, Referate, Podien, Werkstattberichte zum Journalismus und selbst Medienministerin und Bundesrätin Doris Leuthard wird vor Ort sein – das bietet der JournalismusTag.18.
Auch die Gefahren, denen sich Medienschaffende bei heiklen Recherchen aussetzen, die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten sind Thema, in einer Veranstaltung von 14.30 bis 15.30 Uhr mit der ROG-Schweiz-Beirätin Josefa Haas.
ROG Schweiz ist mit einem Stand präsent – schauen Sie doch vorbei.

ROG Schweiz zur “Selbstbestimmungsinitiative”

ROG Schweiz zur “Selbstbestimmungsinitiative”

Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz hat sich bereits 2015 zur SVP-Initiative „Schweizer Recht statt fremde Richter” geäussert, die nun zur Abstimmung gelangt. ROG sprach sich dezidiert dagegen aus, bezeichnete sie als “Frontalangriff auf unsere Grundrechte” und hat sich deshalb auch dem Bündnis “Schutzfaktor M” bzw. “Allianz der Zivilgesellschaft” als Partnerorganisation angeschlossen.

ROG-Medienmitteilung zur “Selbstbestimmungsinitiative” von März 2015:

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung vor 25 Jahren engagiert sich die Schweizer Sektion von Reporter ohne Grenzen (ROG) in einer innenpolitischen Auseinandersetzung. Sie stellt sich nämlich entschlossen gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ der SVP, welche das Schweizer Recht über das internationale Recht stellen will.

Nach Einschätzung von ROG Schweiz stellt diese Initiative eine grosse Gefahr für das Wohlergehen der Schweiz, ihre Position in der Welt und für unsere Grundrechte dar. Denn die SVP greift damit direkt die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) an. Diese ist für Journalisten und andere, die im Bereich Information tätig sind, ein unverzichtbares Bollwerk zur Verteidigung der Menschenrechte, insbesondere der Informationsfreiheit.

ROG ruft seine Mitglieder und Sympathisanten dazu auf, die Initiative nicht zu unterzeichnen und sich aktiv dagegen auszusprechen.

«Reportagen für die Informationsfreiheit»

«Reportagen für die Informationsfreiheit»

Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz gibt alle zwei Jahre ein Album mit Reportagen heraus. Die im Oktober erschienene neue Ausgabe von «Les grands reportages pour la liberté de l’information / Reportagen für die Informationsfreiheit» bringt herausragenden Journalismus in Bild und Text und zeigt, wie wichtig die Informationsfreiheit ist.

Von Syrien bis zum Iran, von Ägypten bis Ecuador oder Venezuela: «Reportagen für die Informationsfreiheit» erzählt Geschichten aus einer verwundeten Welt. Die eindrücklichen Bilder – mehr als die Hälfte der Fotografen sind Schweizer –, zeigen uns die Realität in Ländern, die von Konflikten erschüttert werden oder in denen Autokraten demokratische Rechte und Freiheiten mit Füssen treten. Aber die Menschen wehren sich. So kämpft etwa die indigene Bevölkerung Ecuadors gegen die Ölkonzerne, die in ihr Land eindringen, ägyptische Frauen wehren sich gegen ihre Marginalisierung in der patriarchalischen Gesellschaft, und venezolanische Jugendliche erheben sich gegen einen korrupten Präsidenten, der das Land in den Ruin getrieben hat. Der Reportagenband berichtet auch vom Bürgerkrieg im Südsudan, vom Konflikt in Syrien und der kollektiven Amnesie, die uns als dessen Zuschauer befallen hat. Eine kleine Aufheiterung bieten die unvergleichlichen Bilder von «entsorgten» Lenin-Statuen in der Ukraine.

Der vorliegende Band gehört zu einer Reihe von Alben, die ROG Schweiz bereits bisher herausgegeben hat. Und wie bisher haben die Fotografinnen und Fotografen, die Autorinnen und Autoren ROG ihre Arbeit grosszügig gratis zur Verfügung gestellt.

Das Album stellt auch einen wesentlichen Teil der weltweiten Arbeit von ROG vor, mit Auszügen aus unseren Berichten über Länder, in denen Regierungen versuchen, die Informationsfreiheit zu überwachen und zu zensieren. Ein Artikel analysiert die Mechanik des «perfekten Shitstorms» am Beispiel von Twitter. Ein weiterer erklärt ein grosses Projekt von ROG, die «Journalism Trust Initiative», das darauf abzielt, Desinformation durch einen Selbstregulierungsmechanismus der Medien zu bekämpfen.

«Les grands reportages pour la liberté de l’information / Reportagen für die Informationsfreiheit» ist zweisprachig (Französisch mit deutscher Übersetzung), wird in Buchhandlungen und an Kiosken verkauft. Mit dem Kauf des Albums unterstützen Sie den Einsatz von ROG Schweiz für die Informationsfreiheit; die Einnahmen aus dem Verkauf bilden einen wichtigen Pfeiler unserer Finanzierung.

Sie können «Les grands reportages pour la liberté de l’information / Reportagen für die Informationsfreiheit» in unserem Online Shop (Shop – oder direkter Link) oder auch unter info@rsf-ch.ch oder buesser@rsf-ch.ch bestellen.

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

ROG Schweiz gibt alle zwei Jahre einen Fotoband mit dem Titel «Les Grands Reportages pour la liberté de l’information. Reportagen für die Informationsfreiheit» heraus. Der neue Band ist seit dem 16. Oktober 2018 erhältlich. Wir wollen dafür eine Crowdfunding-Aktion starten, um einen Teil der Produktions- und Vertriebskosten zu decken.

Das Album enthält ein halbes Dutzend Reportagen von aussergewöhnlicher Qualität, darunter Bilder und Texte zu wichtigen Themen des aktuellen Weltgeschehens. Es geht darum, Hintergrundinformationen zu liefern, die in der aktuellen Presse rar geworden sind.

Unsere Alben werden in der ganzen Schweiz vertrieben. Sie machen ROG Schweiz und seine Mission sichtbar: die Freiheit, überall auf der Welt zu informieren und informiert zu werden, zu fördern und zu verteidigen.

Um die Finanzierungsphase des Projekts starten zu können, brauchen wir zuerst einmal möglichst viele Fans dafür auf der Plattform lokalhelden.ch.

Um Fan zu werden, klicken Sie auf diesen Link
www.lokalhelden.ch/album-rog-schweiz-2018
(Registrierung über ein Facebook-Konto oder auf der Plattform).

Vielen Dank dafür, dass Sie Fan werden und den Aufruf teilen!

China-Besuch von Bundesrat Schneider-Ammann: kein Visum für “Le Temps”-Journalist

China-Besuch von Bundesrat Schneider-Ammann: kein Visum für “Le Temps”-Journalist

Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz verurteilt entschieden die Diskriminierung von Frédéric Koller, einem für „Le Temps“ tätigen Journalisten, und spricht von einer ernsthaften Beeinträchtigung der Pressefreiheit.

Vom 5. bis 9. September reist Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit einer Delegation von Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft nach China. Der „Le Temps“-Journalist Frédéric Koller erhielt für diese Reise des Bundesrates kein Visum – ohne Erklärung.
Dieser Prozess ist nicht neu. Bereits im Februar hatte ROG die Belästigung von Auslandskorrespondenten angeprangert. In einer Erklärung forderte die Organisation die chinesischen Behörden auf, die Behinderung der Arbeit ausländischer Journalisten einzustellen. In seinem letzten im Februar 2018 veröffentlichten Bericht beschreibt der Club of Foreign Correspondents of China eine sehr deutliche Verschlechterung der Situation.
Die Erpressung bei der Visaverlängerung, ein klassisches Druckmittel, nimmt zu: 15 Prozent der Befragten berichten davon, dreimal mehr als im Vorjahr. 6 Prozent der Befragten sind sogar direkt von Zwangsausweisung bedroht, eine Zahl, die sich ebenfalls verdreifacht hat.
Auch die Verweigerung von Akkreditierungen nimmt zu. Am 25. Oktober wurden führende internationale Medien (BBC, The Economist, The Financial Times, The Guardian, The New York Times, Yomiuri Shimbun, Sankei Shimbun, Libération und Voice of America) daran gehindert, den Ständigen Ausschuss des Politischen Büros abzudecken – offiziell “aus Platzgründen”.
Ausländische Journalisten stehen bereits unter einem heimtückischeren Druck: dem Druck auf ihre Informationsquellen und auf die logistische Unterstützung. Ein Viertel der Befragten berichtet, dass einige ihrer Kontaktpersonen belästigt, verhaftet oder zur Befragung geladen wurden. Auch wenn die Behörden wegsehen, wollen immer weniger Chinesen in Kontakt mit der ausländischen Presse treten, aus Angst vor Sanktionen.

Radiosendung: Journalisten im Exil

Radiosendung: Journalisten im Exil

Bild: SRF2

Radio SRF2 hat eine Kontext-Sendung dem Thema “Journalisten im Exil” gewidmet – und auch Reporter ohne Grenzen kam zu Wort.

Der erste Teil der Sendung bringt eine Reportage aus dem “Maison des Journalistes”, einem Zufluchtsort für geflüchtete Journalistinnen und Journalisten in Paris.

Im zweiten Teil geht es darum, wie und weshalb Medienschaffende flüchten, wie ROG sie dabei und im Exil unterstützen kann, weshalb sie auch im Exil journalistisch weiterarbeiten sollen und wollen, welche Hoffnungen sie haben – und wie schwierig es ist, in einem neuen Land weiterhin als Journalistin, Journalist tätig zu sein. Unter der Leitung von Benedikt Hofer, sprachen darüber Khusraw Mostafanejad, kurdischer Journalist aus dem Iran, der in die Schweiz geflüchtet ist, Jens-Uwe Thomas, Referent für Nothilfe und Flüchtlingsarbeit bei ROG Deutschland, und Bettina Büsser, Koordinatorin Deutschschweiz von ROG Schweiz.

Sendung hören

 

 

 

 

Generalversammlung ROG Schweiz am 28. Mai

Generalversammlung ROG Schweiz am 28. Mai

ROG Schweiz lädt die Mitglieder zur Ordentlichen Generalversammlung ein

Datum: 28. Mai 2018, 18.30 Uhr
Ort: Fonction Cinéma, Maison des Arts du Grütli, Rue du Général Dufour 16, 1204 Genf

Traktanden
Protokoll der Generalversammlung vom 31. Mai 2017 (*)
Tätigkeitsbericht 2017
Rechnung 2017, Bericht des Kassiers
Genehmigung der Berichte und der Buchführung 2017
Decharge des Vorstandes für die Geschäftsführung 2017
Wahlen Vorstand
Organisation der Geschäftsstelle in Genf
Geplante Aktivitäten
Varia

Vor dem administrativen Teil wird der Dokumentarfilm «The Cleaners – Die digitale Säuberung» von Moritz Riesewieck und  Hans Block gezeigt. Nach der GV laden wir Sie zu einem Apéro ein.

Um den Abend optimal organisieren zu können, bitten wir Sie, sich beim Sekretariat in Genf unter info@rsf-ch.ch anzumelden, falls Sie an der GV teilnehmen werden.

(*) Das Protokoll der letzten GV und die Buchführung des Jahres 2017 finden Sie (in Französisch) vor der GV unter rsf-ch.ch; auf Anfrage erhalten Sie beides via Sekretariat.

3. Mai: Welttag der Pressefreiheit. ROG lanciert das Video #FightFakeNews

3. Mai: Welttag der Pressefreiheit. ROG lanciert das Video #FightFakeNews

Zum 3. Mai, dem Welttag der Pressefreiheit, hat Reporter ohne Grenzen eine Kommunikationskampagne gegen Desinformation lanciert – Mittel dazu ist der Film“#FightFakeNews”.

Der Kampf gegen Desinformation – Fake News – ist eines der Hauptthemen bei der Verteidigung des Journalismus. Reporter ohne Grenzen (ROG) International hat deshalb am Welttag der Pressefreiheit, am 3. Mai, den Film “#FightFakeNews” lanciert. Er vergleicht die Gefährdung der Menschen durch gefälschte industrielle oder pharmazeutische Produkte mit der politischen Gefährdung durch Fake News. Letztere untergraben die Grundlagen der Demokratie.

Dazu Christophe Deloire, Generalsekretär von ROG International: «Inhalte, die auf saubere und ehrliche Weise produziert werden, sind zunehmend unlauterer Konkurrenz durch gesponserte Inhalte, Propaganda und Gerüchte ausgesetzt. Wie Studien zeigen, zirkulieren falsche Informationen leichter als vertrauenswürdige Informationen. Wir dürfen angesichts der Gefahren für die Aufrichtigkeit der öffentlichen Debatte und damit für die Demokratie nicht passiv bleiben. ROG setzt sich konkret für Freiheit, Unabhängigkeit und Pluralismus im Journalismus ein.»

Kampagne: Agentur BETC

Video schauen: HIER